LONDON (IT BOLTWISE) – Antimony Resources liefert neue Bohrergebnisse aus der „Main Zone“ im Bald-Hill-Projekt. Im Bohrloch BH-26-16 weisen Proben zwischen 305,8 und 307,9 Metern 13,0% Antimon auf, parallel dazu werden 2,2 Gramm Gold pro Tonne genannt. Der CEO Jim Atkinson ordnet die Arbeiten als Schritt zum Schließen von Datenlücken ein, um ein präziseres Ressourcenmodell zu erstellen. Zusätzlich rückt das Unternehmen mit der „Central Zone“ eine zweite Zielstruktur in den Fokus, deren Laboranalysen noch ausstehen.

Der jüngste Bohrabschnitt bei Bald Hill macht aus dem bisherigen Geologiestudium nun spürbar mehr „Arbeitsmaterial“ für das Modell der Lagerstätte. Antimony Resources hat Untersuchungsergebnisse aus der sogenannten „Main Zone“ veröffentlicht und dabei ein Intervall aus dem Bohrloch BH-26-16 besonders hervorgehoben: In einer Tiefe von 305,8 bis 307,9 Metern liegt der Antimon-Gehalt bei 13,0%. Noch wichtiger für die wirtschaftliche Betrachtung ist die gleichzeitige Nennung eines Goldgehalts von 2,2 Gramm pro Tonne über denselben Abschnitt. Damit wird nicht nur die metallurgische Zielrichtung bestätigt, sondern auch die Grundlage geschaffen, unterschiedliche Werttreiber in späteren Bewertungsrechnungen sauberer zu gewichten.
Technisch betrachtet spielt bei solchen Ergebnissen weniger die einzelne Prozentzahl allein die Hauptrolle, sondern wie konsistent sich die Mineralisierung über Bohrungen hinweg „anfühlt“ – und genau an dieser Konsistenz knüpft das Unternehmen an frühere Befunde aus dem laufenden Sommer an. Bereits am 30. Juli hatte Antimony Resources über BH-26-14 berichtet, dort mit einem breiteren Antimon-Abschnitt von 11,3 Metern bei durchschnittlich 2,78% Antimon und 0,41 Gramm Gold pro Tonne. In demselben Loch wurde außerdem ein engeres Intervall von 1,55 Metern gemeldet, das 11,41% Antimon erreicht. Die jetzigen Daten zu BH-26-16 wirken wie ein weiteres Mosaik: Sie passen in das Bild hochgradiger Bereiche, die in der Exploration oft entscheidend sind, weil sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Geometrie und Kontinuität der Mineralisierung später auch im Ressourcenmodell abbildbar werden.
Aus Sicht des Projektmanagements ist außerdem der zeitliche Kontext relevant: CEO Jim Atkinson beschreibt die laufenden Bohrungen als Ansatz, verbliebene Datenlücken zu schließen, um ein präziseres Modell der Lagerstätte zu entwickeln. Bereits für die ersten Septemberwochen wird laut Unternehmensangaben ein aktualisiertes Ressourcenmodell erwartet. Solche Modell-Updates sind in der Praxis mehr als ein Berichtstermin, weil sie direkt beeinflussen, wie eng Griddaten, geologische Interpretation und eventuelle Cut-off-Werte zusammenlaufen. Je besser das Modell die räumliche Verteilung der Mineralisierung trifft, desto verlässlicher lassen sich anschließend Szenarien für Grubenlayout, Erzgewinnung und Verarbeitung ableiten – auch dann, wenn zentrale Parameter wie Kornverteilung, Verarbeitungseignung oder Materialverhalten im Detail noch nicht vollständig vorliegen.
Parallel zur „Main Zone“ verschiebt sich die Aufmerksamkeit jedoch spürbar auf eine zweite Zielstruktur: die „Central Zone“. Das Explorations-Team meldet, dass in diesem Bereich sechs Bohrungen in einer Tiefe von etwa 100 bis 150 Metern eine Brekzie mit sichtbarer Stibnit-Mineralisierung durchteuft haben. Dass die detaillierten Laboranalysen noch ausstehen, bleibt dabei entscheidend, denn „sichtbar“ beschreibt zunächst nur die Feldbeobachtung. Dennoch deutet das Muster auf eine potenzielle Ausdehnung des Vorkommens hin – und es liefert einen plausiblen Grund, warum das Unternehmen die nächsten Schritte nicht nur als Bestätigung, sondern als Erweiterungslogik versteht. Gerade in Regionen, in denen mineralisierte Strukturen komplex gebrochen und versetzt sind, kann eine zusätzliche Zielzone den Hebel für die spätere Ressourcen- und Wirtschaftlichkeitskurve deutlich erhöhen, wenn sich die Gehalte in den Probenanalysen ähnlich stark zeigen wie in der Main Zone.
Dass Bald Hill bereits zuvor hohe Werte geliefert hat, unterstreicht zudem, warum Marktteilnehmer nun auf die nächsten Ergebnisse aus der Central Zone schauen. Anfang Juli war laut Unternehmensmeldung in Bohrloch BH-26-25 ein Spitzenwert von 33,40% Antimon über einen Meter gemessen worden. Der Sprung von hochgradigen Einzelintervallen zu belastbaren Ressourcen erfordert jedoch eine ausreichend dichte Datenlage und ein konsistentes geologisches Modell. Genau an diesem Punkt setzt die angekündigte Aktualisierung für September an. Für viele Investoren entscheidet sich in der Explorationsphase die Erwartungshaltung weniger an der Frage „Gibt es Antimon?“ – sondern daran, ob sich die hochgradigen Abschnitte so einordnen lassen, dass sie in einer berechenbaren Größe und mit vertretbarer Unsicherheit in die Ressourcenschätzung eingehen.
Auch außerhalb der Geologie versucht Antimony Resources, Bald Hill als strategische Antwort auf eine industriepolitische Herausforderung zu positionieren. Mitte Juli hat das Unternehmen John M. Melkon in den Kreis der Vorstandsbeteiligten als Berater geholt. Melkon ist laut Angaben Professor an der United States Military Academy und leitet ein Konsortium für kritische Mineralien. Ziel dieser Personalie soll eine Brücke zum US-Verteidigungsministerium sein, um Bald Hill als heimische Versorgungsquelle für militärische Bedarfe zu etablieren. In diesem Kontext nennt das Unternehmen die Hoffnung auf staatliche Fördergelder oder Darlehen durch die Export-Import Bank of the United States, um die Entwicklung des Projekts abzusichern. Solche Schritte sind in der Praxis oft eng mit der Frage verknüpft, wie früh ein Projekt seine Lieferfähigkeit und Planbarkeit gegenüber staatlichen Anforderungen belegen kann.
Wie sensibel Investoren auf genau diese Kombination aus Explorationserfolg und strategischer Einordnung reagieren, zeigt auch die Kursbewegung. An den Börsenplätzen verzeichnete die Aktie laut Bericht gestern ein Plus von 1,48% und schloss bei 0,2740 Euro. Gleichzeitig bleibt das Papier aber weiterhin deutlich unter dem bisherigen Jahresbestwert, der im März 2026 bei 1,05 Euro gelegen hatte. Der Abstand wird mit 74,00% beziffert – ein Hinweis darauf, dass der Markt die nächste Bewertungsstufe noch nicht vollständig eingepreist hat. Entsprechend dürfte das Interesse nun auf zwei Punkte zielen: die ausstehenden Laborresultate und Bewertungen zur Central Zone sowie das für September angekündigte aktualisierte Datenmodell. Bis dahin bleibt die Story von Bald Hill vor allem eine Wette auf Geologie mit unmittelbarem Zeitplan – und auf die Fähigkeit, aus neuen Bohrdaten belastbare Entscheidungen für die Projektentwicklung abzuleiten.
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