LONDON (IT BOLTWISE) – WhatsApp arbeitet an einer neuen Login-Option, die statt einer sechsstelligen PIN ein Passwort mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen vorsieht. Die Funktion befindet sich noch in Entwicklung, ein Beta-Release für Tester steht aus. Nutzer sollen dabei voraussichtlich selbst entscheiden, ob sie umstellen, während Zwei-Faktor-Einstellungen künftig zentral in den Kontoverwaltung wandern. Für Unternehmen ist das vor allem deshalb relevant, weil KI-gestütztes Phishing und Angriffe auf Mobilgeräte weiter Druck auf die Authentifizierung ausüben.

WhatsApp macht bei der Kontosicherheit ausgerechnet bei dem Element eine Bewegung, das im Alltag meist nur als „Zahlen-Fallback“ wahrgenommen wird: die 6-stellige PIN. Laut der aktuellen Planung soll der Messenger künftig auch einen Passwort-Login unterstützen, der Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombiniert. Die Idee dahinter ist relativ geradlinig: Eine rein numerische PIN ist zwar schnell eingegeben, aber ihr Suchraum bleibt begrenzt und damit leichter zu beeinflussen als Passwörter mit deutlich höherer Komplexität.
Technisch betrachtet verschiebt sich damit nicht nur die Benutzeroberfläche, sondern auch die zentrale Frage, wie ein Konto gegen automatisierte Versuche geschützt wird. Bei einer PIN dominiert oft die Erwartung, dass rate-limiting und Verifikation in Zwei-Schritt-Setups reichen. Ein Passwort schafft hingegen mehr Entropie pro Versuch, setzt aber gleichzeitig auf robuste Schutzmechanismen rund um das Login, etwa Sperrlogiken, zusätzliche Checks und die Frage, wie zuverlässig Nutzer ihre Zugangsdaten im eigenen Geräte-Ökosystem schützen. Dass die Passwort-Option zunächst „noch in der Entwicklung“ steckt und ein Release für Beta-Tester noch aussteht, deutet zudem darauf hin, dass WhatsApp die Usability und die Missbrauchsrisiken im Zusammenspiel prüfen will.
WhatsApp plant außerdem, die Umstellung voraussichtlich nicht zu erzwingen. In den Kontoeinstellungen soll sich die Verifizierung in zwei Schritten künftig voraussichtlich dort verwalten lassen, wo Nutzer ohnehin ihre Konto-Parameter steuern. Diese Verschiebung ist aus Security-Sicht nicht nur kosmetisch: Wenn Einstellungen für zweite Faktoren an einer konsistenten Stelle landen, sinkt erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer Schutzfunktionen aus Versehen nicht aktivieren oder bei einem Gerätewechsel nicht korrekt nachziehen. Für Administratoren und Sicherheitsverantwortliche ist das indirekt wichtig, weil sich damit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Schutzfunktionen auch im Alltag tatsächlich genutzt werden.
Der eigentliche Branchenkontext zeigt jedoch, dass der Streit „PIN versus Passwort“ nur eine Etappe einer breiteren Entwicklung ist. Viele Anbieter gehen parallel auf passwortlose Mechanismen zu, etwa auf Passkeys: Web.de und GMX haben für ihre Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Anmeldung per Passkey freigeschaltet, sodass Login über Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder eine Geräte-PIN läuft. Microsoft verlagert bei Geschäftskunden ebenfalls zunehmend auf passwortlose Authentifizierung, während Google für einen Sonderfall der Kontowiederherstellung ein Selfie-Video mit Kopfbewegungen verlangt und eine Lebenderkennung zur Verifikation einsetzen will. Das illustriert die Richtung: Weg von wiederverwendeten Secrets, hin zu kryptografisch stärker verankerten Gerätenachweisen und Biometrie-gestützten Faktoren.
Warum diese Entwicklung gerade jetzt beschleunigt wird, lässt sich an der Bedrohungslage festmachen. Die Quelle nennt für das erste Quartal allein rund 2,67 Millionen Angriffe auf Mobilgeräte durch Cyberkriminelle. Besonders relevant für das Enterprise-Umfeld ist dabei die Kombination aus KI-gestütztem Phishing und Methoden, die herkömmliche Zwei-Faktor-Authentifizierungen umgehen können. Wenn Angreifer nicht nur Zugangsdaten abgreifen, sondern Authentifizierungsschritte „überlisten“ oder Benutzer in irreführende Flows manövrieren, verliert selbst ein solides Passwort- oder PIN-Konzept an Wirksamkeit, sofern die gesamte Prozesskette nicht zusammen gedacht wird.
Gleichzeitig liefern polizeiliche Erfolge ein konkretes Bild davon, wie zentral Konto- und Zugangsdaten in Angriffsinfrastrukturen sind. Im Rahmen der „Operation Olympus Blade“ sollen Ermittlungsbehörden eine Phishing-Plattform zerschlagen haben, über die monatlich tausende Kampagnen abgewickelt wurden. Solche Plattformen zielen oft auf Zugangsdaten für Finanz- und Kommunikationsdienste – genau damit wird die geplante Passwort-Option bei WhatsApp zu einem Baustein in einem größeren Gesamtbild. Sie ersetzt zwar keine passwortlosen Konzepte, kann aber als zusätzlicher Schutzlayer dienen, wenn Nutzerfälle weiterhin Passwörter benötigen oder wenn Passkey-Mechanismen noch nicht überall gleich verfügbar sind.
Für Unternehmen bedeutet die Gemengelage: Es reicht nicht, eine einzelne Änderung am Login zu beobachten. Stattdessen sollten IT-Teams prüfen, wie neue Authentifizierungsoptionen in den eigenen Sicherheitsprozess passen, insbesondere bei Mitarbeitergeräten, bei Risikostufen für Konten und bei der Verwaltung von Zwei-Schritt-Einstellungen. Wenn WhatsApp seine Passwort-Option in der Beta testet und die Umstellung optional macht, sollten sich Verantwortliche darauf vorbereiten, dass spätere Rollouts auch neue UI-Logik für Konto- und Verifikationsregeln mitbringen. Der wirksamste Effekt entsteht dann, wenn technische Verbesserungen mit klarer Nutzerführung zusammenkommen: moderne Authentifizierungskonzepte, konsequente Gerätehygiene und die Fähigkeit, kompromittierte Zugänge schnell zu erkennen und zu ersetzen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "WhatsApp plant Passwort-Login statt PIN: Optionen, Passkeys und warum das zählt" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "WhatsApp plant Passwort-Login statt PIN: Optionen, Passkeys und warum das zählt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »WhatsApp plant Passwort-Login statt PIN: Optionen, Passkeys und warum das zählt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!