LONDON (IT BOLTWISE) – Die Implementierung von Zero Trust stellt viele Unternehmen vor Herausforderungen, da Sicherheitswerkzeuge oft nicht zuverlässig Signale austauschen. Das Shared Signals Framework (SSF) bietet eine standardisierte Lösung, um diese Hürde zu überwinden. Doch die Akzeptanz ist bisher ungleichmäßig verteilt.

Zero Trust ist ein Sicherheitskonzept, das darauf abzielt, die Angriffsfläche von Unternehmen zu verkleinern und schneller auf Bedrohungen zu reagieren. Dennoch kämpfen viele Organisationen mit der Umsetzung, da ihre Sicherheitswerkzeuge oft keine zuverlässigen Signale austauschen. Laut einer Studie von Accenture haben 88 % der Unternehmen erhebliche Herausforderungen bei der Implementierung solcher Ansätze erlebt. Wenn Produkte nicht kommunizieren können, brechen Echtzeit-Zugriffsentscheidungen zusammen.
Das Shared Signals Framework (SSF) bietet eine standardisierte Methode zum Austausch von Sicherheitsereignissen, um dieses Problem zu lösen. Dennoch ist die Akzeptanz des Frameworks ungleichmäßig. Ein Beispiel hierfür ist Kolide Device Trust, das derzeit SSF nicht unterstützt. Scott Bean, Senior IAM und Security Engineer bei MongoDB, hat einen Ansatz vorgeschlagen, der es Teams erleichtert, SSF in ihrer Umgebung zu operationalisieren.
Ein zentrales Element von Zero Trust ist die kontinuierliche und zuverlässige Übermittlung von Signalen über Benutzer- und Geräteposturen. Viele Werkzeuge unterstützen jedoch SSF für das Continuous Access Evaluation Protocol (CAEP) nicht, was den Austausch oder die Nutzung dieser Signale erschwert. Teams stehen oft vor drei Herausforderungen: Werkzeuge fehlen native SSF-Unterstützung, Signale erfordern Anreicherung oder Korrelation, und das Management von SSF-Endpunkten und Token-Handling erhöht den Aufwand.
Um diese Interoperabilität zu gewährleisten, hat Scott Bean einen SSF-Transmitter entwickelt, der Kolide-Probleme in CAEP-Ereignisse umwandelt. Da SSF auf HTTPS-Anfragen basiert, funktioniert der OpenID-Standard mit Tines’ HTTP Action. Scott entwickelte einen neuen Workflow, der Kolide Device Trust mit Tines integriert und es ermöglicht, SSF-Signale an Okta zu senden. Wenn ein Gerät nicht konform ist, sendet Kolide eine Nachricht an den Workflow über einen Webhook. Tines bereichert das Signal, stellt sicher, dass es einem Benutzer zugeordnet werden kann, erstellt ein Security Event Token (SET) und sendet es dann an Okta.
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