BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Energieverbrauch von Kaffeevollautomaten variiert erheblich, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. Während das sparsamste Modell nur 100 Wattstunden pro Tag benötigt, verbraucht das ineffizienteste Modell das Dreizehnfache. Auch andere Zubereitungsmethoden wie Filterkaffeemaschinen und Mokka-Pots weisen deutliche Unterschiede im Stromverbrauch auf.

In der heutigen Zeit, in der Energieeffizienz und Kosteneinsparungen immer wichtiger werden, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf den Stromverbrauch von Kaffeevollautomaten zu werfen. Eine Untersuchung des Verbraucherportals Chip365 hat gezeigt, dass es erhebliche Unterschiede im Energieverbrauch dieser Geräte gibt. Das sparsamste Modell, die WMF Perfection 750, verbrauchte im Testzyklus lediglich 100 Wattstunden pro Tag. Bei einem Strompreis von 0,4 Euro pro Kilowattstunde belaufen sich die jährlichen Energiekosten auf nur 14,60 Euro.
Im Gegensatz dazu steht das Modell Krups EA 875E Intuition Preference+, das mit einem täglichen Verbrauch von 1.300 Wattstunden getestet wurde. Dies führt zu jährlichen Stromkosten von 189,80 Euro, was das Dreizehnfache des sparsamsten Modells ausmacht. Der größte Strombedarf entsteht beim Aufheizen und Brühen, während der Stand-by-Modus mit durchschnittlich 10 Wattstunden pro Tag kaum ins Gewicht fällt.
Auch andere Methoden der Kaffeezubereitung wurden untersucht, darunter einfache Filtermaschinen, Mokka-Pots und das Aufkochen von Wasser mit anschließendem Filtern. Die Swiss Alpine Laboratories for Energy Efficiency (S.A.L.T.) fanden heraus, dass das Aufkochen von Wasser im Wasserkocher mit einem jährlichen Stromverbrauch von 25 Kilowattstunden am sparsamsten ist. Dies entspricht bei gleichem Strompreis lediglich 10 Euro im Jahr.
Die Filterkaffeemaschine zeigte sich ebenfalls als energieeffizient, vorausgesetzt, die Heizplatte wird nach 20 Minuten abgeschaltet. Der jährliche Verbrauch beträgt dann 33 Kilowattstunden. Die Tester betonten, dass die Heizplatte einen wesentlichen Beitrag zum Stromverbrauch leistet. Kapselmaschinen schnitten ähnlich ab wie die Vollautomaten, wobei der Jahresverbrauch zwischen 35 und 140 Kilowattstunden lag.
Der Mokka-Pot, ein traditionelles Gerät, dessen Stromverbrauch stark davon abhängt, wie er erhitzt wird, zeigte sich im Mittelfeld. Auf einer kleinen, passenden Herdplatte beträgt der Jahresstrombedarf 36 Kilowattstunden, während er bei Nutzung einer großen Herdplatte auf 92 Kilowattstunden ansteigt. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Wahl der Zubereitungsmethode und die Art der Nutzung erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben können.
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