DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Telekom kündigt eine Rekorddividende von einem Euro je Aktie an, gestützt durch starke Ergebnisse ihrer US-Tochter T-Mobile. Während die US-Zahlen glänzen, bleibt das Deutschland-Geschäft hinter den Erwartungen zurück. Ein neues KI-Rechenzentrum in München soll jedoch neue Impulse setzen.

Die Deutsche Telekom hat angekündigt, die höchste Dividende ihrer Geschichte auszuschütten, was vor allem auf die starken Geschäftszahlen ihrer US-Tochter T-Mobile zurückzuführen ist. Der Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges betonte, dass die Aktionäre von der Stärke des Unternehmens profitieren sollen. Die Dividende für 2025 soll auf einen Euro pro Aktie angehoben werden, nachdem sie zuvor bei 0,90 Euro lag.
Das Unternehmen rechnet für 2025 mit einem bereinigten operativen Ergebnis von rund 45,3 Milliarden Euro, was eine Steigerung gegenüber den zuvor prognostizierten 45 Milliarden Euro darstellt. Auch der Free Cash Flow soll mit 20,1 Milliarden Euro höher ausfallen als ursprünglich geplant. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf den Zukauf der Mobilfunksparte von US Cellular zurückzuführen, den T-Mobile im August abgeschlossen hat.
Im dritten Quartal konnte die Telekom ihren Umsatz organisch um 3,3 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro steigern. Trotz eines Rückgangs des Free Cash Flows um 9,2 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro übertraf dieser dennoch die Analystenprognosen. Während die US-Zahlen stark sind, schwächelt das Deutschland-Geschäft. Der Umsatz im Segment Deutschland ging um 1,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurück, was auf geringere Einnahmen aus dem Verkauf von Endgeräten und den Wegfall von Erlösen aus der Sublizensierung von Übertragungsrechten zurückzuführen ist.
Um dem entgegenzuwirken, plant die Telekom ein neues Projekt in München: ein Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz, das in Zusammenarbeit mit einem US-Chipkonzern und dem Dax-Konzern SAP entstehen soll. Dieses ambitionierte Vorhaben soll innerhalb von sechs Monaten realisiert werden, obwohl der Bau neuer Rechenzentren in Deutschland üblicherweise zwei Jahre oder länger dauert.
Die USA bleiben der Wachstumstreiber des Konzerns, wobei T-Mobile US rund zwei Drittel zum Gesamtumsatz beiträgt. Mit einer Million neuer Vertragskunden übertraf T-Mobile die Erwartungen deutlich. Seit November wird T-Mobile von Srini Gopalan geleitet, der das Geschäft mit Breitband- und Glasfaserkunden ausbauen möchte. Er betonte, dass das Unternehmen nach neuen Übernahmezielen Ausschau hält und strategisch in Washington gut positioniert ist.
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