SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – AMD steht vor einem potenziellen Großauftrag mit Alibaba für KI-Chips, der das Unternehmen im chinesischen Markt stärken könnte. Parallel dazu verhandelt AMD mit Samsung über eine Produktionspartnerschaft, um geopolitische Risiken zu minimieren und die Abhängigkeit von TSMC zu verringern.

AMD, ein führender Hersteller von Halbleitern, steht kurz vor einem bedeutenden Geschäft mit dem chinesischen Technologieriesen Alibaba. Berichten zufolge plant Alibaba den Kauf von zehntausenden KI-Chips von AMD, was dem Unternehmen erhebliche Umsätze bescheren könnte. Diese Entwicklung könnte AMDs Position im chinesischen Markt stärken, insbesondere angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und der strengen Exportkontrollen.
Der potenzielle Deal mit Alibaba umfasst den Erwerb von 40.000 bis 50.000 Einheiten der MI308-KI-Chips. Laut einer Analyse von Raymond James könnte dieses Volumen Einnahmen zwischen 500 und 800 Millionen US-Dollar generieren. Diese Einnahmen könnten den Gewinn pro Aktie von AMD um 0,10 bis 0,20 US-Dollar steigern, was ein starkes Signal an Investoren senden würde.
Parallel zu den Verhandlungen mit Alibaba arbeitet AMD an einer strategischen Neuausrichtung seiner Produktionskapazitäten. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen mit Samsung Electronics, um Fertigungskapazitäten im texanischen Werk von Samsung zu sichern. Dieser Schritt würde nicht nur die Abhängigkeit von TSMC verringern, sondern auch die geopolitische Resilienz von AMD stärken, indem die Produktion in die USA verlagert wird.
Diese strategischen Initiativen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem AMD seine Umsätze im Rechenzentrums-Segment bereits um 22 Prozent steigern konnte. Während NVIDIA weiterhin den Markt dominiert, zeigt AMD mit seinen neuen Chip-Serien MI300 und MI325, dass es die Lücke zum Marktführer weiter schließen kann. Investoren und Analysten warten nun gespannt auf die offizielle Bestätigung der Alibaba-Bestellung sowie auf definitive Vereinbarungen mit Samsung.
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