LONDON (IT BOLTWISE) – Microsoft bestätigt Probleme nach den Windows-Updates im September: Der Dateiversionsverlauf funktioniert bei Teilen der Systeme nicht mehr zuverlässig. Nutzer erhalten Meldungen, dass das Sicherungslaufwerk neu verbunden werden müsse, obwohl es angeschlossen ist. Zusätzlich werden möglicherweise Zeitstempel nicht aktualisiert und es erscheint teils der Hinweis, keine vorherige Version sei verfügbar. Eine Korrektur ist derzeit noch nicht terminiert.

Wer den Dateiversionsverlauf in Windows bislang als „letzte Versicherung“ für persönliche Dateien genutzt hat, bekommt nach dem September-Update ein deutlich unangenehmeres Bild: Microsoft berichtet in Supportbeiträgen, dass die Funktion in der Praxis teilweise nicht mehr korrekt arbeitet. Für Admins und IT-Leitung ist das brisant, weil der Dateiversionsverlauf zwar kein vollwertiges, traditionelles Backup-Produkt ersetzt, aber im Alltag genau dann wichtig wird, wenn ein Delete, ein fehlerhaftes Überschreiben oder ein missglücktes Update wieder rückgängig gemacht werden soll. Wenn die Sicherungsläufe nicht mehr sauber laufen, verschiebt sich der Nutzen des Features genau in die Phase, in der er am dringendsten gebraucht wird.
Konkret beschreibt Microsoft Probleme rund um das Verhalten nach der Installation der September-Patches: Anwender sehen häufig die Meldung, das Sicherungslaufwerk müsse neu verbunden werden, obwohl es tatsächlich verbunden ist und laut System „korrekt funktioniert“. In derselben Logik berichten die Angaben auch von nicht aktualisierten Zeitstempeln für das letzte Backup. Das ist mehr als nur ein Anzeigeproblem: Ein veralteter Zeitstempel erschwert die Einschätzung, ob die gewünschte Dateiversion überhaupt gerade erst gesichert wurde, und erhöht damit den Stress im Incident-Fall. Bei bereits gesicherten Dateien kann zudem die Meldung „keine vorherige Version verfügbar“ erscheinen, selbst wenn die eigentlichen Sicherungsstände vorhanden sein sollten.
Technisch lässt sich der Bug nicht nur „gefühlte“ Fehlfunktion zuordnen. Laut den Microsoft-Angaben finden sich entsprechende Hinweise in der Ereignisanzeige von Windows. Dort sollen unter anderem Anwendungsabstürze mit Verweis auf Filehistory.exe und Kernelbase.dll protokolliert werden. Damit rückt der Fehler näher an die Schnittstelle zwischen Dateiversionsverlauf und dem zugrunde liegenden System-Subsystem, das unter anderem auch für Dateizugriffe, Scheduling und Speicher-/UI-Komponenten zuständig ist. Dass bei betroffenen Versionen dann gleichzeitig Sicherungslauf-Hinweise und fehlende oder „scheinbar“ nicht auffindbare Zeitpunkte auftreten, passt zu einem Zustand, in dem entweder die Indexierung der Versionen oder das Auslesen/Validieren der Metadaten im Hintergrund gestört ist.
Für die operative Planung im Unternehmen ist außerdem entscheidend, wie breit das Problem ausgerollt ist. In einer separaten Meldung im Microsoft-Adminportal, die in einem Forum mit Bezug auf die dortige Microsoft-Expertin Susan Bradley zitiert wird, heißt es, dass der Bug alle gängigen Desktop-Varianten betrifft. Genannt werden konkret Windows 11 26H1, 25H2, 24H2, 23H2 sowie Windows 10 22H2, 21H2 und Windows 10 Enterprise LTSC 2019 und 2016. Das bedeutet: Wer bislang auf eine „kleine“ Teilmenge älterer Installationen gehofft hat, muss mit einer größeren Angriffsfläche im Endpunktbetrieb rechnen. Gerade in Umgebungen, in denen LTSC-Versionen bewusst lange stabil gehalten werden, wird der Dateiversionsverlauf oft als ruhiger, automatischer Helfer betrachtet.
Eine unmittelbare Lösung steht bislang nicht bereit, und Microsoft lässt den Zeitpunkt einer Korrektur offen. Bis dahin berichten Nutzerberichten zufolge, dass sich der Dateiversionsverlauf auf betroffenen Systemen erst nach der Deinstallation der Windows-Updates vom September wieder wie gewohnt nutzen lässt. Aus Sicht der IT-Sicherheitsstrategie ist das allerdings ein klassischer Trade-off: Das Zurückrollen kann den Funktionsumfang wiederherstellen, öffnet jedoch gleichzeitig wieder Sicherheitslücken, die Microsoft mit dem September-Patchday geschlossen hatte. Für viele Teams heißt das praktisch, dass sie die Deinstallation nur dann in Betracht ziehen sollten, wenn der Dateiversionsverlauf für den konkreten Schutzbedarf tatsächlich kritisch ist und kurzfristig geeignete Alternativen im Betrieb bereitstehen.
Auch im größeren Kontext fällt auf: Die September-Updates waren laut Darstellung mit einer hohen Zahl geschlossener Sicherheitslücken verbunden, brachten aber offenbar zusätzlich neue Baustellen mit sich. In der Folge hat Microsoft bereits Notfallupdates nachgeschoben, um unter anderem RDP-Probleme, nicht funktionierende Ordnerfreigaben in Hyper-V sowie Probleme mit USB-Audiogeräten zu adressieren. Das Muster ist aus der Patch-Praxis bekannt: Selbst wenn die Sicherheitsseite priorisiert wird, können Änderungen in Systemkomponenten unerwünschte Nebenwirkungen auf Nutzerfunktionen haben, die nicht im gleichen Testumfang abgesichert werden. Für die Enterprise-Planung heißt das: Neben der Sicherheitsfreigabe muss auch die Funktionsvalidierung von „betriebskritischen Komfortfeatures“ wie Dateiversionsverlauf in den Testprozess.
Für die nächsten Schritte empfiehlt sich deshalb ein pragmatisches Vorgehen im Endpoint-Management: Erstens die betroffenen Windows-Varianten und Update-Stände in Inventar/Compliance sauber abgleichen, zweitens die Ereignisanzeige auf Hinweise zu Filehistory.exe und Kernelbase.dll als Diagnosepfad nutzen und drittens die Wiederherstellungsstrategie festziehen, bevor der Ernstfall eintritt. Wer Dateiversionsverlauf weiter nutzt, sollte parallel prüfen, ob andere Backup-Mechanismen die Lücke schließen, etwa durch zeitlich konsistente Schattenkopien oder zentrale Backup-Ziele. Und ganz unabhängig von der aktuellen Meldung gilt: Patch-Rollouts werden für Teams umso kontrollierbarer, je stärker sie auf klare Rollback-Kriterien, Monitoring und definierte Ausnahmen setzen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Windows September-Updates brechen Dateiversionsverlauf teilweise: Microsoft bestätigt" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Windows September-Updates brechen Dateiversionsverlauf teilweise: Microsoft bestätigt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Windows September-Updates brechen Dateiversionsverlauf teilweise: Microsoft bestätigt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!