PODGORICA / LONDON (IT BOLTWISE) – In Podgorica ist das gelbe Hilfszelt der „ehrenamtlichen Geistlichen“ erstmals im Rahmen einer europäischen Goodwill-Tour aufgebaut worden. Der Fußballverein Ribnica stellte den Standort im Stadtteil Konik bereit und unterstützte die Aktion aktiv. Laut Bericht wurden dabei 552 Assists durchgeführt und mehr als 200 Menschen geschult. Im Fokus standen praktische „Assists“ sowie Übungen, die Teilnehmer anschließend im Familien- und Freundeskreis weitergeben wollten.

In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ist ein eher untypisches Format für soziale Unterstützung erstmals im Rahmen einer europäischen Goodwill-Tour sichtbar geworden: das „Gelbe Zelt“ der Scientology-ehrenamtlichen-Geistlichen. Es wurde laut Quelle neben dem Fußballplatz des Vereins Ribnica im Stadtteil Konik errichtet. Der Verein trat dabei nicht nur als Kulisse auf, sondern unterstützte die Aktion ausdrücklich, inklusive kostenloser Hilfe, Beratungen und Ausbildung. Die Eröffnung war außerdem als öffentliches Ereignis inszeniert, mit Musik und Ansprachen, was die Hemmschwelle für Erstbesucher senken sollte.
Technisch betrachtet knüpft das Programm an ein konkretes Trainings- und Anleitungsmodell an: Im Mittelpunkt standen sogenannte Nerven-Assists und Berührungs-Assists sowie praktische Hilfsmittel aus einem „Scientology-Handbuch“. Besucher konnten Methoden aus einer Broschüre zu „Assists bei Krankheiten und Verletzungen“ kennenlernen und erhielten ergänzend Werkzeuge, die auf Kommunikation, Lernen und den Umgang mit alltäglichen Herausforderungen abzielen. Dabei zeigt sich ein wichtiger Praxisaspekt: Es ging nicht nur um das Erklären von Konzepten, sondern auch um die sofortige Umsetzung, sodass Demonstrationen direkt in Übungen übergingen.
Gerade für den Alltagseinsatz ist die Sprachbarriere ein realer Faktor, und die Quelle beschreibt, dass sie in Podgorica kein Hindernis gewesen sei. Mehrere Mitglieder des internationalen Teams hätten die Landessprache nicht gesprochen, dennoch hätten die praktischen Übungen unmittelbar demonstriert und anschließend von den Teilnehmern selbst angewendet werden können. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von Sprache zu Prozeduren: Wenn Menschen Abläufe wiederholen und in kurzer Zeit nachmachen können, wird Unterstützung auch dann möglich, wenn Übersetzung knapp oder langsam wäre. Für Organisationen, die im Feld arbeiten, ist das ein wiederverwendbares Muster, weil es die Abhängigkeit von lokalen Dolmetschkapazitäten reduziert.
Die Berichte aus dem Zelt geben zudem eine anschauliche Vorstellung davon, wie solche Assists wahrgenommen wurden. Ein Besucher, der wegen einer Hüftverletzung üblicherweise einen Gehstock nutzte, schrieb nach einem Assist, er fühle sich deutlich besser und brauche den Gehstock danach kaum noch. Außerdem kündigte er an, während des Aufenthalts der ehrenamtlichen Geistlichen täglich wiederzukommen. Ein zweiter Besucher äußerte sich dankbar für Geduld und die vermittelte Erfahrung und sagte, er habe eine Methode kennengelernt, die er künftig selbst anwenden wolle. Solche Rückmeldungen sind zwar subjektiv, sie erklären aber, warum das Format nicht nur als Informationsveranstaltung, sondern als „Probier- und Transfer-Setting“ verstanden werden kann.
Damit wird auch die organisatorische Leistung greifbar: Während des Einsatzes führten die ehrenamtlichen Geistlichen insgesamt 552 Assists durch und schulten mehr als 200 Menschen. Nach Abschluss der Goodwill-Tour überreichte der Fußballclub Ribnica dem Team eine Anerkennungsurkunde; darin dankte der Verein den Ehrenamtlichen ausdrücklich für ihr Engagement parallel zu den Sportveranstaltungen. In der Urkunde heißt es weiter, dass die Freiwilligen über 20 Tage täglich zahlreiche Menschen aller Altersgruppen erreicht hätten. Das „Gelbe Zelt“ sei für viele Bewohner zudem zu einem festen Anlaufpunkt geworden, an dem Besucher täglich auf die Öffnungszeiten warteten.
Über Podgorica hinaus beschreibt die Quelle einen institutionellen Nachhall: Der Aufenthalt habe zur Gründung von zwei aktiven Gruppen ehrenamtlicher Geistlicher geführt und die Grundlage für weitere Aktivitäten in Podgorica sowie in der Küstenstadt Bar geschaffen. Inhaltlich lässt sich das in den historischen Kontext einordnen, den die Quelle ebenfalls liefert: Das Programm der Scientology-ehrenamtlichen-Geistlichen sei 1976 vom Scientology-Gründer L. Ron Hubbard ins Leben gerufen worden. Ehrenamtliche Geistliche würden darauf geschult, bei Katastrophen und im Alltag praktische Hilfe zu leisten; kostenlose Online-Kurse der Reihe „Tools for Life“ stünden unter VolunteerMinisters.org/Courses zur Verfügung, konkret auch mit einem verlinkten Einstieg über „Scientology: Tools for Life“ (https: //www.scientology.tv/de/films/scientology-principles/tools-for-life.html). Für die Umsetzung bedeutet das: Neben dem physischen Zelt existiert ein digitales Lernpfad-System, das die Wissensweitergabe über den Einsatzzeitraum hinaus unterstützen soll.
Auch der weitere institutionelle Rahmen wird in der Quelle beschrieben: Die Scientology-Religion wird dem Autor und Philosophen L. Ron Hubbard zugeschrieben, die erste Scientology-Kirche sei 1954 in Los Angeles etabliert worden, und die Religion habe sich danach auf mehr als 11.000 Kirchen, Missionen und angegliederte Gruppen in 167 Ländern ausgeweitet. Schließlich nennt die Quelle auch den Bezug zu rechtlicher und religiöser Einordnung in Deutschland: Gerichte hätten wiederholt festgestellt, dass sich Scientologen auf den Schutz aus Artikel 4 des Grundgesetzes berufen können. Unabhängig von der Bewertung der Inhalte zeigt die Podgorica-Station damit vor allem eines: Wie sich mobile Hilfs-Formate mit standardisierten Trainingsbausteinen, lokaler Vereinsanbindung und wiederkehrenden Lernangeboten verbinden lassen, um kurzfristig Reichweite aufzubauen und mittelfristig Strukturen vor Ort zu halten.
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