LONDON (IT BOLTWISE) – Unternehmen glauben oft, dass sie auf Ransomware-Angriffe vorbereitet sind, doch die Realität sieht anders aus. Trotz vorhandener Backups und Wiederherstellungspläne scheitern viele an der schnellen und zuverlässigen Datenwiederherstellung. Dies liegt häufig an der mangelnden Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Backup-Systeme.

Viele Unternehmen sind der Meinung, dass sie gut auf Ransomware-Angriffe vorbereitet sind, doch die Realität zeigt ein anderes Bild. Obwohl Backups und Pläne für die Wiederherstellung im Katastrophenfall vorhanden sind, scheitern viele Organisationen daran, ihre Systeme schnell und zuverlässig wiederherzustellen. Der Grund dafür liegt oft in der fehlenden Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Backup-Systeme.
Ein Ransomware-Angriff verläuft selten als plötzlicher Ausfall. Vielmehr entwickelt sich die Bedrohung über mehrere Tage hinweg. Zunächst verschaffen sich Cyberkriminelle Zugang zu den Systemen, indem sie Anmeldedaten stehlen. Anschließend bewegen sie sich lateral durch das Netzwerk, um schließlich Administratorrechte zu erlangen. An diesem Punkt werden Backups sichtbar und gezielt angegriffen.
Die Angreifer deaktivieren Backup-Agenten, ändern Aufbewahrungsrichtlinien und löschen oder beschädigen Archive. Wenn die Verschlüsselung der Produktionssysteme schließlich ausgelöst wird, sind die Backups oft unvollständig oder ebenfalls verschlüsselt. Dies stellt die IT-Teams vor die Herausforderung, herauszufinden, ob eine Wiederherstellung überhaupt möglich ist.
Ransomware-Operatoren zielen gezielt auf Backups ab, da diese oft mit denselben Anmeldedaten wie die Produktionssysteme verwaltet werden und im selben Netzwerk zugänglich sind. Dadurch sind sie besonders anfällig für Angriffe. Um Backups vor Ransomware zu schützen, sind Isolation, Unveränderlichkeit und kontrollierter Zugriff erforderlich.
Viele Disaster-Recovery-Pläne scheitern, weil sie für Ausfälle und nicht für Angriffe konzipiert sind. Sie gehen davon aus, dass Systeme sauber sind und die Identitätsdienste intakt bleiben. Ransomware bricht diese Annahmen, was zu unvorhersehbaren Wiederherstellungsprozessen führt. Daher ist es entscheidend, dass Backups nicht nur Daten speichern, sondern auch die Wiederherstellung unter realen Angriffsbedingungen ermöglichen.
Um sich gegen Ransomware zu wappnen, sollten Unternehmen ihre Backup-Architektur überdenken. Isolierte Backup-Speicher, starke Zugangskontrollen und unveränderliche Speicherlösungen sind entscheidend. Zudem sollten regelmäßige Tests der Wiederherstellungsprozesse unter simulierten Angriffsbedingungen durchgeführt werden, um die Cyber-Resilienz zu stärken.
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