Peking / LONDON (IT BOLTWISE) – BE Water bündelt Messdaten aus Leitungsnetzen und Kläranlagen in einer Cloud-Plattform, die Teams in Echtzeit überwacht und bei der Leckageortung unterstützt. Die Architektur kombiniert Edge-Geräte, Gateways und Dashboard-Analyse, um Netzrisiken früher sichtbar zu machen. Gleichzeitig adressiert der Anbieter Integrationsfähigkeit über gängige Protokolle und APIs sowie Sicherheitsmechanismen wie Rollenmodelle und Audit-Logs. Für Versorger ist damit vor allem die Frage entscheidend, wie gut sich ein solches Smart-Water-Cockpit in bestehende Leitwarte- und IT-Landschaften einfügt.

BE Water positioniert seine „Smart Water Platform“ als digitales Steuerungs- und Analysesystem für Wasser- und Abwasserinfrastruktur. Während in vielen Projekten bislang einzelne Inseln wie SCADA, Prozessleitsysteme oder Asset-Management nebeneinander existieren, soll die Cloud-basierte Plattform Daten aus Leitungsnetzen, Wasserwerken und Kläranlagen konsolidieren und in Dashboards für Technikteams sowie Management übersetzen. Damit rückt die Leitwarte selbst wieder in den Mittelpunkt: Nicht nur Statusanzeigen zählen, sondern auch Ursachen, Trends und Handlungsoptionen. Für Versorger ist das relevant, weil Wasserverluste, Druckinstabilitäten und Vorfälle in der Regel schneller eskalieren als klassische Wartungszyklen.
Technisch beschreibt der Anbieter eine mehrschichtige Architektur, die sich aus Edge, Gateways und Cloud-Services zusammensetzt. Auf der Edge-Ebene laufen lokale Controller, die Daten vorverarbeiten und in Netzproblemen noch autark handeln können. Gateways aggregieren Messwerte und transportieren sie über Mobilfunk oder Glasfaser in zentrale Rechenumgebungen. In der Cloud werden die Daten dann in ein einheitliches Betriebsbild überführt: Druck- und Durchflusskurven, Wasserstände und Leckagealarme sollen sich zu einem technischen „Betriebs-Kokumpuls“ verdichten. Als Kennzahl-Logik nennt die Plattform unter anderem Non-Revenue Water, also Verluste zwischen Erzeugung und Abgabe, die sich ohne durchgängige Datenkopplung oft nur nachträglich beziffern lassen.
Beim konkreten Betrieb setzt BE Water auf Sensorik plus Analyse. Drucksensoren, Durchflussmesser und Füllstandssensoren liefern kontinuierlich Messwerte; aus diesen Daten sollen automatisch Trends entstehen, die Leckage-Modelle und Hotspots speisen. Ein typisches Szenario: In einem Bezirksnetz fällt nachts der Druck ungewöhnlich, obwohl der Verbrauch stark zurückgeht. Die Plattform soll darauf basierend einen Leckage-Alarm auslösen und den betroffenen Abschnitt kartografisch markieren. Netzingenieure können dann in einer Art „virtueller Abschaltung“ simulieren, wie sich Druck und Durchfluss ändern, bevor ein Team physisch ausrückt. Genau hier wird der Unterschied zu reinen Alarmtabellen sichtbar: Es geht um Entscheidungsvorbereitung, nicht nur um Ereignismeldung.
Damit die Plattform im Markt nicht nur als „neues UI“ endet, betont der Anbieter Offenheit für bestehende Systeme. In Unterlagen werden Schnittstellen wie Modbus und OPC genannt sowie die Unterstützung verschiedener IoT-Standards. Ergänzend sollen APIs bereitstehen, damit Drittsysteme etwa Billing-Software oder städtische GIS-Plattformen Daten nutzen können. Diese Offenheit ist für Kommunen und Betreiber wichtig, weil proprietäre Lock-ins bei Leit- und Betriebsdaten besonders teuer werden können – nicht nur beim Rollout, sondern auch bei Betrieb, Wartung und späteren Ausschreibungen. Wie Branchenexperten berichten, ist die Integrationsfähigkeit häufig der kritische Engpass bei Smart-Water-Vorhaben, weil Sensorik, Steuerungen und IT historisch gewachsen sind.
Im Wettbewerb stehen solche Plattformen unter Druck, weil sowohl große Industrietechnologieanbieter als auch spezialisierte Softwarehäuser entlang der Wasserwertschöpfung investieren. Als Referenz lohnt der Blick auf den Ansatz internationaler Unternehmen wie Siemens oder Schneider Electric, die in industriellen Leitstellen häufig mit starken Integrations- und Security-Konzepten auftreten und ihre Automatisierungsumgebungen mit Datenplattformen verknüpfen. Für BE Water ist die Chance, aus Betriebsdaten „Mehrwertschichten“ zu bauen – allerdings müssen dabei Architekturentscheidungen, Datenflüsse und Rechtekonzepte in der Praxis genauso überzeugen wie Dashboards. Marktberichte zur Wasserinfrastruktur sehen ohnehin eine wachsende Nachfrage nach digitalen Cockpits, aber die Auswahlkriterien verschieben sich: Neben Funktionalität zählt immer öfter nachweisbare Cybersicherheit und nachvollziehbare Datenverarbeitung.
Gerade dort liegt ein zentraler Regulierungs- und Sicherheitsaspekt. Bei kritischer Infrastruktur nennt BE Water Mechanismen wie Zugriffssteuerung, Rollenmodelle und verschlüsselte Kommunikation zwischen Edge-Geräten und Cloud. Zusätzlich sollen Audit-Logs protokollieren, welcher Benutzer welche Änderung durchgeführt hat – ein Baustein, der bei Störfällen und Untersuchungen hilft, den Ablauf rekonstruierbar zu machen. Für internationale Kunden, insbesondere in Europa, ist das jedoch erst der Anfang: In Ausschreibungen werden typischerweise technische und organisatorische Details abgefragt, etwa zu Rechenstandorten, Incident-Response-Prozessen, Datenminimierung oder Dokumentation. Branchenbeobachter formulieren es häufig so: „Ohne belastbare Sicherheitsarchitektur wird aus einem Digitalisierungsprojekt schnell ein Governance- und Verzögerungsprojekt.“
Der praktische Nutzen zeigt sich im Alltag von Operatoren über Visualisierung statt Hardwaredetails. Die Plattform stellt Kennzahlen in Kacheln, Karten und Kurvendiagrammen bereit, die sich per Drag-and-Drop konfigurieren lassen. Operatorinnen und Ingenieure können auf Kartenansichten zoomen, Alarme prüfen und Filter nach Region, Zeitraum oder Anlagentyp setzen. Eine Kombination aus Ampellogik und Trendcharts soll dabei helfen, Druckschwankungen über Wochen zu vergleichen und etwa den Effekt neu eingesetzter Regelventile zu verifizieren. Für Schulungen wird besonders betont, dass verständliche Visualisierungen schnelle Entscheidungen unterstützen – etwa bei Unwettern oder unerwarteten Rohrbrüchen, wo Teams unter Zeitdruck häufig auch Fehlalarme gegenprüfen müssen.
Bei der Datenanalyse geht BE Water über reines Monitoring hinaus: Historische und Echtzeitdaten sollen Zeitreihenanalysen ermöglichen, Ausreißer markieren und Basisprognosen für Netzbelastungen liefern. Damit lassen sich Wartungsplanung und Pumpstrategien verbessern, etwa durch Lastprofil-Analysen. In der Energieeffizienz ist der Hebel besonders naheliegend, weil Pumpen zu den größten Stromverbrauchern in kommunalen Betrieben zählen. Wenn die Nachfrage nachts sinkt, sollen Pumpen in bestimmten Zonen früher gedrosselt werden können, um Energie zu sparen, ohne den Komfort zu gefährden. Zusätzlich wird der Zusammenhang zu Nachhaltigkeit und ESG-Reporting adressiert: Weniger Verluste bedeuten weniger Aufbereitungsaufwand, was indirekt Emissionen reduzieren kann.
Auch KI-Ansätze werden adressiert, allerdings eher als Unterstützung für Experten als als vollautomatisches Entscheidungssystem. Genannt wird, dass Algorithmen Muster in Leckagedaten erkennen sollen, um die Trefferquote bei der Ortung zu erhöhen. Das Ziel ist nicht, erfahrene Netzingenieure vollständig zu ersetzen, sondern Hotspots vorzuschlagen, die anschließend fachlich validiert werden. In der Praxis könnte das so aussehen, dass ein Ingenieur vorgeschlagene Bereiche mit lokalen Erfahrungswerten und Inspektionshistorien abgleicht und dann priorisiert, welche Straße zuerst aufgegraben wird. Für Betreiber ist dieses Mensch-in-der-Schleife-Modell relevant, weil es Haftungsfragen und Qualitätsansprüche besser abbildet als „Black-Box“-Automatisierung.
Für die Einführung nennt BE Water typische technische Voraussetzungen: zuverlässige Kommunikationswege zwischen Anlagen und Zentrale, kompatible Steuerungen oder Gateways sowie ausreichende Rechen- und Speicherkapazitäten für die Datenverarbeitung. In älteren Netzen sind häufig Nachrüstungen nötig, etwa bei Sensorik und Segmentventilen, damit Remote-Überwachung und -Steuerung überhaupt möglich werden. Rollouts sollen stufenweise erfolgen, zunächst in Pilotzonen, danach in größeren Netzabschnitten. Je nach Größe des Versorgungsgebiets kann das von Monaten bis Jahren dauern, während der Betrieb parallel weiterläuft. Genau hier entsteht für Enterprise-Kunden die strategische Frage: Wie schnell lassen sich Datenqualität, Sicherheitsbetrieb und Change-Management so stabilisieren, dass das System nicht zur dauerhaften „Parallelwelt“ wird.
Aus Blickwinkeln der Markt- und Zukunftsentwicklung wird die Plattform vor allem dann interessant, wenn sie sich als langfristige Daten- und Integrationsschicht etablieren kann. Die Kernidee „Betriebsdaten aus eigener Infrastruktur plus Cloud-Auswertung“ klingt wie ein wiederkehrendes Muster in Smart-City-Projekten, doch der Wert entsteht durch Wiederholbarkeit: neue Sensorik, neue Netzabschnitte, neue Betriebsregeln, neue Reporting-Anforderungen. Für Entwickler und IT-Teams bedeutet das konkret, dass APIs, Datenmodelle, Rollen- und Logik-Policies sauber definiert sein müssen, damit Anwendungen wie GIS, Billing oder Monitoring zuverlässig andocken. In der Zukunft dürfte sich der Wettbewerb stärker um Governance, Auditierbarkeit und interoperable Schnittstellen drehen, weniger um einzelne Dashboards.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "BE Water Smart Water Platform: Cloud-Steuerung für Trink- und Abwassernetze" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "BE Water Smart Water Platform: Cloud-Steuerung für Trink- und Abwassernetze" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »BE Water Smart Water Platform: Cloud-Steuerung für Trink- und Abwassernetze« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!