BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Sicherheitslücke in Red Hat Enterprise Linux (iperf3) ermöglicht es Angreifern, aus der Ferne Code auszuführen. Diese Schwachstelle betrifft auch Oracle Linux und UNIX-Systeme. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits Empfehlungen zur Behebung veröffentlicht.

Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke in Red Hat Enterprise Linux (iperf3) sorgt für Besorgnis in der IT-Sicherheitsbranche. Diese Schwachstelle, die auch Oracle Linux und UNIX betrifft, ermöglicht es Angreifern, aus der Ferne Code auszuführen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 29. Januar 2026 einen Sicherheitshinweis veröffentlicht, der die Dringlichkeit der Situation unterstreicht.
Die Schwachstelle wurde mit der CVE-Nummer CVE-2025-54349 klassifiziert und weist einen CVSS Base Score von 6,5 auf, was sie als mittelschwer einstuft. Der CVSS Temporal Score von 5,7 zeigt, dass die Bedrohungslage zeitlich variabel ist. Diese Bewertung hilft IT-Sicherheitsverantwortlichen, die Priorität von Gegenmaßnahmen besser einzuschätzen und entsprechend zu handeln.
Red Hat Enterprise Linux ist eine weit verbreitete Linux-Distribution, die in vielen Unternehmen und Organisationen weltweit eingesetzt wird. Die Möglichkeit, dass ein entfernter, anonymer Angreifer diese Schwachstelle ausnutzen könnte, um einen Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen oder sogar beliebigen Code auszuführen, stellt ein erhebliches Risiko dar. Daher ist es entscheidend, dass betroffene Systeme umgehend aktualisiert werden.
Das BSI empfiehlt, die neuesten Sicherheitspatches und Workarounds zu installieren, die von den Herstellern bereitgestellt werden. Oracle hat bereits das Security Advisory ELSA-2026-1595 veröffentlicht, das weitere Informationen und Anweisungen zur Behebung der Schwachstelle enthält. Auch Red Hat hat mehrere Security Advisories herausgegeben, die auf ihrer Website zugänglich sind.
IT-Sicherheitsverantwortliche sollten regelmäßig die Verfügbarkeit neuer Sicherheitsupdates überprüfen und diese zeitnah implementieren. Anwender der betroffenen Systeme sind angehalten, ihre Software auf dem neuesten Stand zu halten, um das Risiko eines Angriffs zu minimieren. Bei Unsicherheiten oder Fragen sollten sie sich an ihren zuständigen Administrator wenden.
Die Entdeckung dieser Schwachstelle unterstreicht die Notwendigkeit eines proaktiven Sicherheitsmanagements in Unternehmen. Angesichts der zunehmenden Komplexität und Vernetzung von IT-Systemen ist es unerlässlich, dass Sicherheitslücken schnell identifiziert und behoben werden, um die Integrität und Verfügbarkeit von IT-Infrastrukturen zu gewährleisten.
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