LONDON (IT BOLTWISE) – XRP rutscht am Samstag auf ein neues Tagestief seit Ende August und steht damit erneut unter dem Einfluss eines Long Squeeze. Laut CoinGlass wurden am Freitag Positionen im Wert von mehr als 16 Mio. US-Dollar zwangsliquidiert, überwiegend aus Longs. Gleichzeitig bleibt das Long-zu-Short-Verhältnis auf OKX hoch, was den Abbau der Hebel-Überhangs erschwert. Entscheidend werden nun die Zonen um 1,15 und 1,20 US-Dollar für die kommenden Handelstage.

Der Kursrutsch bei XRP wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Auslöser-Trade: Eine scharfe Bewegung nach unten, dann erste Gegenreaktionen. Doch die Detaildaten zeigen ein anderes Muster. Am Samstag fiel XRP auf 1,1518 US-Dollar, das niedrigste Niveau seit dem 20. August, und erholte sich in den frühen Stunden mehrfach wieder. In den 24 Stunden bis zum Samstagmorgen lag die Spanne bei etwa 1,1518 bis 1,2031 US-Dollar, also rund 2,2 % Verlust. Auffällig ist dabei vor allem, dass keine klar zuordenbare Nachricht aus dem Umfeld von Ripple oder der XRP-Ledger den Abverkauf unmittelbar erklärt; die Dynamik scheint vielmehr aus dem Zusammenspiel von Leverage und Marktbreite zu entstehen.
Technisch betrachtet beschreibt ein „Long Squeeze“ einen Mechanismus, bei dem fallende Kurse die Sicherheiten gehebelter Long-Positionen unter die Mindestanforderungen drücken. Sobald die Collateral-Quote nicht mehr ausreicht, schließen die Handelsplattformen die Positionen zwangsweise und verkaufen dabei selbst. Genau dieser Ketteneffekt verstärkt die Abwärtsbewegung, bis die nächste Gruppe von Longs in den Liquidationsbereich gerät. Für XRP zeigt die Datengrundlage des Berichts: Am Freitag wurden Positionen im Wert von insgesamt 16,75 Mio. US-Dollar liquidiert, davon 16,01 Mio. US-Dollar aus Longs (95,5 %), während Short-Liquidationen mit rund 0,746 Mio. US-Dollar deutlich kleiner ausfielen. Über fünf Tage addieren sich die Verluste für gehebelte Trader laut den genannten Zahlen auf mehr als 30 Mio. US-Dollar, und auf der Handelsplattform Binance allein wurden 8,06 Mio. US-Dollar an XRP-Positionen geschlossen; hinzu kommen tausende betroffene Konten.
Der eigentliche „Knackpunkt“ für die nächsten Tage liegt weniger in der reinen Kurskerbe als in der Frage, ob die Hebelüberhänge tatsächlich aus dem System herausgespült wurden. Auf OKX steigt das Long-zu-Short-Verhältnis trotz fallender Preise weiter an: von 2,71 am 3. November über 3,77 (4. November) und 4,07 (5. November) bis auf 4,2 am 6. November. Am Samstagmorgen meldete die Plattform für den Zeitraum ab 7:00 Uhr ein Verhältnis von 4,3. In der Logik der Derivate bedeutet das: Es gibt weiterhin besonders viele Konten mit offenen Long-Positionen im Verhältnis zu offenen Shorts. Das kann zwar wie „Dip-Kaufen“ aussehen, wird aber zum Belastungsfaktor, weil jede neue gehebelte Long ihren eigenen Liquidationsbereich unterhalb des aktuellen Kurses mitbringt. Der Bericht ordnet zusätzlich eine Zone mit besonders gehäuften Long-Liquidationen um 1,1588 US-Dollar ein; dass der Kurs diese Schwelle bereits unterschritt, erklärt, warum weitere Volatilität in beide Richtungen möglich bleibt.
Auch das Open Interest liefert eine nuancierte Sicht auf den Deleveraging-Prozess. Open Interest bezeichnet die aggregierte Größe aller offenen Futures-Kontrakte zu einem Asset; fällt es, bedeutet das, dass Positionen geschlossen wurden – freiwillig oder durch Liquidation. Laut den im Text genannten OKX-Daten sank das Open Interest über mehrere Tage: von 132,1 Mio. US-Dollar am 4. November auf 122,4 Mio. US-Dollar am 5. November und weiter auf 117,1 Mio. US-Dollar am 6. November. Das entspricht einem Rückgang von knapp über 11 % in zwei Tagen. Gleichzeitig stieg das Futures-Volumen zeitweise an, mit 384,6 Mio. US-Dollar am 6. November nach 305,9 Mio. US-Dollar am Vortag. Kombiniert mit dem weiter steigenden Long-zu-Short-Verhältnis entsteht das Bild, dass alte Longs zwar teilweise geschlossen wurden, aber der Markt durch neue Longs nicht „abgeräumt“ wird, sondern der Hebelmechanismus sich eher neu einpendelt. Genau daraus lässt sich ableiten, warum der Squeeze laut Einschätzung nicht die gewünschte vollständige Entladung gebracht hat.
Für die Kursplanung ist neben der Derivate-Mechanik vor allem die Marktstruktur entscheidend: Der Text beschreibt eine „Thin Trading Band“ zwischen 1,09 und 1,15 US-Dollar, in der XRP seit längerer Zeit kaum gehandelt wurde. Ein derartiges Volumenprofil kann Bewegungen verstärken, weil weniger vergangene Kauf- und Verkaufsaufträge als „Bremse“ fungieren. In den August-Daten, die der Bericht über 100 Tage bis Juli 31 zurück nachzeichnet, schloss XRP nur an einem einzigen Tag zwischen 1,09 und 1,15 US-Dollar (am 19. August bei 1,1061). In der Folge schnellte der Kurs innerhalb eines Tages von einem Tief um 1,0879 auf einen Daily Close von 1,2685. Das zeigt, wie abrupt sich Preisbewegungen in solchen „Lücken“ entwickeln können: Fehlt dort sichtbare Liquidität, verlagert sich die Preisfindung kurzfristig stärker auf Derivate-Impulse. Auf der Oberseite nennt der Bericht als zentralen Prüfpunkt das Areal um 1,20 US-Dollar; darunter dominiert dagegen das Risiko, dass ein Bruch von 1,15 den Weg in Richtung der August-Tiefs öffnet, während ein Stabilisieren zwischen 1,15 und 1,19/1,20 die nächsten Tage eher als Range-Handel erscheinen lassen dürfte.
Darüber hinaus verändert die Nachfrage-Seite die Lage. Der Bericht verweist darauf, dass US-Spot-XRP-ETFs seit dem 29. Oktober keine Zuflüsse mehr erhalten haben; die jüngsten Nettovermögen werden mit rund 1,41 Mrd. US-Dollar beziffert. In einem Umfeld ohne diese zusätzliche, relativ stetige Nachfrage hängt der Kurs damit stärker von der Derivatelogik ab. Timing-mäßig passt dazu die Beobachtung, dass Bitcoin im betrachteten Zeitraum nur seitwärts tendierte, während XRP spürbar verlor. Für Unternehmen und Trader ist das deshalb relevant, weil „schlechte Nachrichten“ nicht zwingend Voraussetzung sind, damit ein Coin hart unter die Räder kommt: Ein einseitig gehandelter Futures-Markt kann bei schwächerer Gesamtnachfrage die Volatilität allein über Leverage verstärken. Wer mit Hebel handelt, sollte deshalb nicht nur Stop-Loss-Mechaniken betrachten, sondern vor allem die Liquidationshöhe des eigenen Setups verstehen.
Für Trader, insbesondere in Deutschland, bleiben daraus zwei praktische Leitplanken. Erstens: Der Bericht nennt als grobe Orientierung, wie sich Liquidationsniveaus mit Hebelgrößen verschieben können. Bei zehnfacher Hebelwirkung, geöffnet bei 1,19 US-Dollar, läge der Liquidationsbereich demnach ungefähr bei 1,08 bis 1,09 US-Dollar – nahe dem August-20-Tief. Bei fünffacher Hebelwirkung verschiebt sich die Schwelle entsprechend deutlich nach unten. Zweitens: Ohne Hebel bleibt das Risiko anders gelagert; hier zählt vor allem die Orderausführung, etwa über Limit-Orders, damit ein schneller Move nicht zu ungünstigen Füllpreisen führt. Für Steuern nennt der Text zudem den deutschen Rahmen einer Haltedauer von mehr als zwölf Monaten für steuerfreie Gewinne; Verkäufe innerhalb eines Jahres können hingegen Verluste mit anderen privaten Veräußerungsgewinnen verrechnen. Das sind keine Kursprognosen, aber sie bestimmen, wie schmerzhaft eine kurzfristige Fehlentscheidung wirtschaftlich wird.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "XRP unter Druck: Long Squeeze, 16 Mio. Liquidationen und klare Levels bis Mitte November" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "XRP unter Druck: Long Squeeze, 16 Mio. Liquidationen und klare Levels bis Mitte November" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »XRP unter Druck: Long Squeeze, 16 Mio. Liquidationen und klare Levels bis Mitte November« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!