LONDON (IT BOLTWISE) – Neue Auswertungen aus großen Kohorten zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Trainingsintensität und kardiovaskulären Risiken. Besonders auffällig ist der Effekt von Krafttraining: 120 Minuten pro Woche senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent, das Herzinfarktrisiko sogar um 44 Prozent. Schon moderate Aktivität hilft deutlich, doch wer intensiv trainiert, profitiert oft stärker. Gleichzeitig mahnen Fachleute zu einer klugen Dosierung, damit aus Prävention kein Überlastungsrisiko wird.

Wer seine Gesundheit langfristig absichern will, landet bei dem Thema Training fast zwangsläufig bei einer simplen Frage: Reicht “irgendwie in Bewegung kommen” oder braucht es eine klare Dosis? Die Datenlage aus mehreren groß angelegten Beobachtungsstudien legt nahe, dass beides eine Rolle spielt – aber eben nicht im gleichen Verhältnis. In einer Auswertung, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde, wird die Intensität stärker gewichtet als die reine Gesamtdauer. Das ist für die Praxis wichtig, weil es viele Alltagspläne entlastet: Entscheidend ist nicht nur, wie lange jemand aktiv ist, sondern wie “hart” die Bewegung tatsächlich ist.
Der auffälligste Befund stammt aus einer Analyse der UK Biobank mit über 96.000 Teilnehmenden. Im Durchschnitt waren die Personen etwa 62 Jahre alt. Unabhängig davon, wie viel insgesamt bewegt wurde, sinkt das Risiko für mehrere kardiovaskuläre Endpunkte, wenn der Anteil intensiver körperlicher Aktivität steigt. Genannt werden in der Studie unter anderem kardiovaskuläre Ereignisse, Vorhofflimmern, Typ-2-Diabetes und Demenz. Das verschiebt den Fokus in der Trainingsplanung: Statt nur auf wöchentliche Minuten zu schauen, müssen Programme auch den Reiz treffen, der den Körper funktionell fordert – etwa über zügiges Gehen mit deutlicher Belastung, intervalchartige Belastungsphasen oder eben Krafttraining mit sinnvoll gewählten Lasten.
Auch eine zweite Kohortenstudie mit rund 17.000 Teilnehmenden ergänzt das Bild, diesmal mit einer konkreteren Wochen-Dosis. Dort zeigen die Daten: Bereits etwa 150 Minuten moderate bis intensive Aktivität pro Woche senken das kardiovaskuläre Risiko um 8 bis 9 Prozent. Wer noch stärker reduzieren möchte, muss jedoch deutlich mehr investieren. Für eine angestrebte Risikoreduktion von über 30 Prozent werden laut den Studiendaten etwa 560 bis 610 Minuten pro Woche erforderlich. Genau hier entstehen im Alltag häufig Fehleinschätzungen: Viele stoppen zu früh, weil sie die nötige “zweite Schiene” unterschätzen – nämlich dass größere Effekte oft erst bei höherem Gesamtvolumen und gleichzeitig passender Intensität auftreten. Gleichzeitig hilft diese Abstufung bei der Priorisierung: Wenn Zeit knapp ist, kann die Kombination aus moderatem Fundament und gezielten Intensitätsblöcken die effizienteste Strategie sein.
Während Ausdauertraining in der Prävention lange den Ton angab, rückt Krafttraining immer stärker in den Mittelpunkt. Besonders eindrücklich sind die Langzeitbeobachtungen, die an über 117.000 Frauen über rund 15 Jahre anknüpfen. In dieser Auswertung senken 120 Minuten Krafttraining pro Woche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent. Noch stärker ist der Effekt auf das Herzinfarktrisiko: Hier wird eine Reduktion um 44 Prozent berichtet. Zusätzlich zeigt die Studie einen Trend “mit jeder weiteren Trainingsstunde”: Jede zusätzliche Krafttrainingsstunde pro Woche bringt laut den Daten weitere etwa fünf Prozent Risikominderung. Für die Einordnung ist wichtig, dass solche Ergebnisse aus Beobachtungsdaten stammen und nicht automatisch bedeuten, dass jede Person 1:1 die gleiche Risikoreduktion erzielt. Dennoch liefert die Richtung eine belastbare Leitplanke für Programme, die nicht nur fitter, sondern auch metabolisch und kardiovaskulär wirksam sein sollen.
Auch in breiteren Bevölkerungsgruppen wird der Ansatz bestätigt. Das British Journal of Sports Medicine beschreibt in diesem Kontext, dass bei 90 bis 120 Minuten wöchentlichen Krafttrainings die allgemeine Sterblichkeit um 13 Prozent sinkt. Zusätzlich wird berichtet, dass neurologisch bedingte Todesfälle – beispielhaft genannt wird Alzheimer – um 27 Prozent zurückgehen. Überraschend ist die Grenze: Über 120 Minuten hinaus wurde in dieser Auswertung kein klarer zusätzlicher Nutzen sichtbar. Besonders relevant für die Trainingsplanung ist daneben ein weiterer Befund, der viele Programme bereits strategisch stützt: Die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining senkt das Sterberisiko um bis zu 45 Prozent. Das passt auch biologisch dazu, denn Krafttraining unterstützt die Muskelmasse und -funktion, während Ausdauer die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit und damit die Belastungsverarbeitung verbessert. Praktisch heißt das: Wer nur eine Komponente abdeckt, verschenkt häufig einen Teil des Potenzials.
So deutlich die Effekte auch sind, die Dosis bleibt der kritische Punkt. In der Diskussion wird wiederholt vor übertriebenem Ehrgeiz gewarnt, insbesondere wenn intensive Belastungen in sehr hoher Frequenz auf den Herzrhythmus treffen. Parallel dazu existieren Empfehlungen für Menschen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2023 hebt den Nutzen isometrischer Übungen hervor, etwa Planks oder der Wandsitz, die den Blutdruck signifikant senken können. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) empfiehlt als Grundrahmen 150 bis 300 Minuten moderates oder 75 bis 150 Minuten intensives Training pro Woche, ergänzt um Kraftübungen. Wichtig ist die Sicherheitsgrenze: Bei Werten ab 180/110 mmHg soll intensiver Sport laut den üblichen kardiovaskulären Empfehlungen unterbleiben. Für Betroffene bedeutet das vor allem eines: Intensität ist kein Selbstzweck, sondern muss zur individuellen Risikosituation passen, idealerweise mit ärztlicher Rücksprache und einer progressiven Steigerung.
Dass Bewegung längst nicht mehr nur “Lifestyle” ist, zeigen auch Entwicklungen im medizinischen Bereich. In der Versorgung von Krebspatienten tauchen strukturierte Bewegungsprogramme immer häufiger als Bestandteil der Therapie auf. Laut Angaben zu einem Versorgungsvertrag, der seit Mai 2025 zwischen der FPZ GmbH und der Debeka besteht, erhalten vollversicherte Patientinnen und Patienten Zugang zu evidenzbasierter Bewegungstherapie. Die Intervention kann bis zu sechs Monate dauern und soll die körperliche Verfassung während der ambulanten Behandlung stabilisieren – etwa bei Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs. Dieser Kontext verändert auch die Wahrnehmung von Trainingsplänen: Bewegung wird nicht nur als Prävention verstanden, sondern auch als Begleitmaßnahme mit konkretem Ziel. Für Unternehmen, Sport- und Rehabilitationsanbieter entsteht daraus ein klarer Handlungsimpuls: Trainingskonzepte sollten Daten, Progression und Sicherheitslogik in den Mittelpunkt stellen – nicht nur Trainingsdauer dokumentieren. Und wer in der Umsetzung steht, kann aus den Studien ableiten, dass Krafttraining mit einer realistischen Wochen-Dosis von etwa 120 Minuten ein besonders wirksamer Orientierungspunkt sein dürfte, während die Kombination mit Ausdauer häufig den größten Nutzen verspricht.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Krafttraining senkt Herzinfarktrisiko: 120 Minuten reduzieren um 44%" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Krafttraining senkt Herzinfarktrisiko: 120 Minuten reduzieren um 44%" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Krafttraining senkt Herzinfarktrisiko: 120 Minuten reduzieren um 44%« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!