ABU DHABI / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Vereinigten Arabischen Emirate rücken ihre zweite interplanetare Mission näher: Ein Lander soll 2028 starten und 2036 den Asteroiden 269 Justitia ansteuern. Die Flugplanung kombiniert mehrere Schwerkraftmanöver über Venus, Erde und Mars, bevor die Sonde den Zielkörper aus der Nähe umkreist. Der Lander arbeitet mit weitgehend autonomer Bildaufnahme und soll während des Sinkflugs gezielt die wertvollsten Daten auswählen. Am Ende zeichnet sich technisch eher ein geplanter Einschlag als eine klassische, sanfte Landung ab.

VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028
VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028 (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die Mission „Emirates Mission to the Asteroid Belt“ (EMA) klingt auf den ersten Blick wie ein weiterer Exkurs in die Tiefen des Sonnensystems. Bei genauerem Hinsehen ist sie aber vor allem ein Testfeld für einen sehr anspruchsvollen Mix aus Bahndynamik, Autonomie und Detailmessungen: Zwischen 2028 und 2036 soll die Raumsonde insgesamt sieben Asteroide zwischen Mars und Jupiter abfliegen, bevor ein spezieller Lander den roten Brocken 269 Justitia erreicht. 269 Justitia fällt dabei nicht nur wegen seiner Größe von rund 50 Kilometern auf, sondern auch wegen seiner auffällig intensiv rötlichen Oberfläche, die nach Einschätzung von Planetenforschern stärker an kalte Objekte in der Kuipergürtel-Region jenseits von Neptun erinnert als an die typischen Nachbarn innerhalb des Hauptgürtels.

Der technische Kern der Reiseplanung liegt in einer Kette aus Schwerkraftmanövern, die die Flugzeit nicht nur „optimiert“, sondern die gesamte Geometrie der späteren Annäherung erst ermöglicht. Der Hauptorbiter, MBR Explorer, soll zunächst über Venus und anschließend über die Erde in tiefere Bereiche des Weltraums schwenken und dabei die ersten drei Zielasteroiden passieren: 10253 Westerwald, 623 Chimaera und 13294 Rockox. Danach übernimmt Mars als weiteres Gravitations-assist, um die Sonde so weit hinaus zu führen, dass die weiteren drei Asteroiden 88055 Ghaf, 23871 Ousha und 59980 Moza auf der Route liegen. Insgesamt nennt das Projekt rund 5 Milliarden Kilometer, was in der Größenordnung einer rund 125.000-fachen Umrundung der Erde entspricht – ein Maßstab, der die enorme Rechen- und Steuerungsstrecke für Kommunikation, Navigation und Zustandsüberwachung bereits vor dem eigentlichen „Messmoment“ verdeutlicht.

Spannend wird es beim Lander selbst, weil die Zielsetzung weniger auf „weiche Landung“ als auf maximalen Informationsgewinn aus dem kurzen Endgame ausgelegt ist. Laut Missionsplan wird der Orbiter 269 Justitia zunächst aus einer Höhe von etwa 250 Kilometern umkreisen und die Bahn anschließend stufenweise absenken, bis der Lander freigesetzt wird. Der Sinkflug ist mit etwa zwei bis drei Stunden veranschlagt, allerdings hängt das Zeitfenster davon ab, wie stark die tatsächliche Schwerkraft am Zielobjekt ist – sie ist derzeit noch nicht genau bekannt. Während das Projekt das Missionsende als Landung beschreibt, deuten die technischen Angaben auf einen deutlich härteren Ablauf hin: Die Sonde nähert sich mit etwa 15 bis 27 Metern pro Sekunde, verfügt nach den Angaben über keine echte Möglichkeit zur relevanten Geschwindigkeitsreduktion und soll daher eher wie ein geplanter Einschlag (Impacktor) funktionieren. Ergänzend wird ein Attitude-Control-System genutzt, um nach der Trennung einen störenden Spin zu kompensieren, damit die zwei Bordkameras während des Abstiegs die gewünschten Bilder liefern.

Gerade hier kommt die KI-gestützte Autonomie ins Spiel, die in acht Jahren Gesamtmission nicht nur ein „Feature“, sondern Voraussetzung für die Datenqualität ist. Das Team beschreibt, dass der Lander keine Befehle von der Erde oder vom Hauptorbiter abwartet, sondern selbst entscheidet, wann Bilder aufgenommen werden und welche Daten hinsichtlich Wertigkeit gefiltert und priorisiert werden. Um die begrenzte Kommunikationsmöglichkeit im Deep Space sinnvoll zu nutzen, sollen während des mehrjährigen Cruisekurses fortlaufend Aufnahmen entstehen und die „besten“ Ergebnisse etwa alle sechs Monate zur Erde gesendet werden. Im letzten Zeitfenster bleibt zudem nur wenig Reserve: Sollte der Lander den harten Aufprall wider Erwarten überstehen, ist die Stromlaufzeit für eine sehr kurze Übertragungsphase mit rund 20 bis 50 Minuten ausgelegt, sodass er dann nur noch eine schmale, aber potenziell wissenschaftlich extrem wertvolle Bildserie zurückfunken kann. Zusätzlich wird erwartet, dass der Hochgeschwindigkeitsimpakt einen kleinen Krater schlägt und damit Material aus dem Inneren freilegt, das aus der Umlaufbahn nicht sichtbar wäre.

Auch organisatorisch ist der Zeitplan so rigid, dass er direkt die Engineering- und Testlogik prägt. Für die geplanten Vorbeiflüge muss die Mission in einem engen Zeitfenster starten, das Anfang März 2028 für etwa drei Wochen aufgeht; danach wird es nach Angaben des Missionsdirektors bei ähnlicher Konstellation erst wieder in mindestens 100 Jahren vergleichbare Chancen geben. Dazu kommt die Anforderung, dass der Lander im Deep Space vollständig autonom operieren muss, ohne „zurückrufen“ zu können, sobald die Separation erfolgt ist. Die Entwicklungsphase wird zudem als bewusst lokal verankert beschrieben: Ungefähr 50 einheimische Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Wissenschaftler hätten das System in weniger als zwei Jahren entwickelt und getestet, viele davon mit einem beruflichen Einstieg beim Hope-Mars-Orbiter. Das passt zur übergreifenden Strategie, die Fähigkeiten im souveränen Deep-Space-Bereich auszubauen und gleichzeitig die heimische Raumfahrt-Ökonomie zu stärken.

Wissenschaftlich zielt die Mission auf ein sehr konkretes, aber zugleich spekulatives Asteroiden-Storytelling: Die ungewöhnliche Farbe von 269 Justitia könnte darauf hindeuten, dass das Objekt im fernen, kalten Bereich des frühen Sonnensystems entstanden ist und dann früh nach innen migrierte. Trifft diese Hypothese zu, könnte der Besuch nicht nur eine „schön rote“ Oberfläche liefern, sondern einen seltenen Nahblick auf ursprünglich erhaltenes Material aus dem äußeren Sonnensystem – über eine wesentlich kürzere Reisezeit als bei Objekten im Kuipergürtel. Besonders im Fokus stehen dabei Hinweise auf wasserbezogene Minerale und organische Verbindungen, weil deren Zusammensetzung Rückschlüsse darauf erlauben könnte, wie sich Wasser und organische Stoffe in der Phase der Planetenbildung verteilt haben. Genau deshalb ist der Missionsmix so konsequent: erst viele Vorbeiflüge und Bahnabsenkungen, dann ein kurzer, datenintensiver Zugang zur Oberfläche und – wenn der Einschlag tatsächlich wie erwartet Krater erzeugt – ein noch direkterer Zugang zu Material aus dem Untergrund.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028 - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Asteroid Astronomie Autonomie Bahnberechnung Bildaufnahme KI Künstliche Intelligenz Lander Luft- Und Raumfahrt Mission-2028 Nasa Raumfahrt Schwerkraftmanöver Space Tiefenraum Weltraum
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »VAE plant KI-gestützten Lander für Asteroid 269 Justitia – Start 2028« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    581 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs