LONDON (IT BOLTWISE) – Auf dem aktuellen Demo Day rücken bei einem VC-Panel vor allem Deep-Tech-Startups in den Vordergrund. Die Liste umfasst unter anderem schwimmende, kernkraftbetriebene Rechenzentren, optische Switching-Hardware für KI-Cluster sowie neue Ansätze für Roboter-Daten, Robotik-API und spezialisierte Inferenzchips. Insgesamt wirkt das Umfeld weniger von „Hype-Multiples“ getrieben als früheren Jahrgängen. Entscheidend wird jetzt, welche dieser Teams ihre technischen Versprechen in skalierbare Produkte überführen.

Der jüngste Demo Day zeigt ein Muster, das in den vergangenen Quartalen immer deutlicher wurde: Künstliche Intelligenz ist nicht nur Thema in Software-Decks, sondern zunehmend ein Fertigungs- und Infrastrukturprojekt. Statt ausschließlich „SaaS auf Basis von großen Sprachmodellen“ standen bei der Auswahl durch mehrere Early-Stage-Investoren physische Engpässe im Mittelpunkt. Ob Energieversorgung, Netzwerkbandbreite, Speicherzugriffe oder die Datengrundlage für Robotik – die Teams adressieren konkrete Bottlenecks, die in KI-Implementierungen schon heute die Kosten und die Latenz bestimmen.
Besonders auffällig ist der Vorschlag von Automarine, Rechenzentren als schwimmende Einheiten zu betreiben. Das Startup plant kernkraftbasierte Antriebe für Data-Center-Assets auf dem Wasser und begründet den Ansatz mit der Versorgungslage: Rechenleistung wird knapp, während lokale Widerstände gegen neue Standorte wachsen. Technisch zielt das Konzept auf effiziente Kühlung ab, indem die Umgebung des Meeres über das System genutzt werden soll. Für die Umsetzung nennt das Unternehmen einen zeitlichen Stufenplan mit einem Pilot in der Größenordnung eines gasbasierten Betriebs bis 2028 und einer späteren Umstellung auf schwimmende Nuklear-Plattformen.
Mit Dipole Labs rückt ein anderes Element der KI-Infrastruktur in den Fokus: die Datenbewegung zwischen GPUs. In vielen Clustern entstehen Leistungs- und Effizienzverluste dadurch, dass Daten an jeder Schaltstelle wieder von Licht in elektrische Signale umgewandelt und anschließend erneut zurückgeführt werden müssen. Dipole Labs positioniert sich deshalb mit einem optischen Switch, der den Umweg auslassen soll, sodass Daten als Licht im relevanten Pfad bleiben. Für Betreiber großer KI-Trainings- oder Inferenzumgebungen ist das nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit, sondern auch der Verlustleistung und Wärmeabfuhr – also der Frage, wie stark sich zusätzliche Rechenknoten über das Kühl- und Stromsystem überhaupt skalieren lassen.
Auch bei Lamb Labs dreht sich alles um den Energie- und Speicherhunger von Inferenz. Klassische KI-Chips verbringen beim Ausführen vieler Modelle signifikante Zeit damit, Modellgewichte aus Speicherbereichen nachzuladen. Die Idee hinter den „Model Processing Units“ ist, diese Gewichte direkt in Silizium zu verankern, wodurch ein Teil der Speicherbandbreitenprobleme systematisch wegfallen soll. Die Architektur wirkt damit weniger wie ein universeller Beschleuniger und mehr wie ein Modell-spezifischer Inferenzpfad, der auf Effizienz getrimmt ist. Genau an diesem Punkt wird im Markt deutlich, warum Deep-Tech derzeit so viel VC-Aufmerksamkeit bindet: Je näher man an die reale Kostenstruktur einer KI-Workload herankommt, desto mehr Hebel lassen sich meist in Produkt und Preisgestaltung umsetzen.
Während Hardware-Teams die Infrastrukturseite optimieren, adressieren Praxis AI und Nori die Daten- und Robotik-Ebene. Praxis AI sammelt nach eigener Beschreibung reale Video- und Arbeitsdaten aus unterschiedlichen Umgebungen, um Robotern Trainingsmaterial zu liefern, das menschliche Tätigkeiten näher abbildet als synthetische Simulationen allein. Damit hängt die Erfolgschance weniger an „mehr Daten“ als an der Frage, welche Tätigkeiten überhaupt trainierbar und in der Praxis robust sind. Nori verfolgt derweil einen stärker konsumorientierten Weg: Das Startup ist laut Bericht sehr früh im Markt und verkauft einen humanoiden Roboter für Alltagsaufgaben wie das Sortieren und Falten von Wäsche. Entscheidend wird hier, ob sich der Preisvorteil gegenüber teureren Humanoiden langfristig durch Zuverlässigkeit, Ersatzteilversorgung und eine nutzerfreundliche Steuerung rechtfertigen lässt.
Cosmic Robotics und Isengard Industries zeigen dagegen, wie breit das Robotik-Spektrum inzwischen verstanden wird – vom schweren „Industrial-Lift“ bis hin zu verteidigungsnahen Anwendungen. Cosmic Robotics setzt auf autonome Robotersysteme, die schwere Arbeiten übernehmen sollen, und verknüpft das mit dem langfristigen Mars-Visionsthema; als Indikator nennt das Unternehmen bereits Verträge für Arbeiten bis 2027. Isengard Industries zielt auf die lokale Fertigung von jet-gestützten Angriffs- und Gegen-Drohnen in verbündeten Ländern und argumentiert mit Kostendruck gegenüber großen Auftragnehmern. Für Investoren sind solche Programme besonders heikel und gleichzeitig attraktiv: Die Hürde liegt nicht nur in der Technik, sondern auch in Fertigungs- und Integrationsketten, also in der Frage, ob aus Prototypen wiederholbare Lieferfähigkeit wird.
Schließlich runden Parasma und Waddle Labs das Bild ab – mit Ansätzen, die man eher in Forschungs- als in Produktumgebungen erwartet. Parasma untersucht die Nutzung menschlicher Hirnzellen als potenziell energieeffiziente Rechenbasis, also einen Biokompatibilitäts- und Architekturansatz, der die klassischen Hardwaregrenzen neu adressieren will. Waddle Labs wiederum setzt auf eine „KI-Engine“ für Robot Control: Anstatt komplette Robotik-Modelle nur aus Rohdaten oder Teleoperation aufzubauen, soll eine API mit LLM-Agenten die Steuerlogik in ausführbaren Code übersetzen, Hardware konfigurieren und den Ablauf prüfen – laut Darstellung in kurzer Zeit. Wenn sich diese Kette aus natürlicher Eingabe, Codegenerierung und Verifikation tatsächlich automatisieren lässt, könnte das den Einstieg für Entwickler stark verkürzen und den Weg zu „Robotern als Plattform“ beschleunigen, ähnlich wie Cloud-APIs früher die Softwareintegration demokratisierten.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "YC-Demo-Day: Neun KI-Startups aus dem Deep-Tech-Cluster im Fokus von VCs" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "YC-Demo-Day: Neun KI-Startups aus dem Deep-Tech-Cluster im Fokus von VCs" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »YC-Demo-Day: Neun KI-Startups aus dem Deep-Tech-Cluster im Fokus von VCs« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!