FRANKFURT AM MAIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Chevrolet Corvette Stingray C8 Coupé kommt in Europa mit einem 6,2-Liter-V8 mit 354 kW/482 PS und beschleunigt in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Mittelmotor sitzt direkt hinter dem Fahrersitz, während Chevrolet für die Performance die Kombination aus Heckantrieb und 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe nutzt. Für Deutschland nennt der Hersteller 106.900 Euro für die 2LT-Variante und 110.900 Euro für 3LT (Stand 10.09.2026). Mit optionalem Z51-Performance-Paket rückt die Stingray zusätzlich näher an den Track-Einsatz heran.

Die neue Chevrolet Corvette Stingray C8 Coupé setzt in Europa konsequent auf ein klares Leistungsversprechen, das sich am Fahrgefühl messen lassen soll: 354 kW beziehungsweise 482 PS aus einem 6,2-Liter-V8, gekoppelt mit 3,5 Sekunden für den Standardsprint auf 100 km/h. Der Motor arbeitet als Saugmotor direkt im Heckmittelbereich, also in der charakteristischen C8-Architektur, in der der V8 nicht vorne, sondern zwischen Achsen für eine andere Gewichtsverteilung und ein unmittelbares Ansprechverhalten sorgt. Für die Fahrdynamik nennt der Hersteller außerdem eine Höchstgeschwindigkeit von 296 km/h, wobei diese Angabe auf den Rennstreckeneinsatz ausgelegt ist. Genau hier liegt auch der Kern der europäischen Positionierung: nicht maximaler Daily-Comfort, sondern ein sportliches Paket, das im Alltag durch Fahrmodi und Ausstattung abgerundet werden kann.
Technisch stützt sich die Stingray auf Direkteinspritzung und Active Fuel Management, also ein System, das die Zylinderzahl lastabhängig reduziert, um Kraftstoff zu sparen, ohne den Grundcharakter eines V8 vollständig zu kappen. Der V8 leistet die 354 kW/482 PS bei 6.450 U/min und liefert ein maximales Drehmoment von 613 Nm bei 4.500 U/min. Als mechanischer Aufbau wird eine klassische Small-Block-Orientierung mit untenliegender Nockenwelle beschrieben; dazu kommt Stößelstangen-Ventilsteuerung und die Ventilanordnung mit zwei Ventilen pro Zylinder. Um die Leistung über den Antriebsstrang zu übertragen, übernimmt laut Angaben ein serienmäßiges 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (AT8), das die Kraft durch schnelle Schaltvorgänge in einen Handschalt-ähnlichen Ablauf bringen soll, während Chevrolet im europäischen Kontext den Komfort einer Automatik in den Vordergrund stellt.
Im Datenblatt zeigt sich zugleich, wo der technologische Fokus liegt: Die Kraftübertragung und das Fahrwerk sollen sowohl den Standardsprint als auch die Abstimmung auf der Strecke bedienen. Die Corvette nennt für den kombinierten Verbrauch 12,3 Liter pro 100 km (WLTP) und kombiniert 281 g/km CO2-Emissionen in der Klasse G. Optional lässt sich das Z51-Performance-Paket hinzubuchen, das die Wagenbasis stärker auf Track-Einsatz trimmt: Dazu zählen unter anderem Z51-Performance-Brembo-Bremsen, ein performanceorientiertes Fahrwerk, eine sportlich abgestimmte Auspuffanlage sowie ein elektronisches Sperrdifferenzial (eLSD). Auch das Kühlsystem und die Reifenwahl sind auf höhere Dauerlast ausgelegt: vorn 245/35ZR19 und hinten 305/30ZR20, mit Michelin Pilot Sport 4S in der Serienreihenfolge der genannten Spezifikation. Für die Aerodynamik kommen dabei Frontsplitter und ein Heckspoiler hinzu, die auf mehr Anpresswirkung bei zügiger Fahrt zielen.
Breite und Radstand wirken im Alltag oft unterschätzt, sind aber gerade bei einem Mittelmotor-Coupé entscheidend für Packaging und Laufruhe. Die europäische Stingray misst laut technischen Tabellen 4.634 mm in der Länge, 1.934 mm in der Breite und 1.235 mm in der Höhe; der Radstand liegt bei 2.722 mm. Das Leergewicht wird mit 1.730 kg angegeben, womit die C8 in ihrem Segment klar in der Größenordnung aktueller Mittelmotor-Sportwagen bleibt. Praktischer als viele Supersportler fällt der Stauraum aus: Durch das Layout nennt die Quelle für vorn und hinten zusammen etwa 355 bis 357 Liter, was vor allem für Wochenendtouren und Alltagswege spürbar sein kann. Zusätzlich wird das Fahrwerk optional durch Magnetic Selective Ride Control 4.0 unterstützt, bei dem die Dämpferkennlinie über magnetische Partikel in der Dämpferflüssigkeit an die Fahrmodi angepasst werden soll, um Komfort und Kontrolle zu balancieren.
Auch im Cockpit geht es bei der Stingray nicht nur um Optik, sondern um messbare Nutzbarkeit während dynamischer Fahrten. Das Command Center umfasst ein 322,58 mm großes Display in der Mittelkonsole, ergänzt durch ein 355,6 mm Fahrerinformationsdisplay sowie ein 167,64 mm Touchdisplay für Zusatzfunktionen. Für die Auswertung auf der Strecke wird ein Performance Data Recorder-System genannt, das Fahrdaten und Rundenzeiten erfassen kann; zusammen mit Fahrmodi wie Track Mode und Z-Mode zielt das auf eine wiederholbare Analyse statt bloßes „Fahren nach Gefühl“. In der Ausstattung 2LT gehören unter anderem ein Bose Performance Series Audiosystem mit 14 Lautsprechern sowie beheizte und belüftete Sitze mit elektrischer Lenden- und Sitzwangenverstellung zum Serienumfang. Dazu kommen Head-up-Display und eine kabellose Ladestation, während die 3LT-Variante zusätzlich zehn Farboptionen für den Innenraum, eine mit Leder bezogene Instrumententafel und GT2-Sitze mit Nappaleder sowie Carbonfaser-Applikationen an der Rückenlehne vorsieht.
Im Marktvergleich bleibt die Stingray damit bewusst der „Einstieg“ in die aktuelle Corvette-Welt: Der Gesamtpreis in Deutschland liegt laut Hersteller bei 106.900 Euro für die Coupé 2LT und 110.900 Euro für die Coupé 3LT, jeweils als On-the-road-Preis inklusive Mehrwertsteuer (Stand 10.09.2026). Für das Cabriolet nennt der Hersteller 113.900 Euro (2LT) und 117.900 Euro (3LT) und verweist damit auf den elektrischen Hardtop-Aufbau. Zum Einordnen dient der direkte Blick auf die C8 Z06: Diese setzt auf einen 5,5-Liter-Hochdrehzahl-V8 mit bis zu 646 PS, der im Europa-Profil mit rund 16,5 Litern pro 100 km kombiniert und 363 g/km CO2 angegeben wird; entsprechend steigt auch das Preisniveau je nach Ausstattung deutlich über der Stingray. Wer daher vor allem das Charakterbild eines V8-Coupés mit moderner Mittelmotor-Technik sucht und die Leistung „aus dem Alltag heraus“ nutzen will, findet in der Stingray C8 Coupé einen pragmatischen Einstiegspunkt, während die Z06-Varianten und spätere Derivate vor allem für Nutzer mit stärkerem Track-Fokus und höherer Zahlungsbereitschaft gedacht sind.
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