NRW / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle DAK-Auswertung zeigt erstmals: Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund für Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Gleichzeitig berichten viele Beschäftigte, dass echte Erholung im Urlaub ausbleibt, weil Stress und Erschöpfung bereits mit in die Ferien gehen. Die Analyse nennt klare Warnsignale wie anhaltende Müdigkeit und geringe Freude an sonst angenehmen Aktivitäten. Für Unternehmen und Politik wird damit der Druck auf Prävention, Therapieplätze und bessere Arbeitsgestaltung spürbar.

Dass Urlaub erholt, gilt für viele Beschäftigte inzwischen eher als Wunschbild. In einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Doctolib gaben 52 Prozent der Befragten an, sie merkten erst im Urlaub, wie erschöpft sie wirklich seien. Besonders kritisch: 32 Prozent erleben kaum oder gar keinen Erholungseffekt. Für die betriebliche Praxis ist das mehr als eine Momentaufnahme, denn es verschiebt den Fokus von „Heilung nach Belastung“ hin zu „Belastung, die schon vor dem Urlaub beginnt“.
Die zweite Ebene ist die Erklärung, warum Regeneration ausbleibt. Laut der Umfrage gehen 46 Prozent der Arbeitnehmer bereits mit hohem Stresslevel in die Ferien. Auch wenn das klassische Bild von Überstunden und Daueranspannung bekannt ist, liefern die Daten eine zusätzliche Schärfe: Die Erschöpfung zeigt sich nicht nur abends oder nach Feierabend, sondern kann schon morgens präsent sein. Der Psychiater Volker Busch warnt sinngemäß davor, dass anhaltende Erschöpfung über Wochen hinweg die Leistungsfähigkeit spürbar senken kann. Dazu kommen emotionale Überempfindlichkeit und der Verlust von Freude an Aktivitäten, die sonst als angenehm gelten.
Spätestens hier wird deutlich, warum das Thema in der Arbeitswelt nicht als individuelles „Privatproblem“ abgetan werden kann. Die DAK-Krankenstandsanalyse für das erste Halbjahr 2026 nennt den konkreten Wendepunkt: Psychische Erkrankungen sind erstmals die häufigste Ursache für Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Krankschreibungen um neun Prozent. Dr. Andrea Benecke, Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, fordert deshalb schnelle politische Maßnahmen und kritisiert Kürzungen bei der ambulanten Psychotherapie als kontraproduktiv. Wenn gleichzeitig die Nachfrage hoch bleibt, verschiebt sich die Versorgungsrealität nicht nur zeitlich, sondern auch risikoärmer: Wer zu lange wartet, landet schneller in längeren Ausfallzeiten.
Bemerkenswert ist auch, wie eng sich der Blick auf psychische Belastung mit der Frage nach Rahmenbedingungen im Alltag verknüpft. Selbst im Urlaub bleibt für viele die Erreichbarkeit bestehen: Laut einer Bitkom-Umfrage sind 66 Prozent der Berufstätigen auch in den Ferien für dienstliche Belange verfügbar. Juristisch ist dabei der Grundsatz klar: Urlaub dient der Erholung, eine Pflicht zur Erreichbarkeit besteht nicht. Kommt es dennoch dazu, wird der Urlaubstag nicht einfach „privat umgeschrieben“, sondern muss entsprechend gutgeschrieben werden. Und wer auf Wunsch der Führungskraft freiwillig aus dem Urlaub zurückkehrt, hat Anspruch auf Kostenerstattung und eine Gutschrift der verfallenen Tage; eine einseitige Rücknahme des genehmigten Urlaubs gilt nur in extremen Ausnahmefällen. Für Unternehmen heißt das: Eine Kultur dauerhafter Verfügbarkeit ist nicht nur psychologisch, sondern auch organisatorisch teuer.
Gleichzeitig zeigt die Berichterstattung, dass Erschöpfung nicht automatisch psychisch ist. Mediziner Dr. Carsten Lekutat beschreibt Erschöpfung als SOS-Signal des Körpers und nennt als mögliche Ursachen Stoffwechselstörungen, hormonelle Probleme oder Nährstoffmangel. Er betont zudem, dass selbst äußere Merkmale wie Stielwarzen auf eine Insulinresistenz hinweisen können. Diese Perspektive ist wichtig, weil sie die Versorgungspfade entkoppelt: Wenn körperliche Ursachen übersehen werden, bleibt die Therapie entweder wirkungslos oder sie verzögert sich. Als Abklärung empfehlen Ärztinnen und Ärzte ein umfassendes Blutbild mit Parametern zu Eisen, Schilddrüse, Blutzucker und Entzündungswerten. Als Gegenstrategien werden Stressmanagement, entzündungshemmende Ernährung, Bewegung und gezielte Supplementierung genannt.
Für die Gesamtwirkung spielt aber auch der Markt- und Kontextfaktor eine Rolle: Urlaub ist in Deutschland für viele ein zentraler Mechanismus zur Erholung. Eine HolidayCheck-Erhebung nennt Zahlen, die die Bedeutung unterstreichen: 64 Prozent der Befragten verfügen über 26 bis 30 Urlaubstage pro Jahr, 70 Prozent bewerten diese Zeit als sehr wichtig. Gleichzeitig zeigt ein Teil der Antworten ein bemerkenswertes Umdenken: Ein Drittel wäre bereit, für zusätzliche Urlaubstage sogar auf Gehalt zu verzichten. Sprachhistorisch erinnert „Urlaub“ dabei an „Erlaubnis“ oder „Lizenz zum Weggehen“ – eine Bedeutung, die in Zeiten von Dauererreichbarkeit und anhaltender Erschöpfung praktisch wieder an Aktualität gewinnt.
Für Arbeitgeber, Personalverantwortliche und Gesundheitssysteme ergibt sich daraus ein Spannungsfeld, das sich nicht mit einem einzelnen Programm lösen lässt. Erstens braucht es frühere Erkennung von Warnsignalen, zweitens müssen Therapiepfade erreichbar sein, und drittens muss die Arbeitsgestaltung so werden, dass Urlaub nicht zur verspäteten Fehlerdiagnose wird. Dr. Benecke verweist in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit schneller politischer Maßnahmen bei der ambulanten Psychotherapie. Gleichzeitig gilt: Wer präventiv auf Führungskultur, klare Erreichbarkeitsregeln und medizinische Abklärung setzt, reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Erschöpfung erst im Urlaub sichtbar wird. Das Problem ist damit nicht nur medizinisch, sondern auch steuerbar über Prozesse, Erwartungen und Ressourcen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Psychische Erkrankungen treiben Krankschreibungen: DAK meldet neuen Höchststand" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Psychische Erkrankungen treiben Krankschreibungen: DAK meldet neuen Höchststand" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Psychische Erkrankungen treiben Krankschreibungen: DAK meldet neuen Höchststand« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!