HOUSTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Artemis II-Crew, die bald den Mond umkreisen wird, befindet sich derzeit in Quarantäne, um sicherzustellen, dass sie gesund bleibt. Diese Maßnahme ist Teil eines seit den Apollo-Missionen etablierten Programms zur Gesundheitsstabilisierung. Doch warum müssen Astronauten nach ihrer Rückkehr nicht mehr in Quarantäne? Die Antwort liegt in den Erfahrungen und Erkenntnissen der Vergangenheit.

Die Quarantäne von Astronauten vor Weltraummissionen ist eine etablierte Praxis der NASA, die sicherstellen soll, dass die Crewmitglieder in optimaler gesundheitlicher Verfassung sind. Diese Maßnahme wurde erstmals während der Apollo 14-Mission im Jahr 1971 eingeführt, nachdem frühere Missionen von gesundheitlichen Problemen wie Atemwegsinfektionen und viraler Gastroenteritis betroffen waren. Durch die Quarantäne konnte die NASA eine signifikante Reduzierung solcher Erkrankungen erreichen, was die Bedeutung dieser Vorsichtsmaßnahme unterstreicht.
Vor dem Start der Artemis II-Mission, die für den 6. Februar geplant ist, befindet sich die Crew in Houston in Isolation. Diese Quarantäne ist Teil des Gesundheitsstabilisierungsprogramms der NASA, das sicherstellt, dass die Astronauten nicht krank werden und der Start nicht verzögert wird. Während dieser Zeit dürfen die Astronauten nur mit Personen in Kontakt treten, die ebenfalls die Quarantänerichtlinien einhalten, und sie müssen Masken tragen sowie öffentliche Orte meiden.
Interessanterweise war es während der Apollo-Missionen üblich, dass Astronauten nach ihrer Rückkehr zur Erde ebenfalls in Quarantäne gingen. Dies geschah aus Sorge, dass sie möglicherweise mit unbekannten Mikroben vom Mond in Kontakt gekommen sein könnten, die eine Bedrohung für die Erde darstellen könnten. Diese Praxis wurde jedoch nach der Apollo 15-Mission eingestellt, als die NASA sicher war, dass keine solche Gefahr bestand.
Heutzutage liegt der Fokus der NASA auf der Bewältigung medizinischer Notfälle im Weltraum. Die Agentur hat kürzlich eine Mission zur Internationalen Raumstation aufgrund eines medizinischen Vorfalls abgebrochen, was die Herausforderungen unterstreicht, die mit der medizinischen Versorgung im All verbunden sind. Die Astronauten erhalten vor ihren Missionen umfassende medizinische Schulungen, um auf solche Situationen vorbereitet zu sein.
Die bevorstehenden Artemis-Missionen werden auch dazu beitragen, die langfristigen Auswirkungen der Raumfahrt auf die menschliche Gesundheit zu erforschen. Die Astronauten werden an Experimenten teilnehmen, um zu untersuchen, wie sich Weltraumstrahlung und Mikrogravitation auf den menschlichen Körper auswirken. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für die Vorbereitung auf längere Missionen, wie etwa eine mögliche Reise zum Mars.
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