TIANJIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Hacker oder eine Gruppe namens ‘FlamingChina’ behauptet, über 10 Petabyte hochsensibler militärischer Informationen aus dem Nationalen Supercomputing-Zentrum in Tianjin gestohlen zu haben. Die Daten sollen unter anderem Simulationen von Flugzeugen, Raketen und Bomben enthalten. Experten vermuten, dass der Datenklau über mehrere Monate hinweg mithilfe eines Botnets erfolgte.

Ein Hacker, der sich ‘FlamingChina’ nennt, hat angeblich über 10 Petabyte an sensiblen militärischen Daten aus dem Nationalen Supercomputing-Zentrum in Tianjin, China, gestohlen. Diese Daten sollen Simulationen von Flugzeugen, Raketen und Bomben umfassen und von bedeutenden Organisationen wie der Aviation Industry Corporation of China (AVIC) und der Commercial Aircraft Corporation of China (COMAC) stammen. Die Echtheit der Daten wird noch überprüft, doch erste Analysen deuten darauf hin, dass sie echt sein könnten.
Der Hacker bietet dieses potenziell rekordverdächtige Datenset für mehrere hunderttausend Dollar in Kryptowährung zum Verkauf an. Die Daten wurden angeblich über einen Zeitraum von sechs Monaten mithilfe eines Botnets extrahiert, das die Daten in kleinen Paketen von mehreren Supercomputer-Servern gleichzeitig herunterlud. Diese Methode sollte verhindern, dass Verteidigungsmechanismen einen großen Datenabfluss entdecken.
Das Nationale Supercomputing-Zentrum in Tianjin, das 2009 eröffnet wurde, bietet über 6.000 Entitäten Rechenleistung für komplexe Simulationen. Es wird von militärischen, zivilen und industriellen Einrichtungen genutzt, um unter anderem Luftfahrtmodellierungen und nukleare Detonationssimulationen durchzuführen. Die gestohlenen Daten könnten daher für ausländische Geheimdienste von großem Interesse sein.
Cybersecurity-Experten vermuten, dass der Angriff durch die Nutzung von Schwachstellen in der Architektur des Supercomputers und nicht durch Malware ermöglicht wurde. Ein kompromittiertes VPN-Domain soll dem Hacker den Zugang verschafft haben. Die Auswirkungen dieses Datenlecks könnten weitreichend sein, insbesondere wenn die Daten in die Hände von ausländischen Geheimdiensten gelangen.
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