LOUISIANA / LONDON (IT BOLTWISE) – Meta plant ein gigantisches KI-Rechenzentrum in Louisiana, das den Energieverbrauch eines ganzen Bundesstaates erreichen könnte. Trotz der enormen Investitionen und der damit verbundenen ökologischen Herausforderungen bleibt das Unternehmen optimistisch. Die Aktie steht jedoch unter Druck, da Investitionskosten und rechtliche Risiken die Zukunftsaussichten trüben.

Meta, das Unternehmen hinter Facebook, plant den Bau eines gigantischen KI-Rechenzentrums in Louisiana, das nach seiner Fertigstellung so viel Strom verbrauchen wird wie der gesamte US-Bundesstaat South Dakota. Dieses Projekt, bekannt als ‘Hyperion’, ist Teil von Metas ehrgeizigem Plan, seine KI-Infrastruktur massiv auszubauen. Die Investition beläuft sich auf 27 Milliarden Dollar, was nicht nur die Energiekosten, sondern auch den CO₂-Ausstoß erheblich in die Höhe treibt.
Um den enormen Energiebedarf zu decken, finanziert Meta den Bau von zehn Gaskraftwerken in Louisiana. Diese sollen eine Leistung von insgesamt 5.200 Megawatt liefern, was etwa dem Fünffachen des täglichen Stromverbrauchs von New Orleans entspricht. Trotz der geplanten Integration von 2.500 Megawatt Solarkapazität und Batteriespeichern bleibt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein kritischer Punkt, der Metas Netto-Null-Ziel erheblich unter Druck setzt.
Zusätzlich zu den Gaskraftwerken setzt Meta auf Atomkraft, um seinen Energiebedarf zu decken. Partnerschaften mit Reaktorentwicklern wie TerraPower und Oklo sowie dem Energieversorger Vistra sollen den Zugang zu bis zu 6,6 Gigawatt Kernkraft ermöglichen. Das 1-Gigawatt-Rechenzentrum ‘Prometheus’ in Ohio soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, während ‘Hyperion’ in Louisiana voraussichtlich 2028 folgen wird.
Die Aktie von Meta steht unter erheblichem Druck, da sie rund 27 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 796,25 Dollar notiert. Zwei Hauptfaktoren belasten die Aktie: die angekündigten Investitionsausgaben von 115 bis 135 Milliarden Dollar für 2026 sowie Unsicherheiten rund um Zölle und die Werbekonjunktur. Hinzu kommen juristische Rückschläge, da Gerichte in New Mexico und Kalifornien Meta für angebliche Schäden an Minderjährigen haftbar gemacht haben.
Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich das operative Geschäft von Meta robust. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 59,89 Milliarden Dollar, was einem Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die KI-Werbeplattform Advantage+ und der neue Abodienst Instagram Plus tragen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Analysten erwarten für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von rund 55,4 Milliarden Dollar.
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