GENF / LONDON (IT BOLTWISE) – Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht: 426,8 ppm im Jahr 2025. Die Weltwetterorganisation berichtet von einem Anstieg um 2,8 ppm gegenüber 2024 und verweist auf die Dramatik im Vergleich zum vorindustriellen Wert von 1750. Der Bericht ordnet den Zuwachs auch dem Klimaphänomen El Niño zu, erwartet aber für 2026 weitere Emissionen durch fossile Energieträger. Zusätzlich steigt laut WMO das Risiko, dass Ozeane künftig weniger CO2 aufnehmen können.

Die jüngste Einordnung der Weltwetterorganisation (WMO) macht die Entwicklung von Treibhausgasen in einem Satz greifbar: 2025 steigt die CO2-Konzentration auf 426,8 ppm. Das klingt zunächst wie eine reine Messgröße, ist aber zugleich eine belastbare Kenngröße für das Temperaturszenario, das sich aus der Anreicherung in der Atmosphäre ableitet. Laut dem WMO-Bulletin erhöht sich der Wert im Vergleich zu 2024 um 2,8 ppm; damit liegt die Konzentration bei 153 Prozent des CO2-Gehalts im Jahr 1750. Die WMO macht daraus ausdrücklich einen Handlungsdruck, weil eine höhere Treibhausgaslast mehr Wärme in der Atmosphäre speichert und damit Extremwetter sowie weitere Risikofaktoren wahrscheinlicher macht.
Dass der Anstieg nicht gleichmäßig verläuft, zeigt der Bericht am Klimaphänomen El Niño. In den Daten wirkt El Niño typischerweise als Verstärker, weil sich regionale Wetter- und Brandmuster verschieben und dadurch zusätzliche CO2-Emissionen entstehen können. Die WMO betont zwar, dass der Zuwachs 2025 zwar beträchtlich, aber etwas langsamer gewesen sei als im Sprung von 2023 auf 2024. Hinter dieser Abfolge steckt auch, dass die Periode 2023/24 stark durch El Niño geprägt war und damals unter anderem mehr Vegetationsbrände mit entsprechend höherem CO2-Ausstoß begünstigt wurden. Für 2026 rechnet die WMO dennoch mit einem weiteren CO2-Anstieg, auch weil El Niño nicht der einzige Treiber ist.
Technisch betrachtet ist das Zusammenspiel aus Emissionen und natürlichen Senken der entscheidende Punkt: Selbst wenn El Niño die Dynamik kurzfristig beeinflusst, bestimmen die dauerhaft erhöhten Emissionen aus fossilen Energieträgern das Grundniveau. Die WMO nennt hier explizit die Verbrennung fossiler Energieträger als Beitrag zum anhaltenden Wachstum. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass die Ozeane als Kohlenstoffspeicher weniger CO2 aufnehmen können. Dieser Mechanismus ist für die Systemstabilität zentral, weil er bestimmt, wie viel von der zusätzlichen atmosphärischen Last langfristig wieder aus der Luft abgetragen wird. Sinkt die Aufnahmefähigkeit, bleibt ein größerer Anteil des von Menschen freigesetzten CO2 im System und wirkt länger auf das Klima.
Während CO2 oft im Mittelpunkt steht, verteilt sich die klimawirksame Belastung im Bericht auf mehrere Gase. Kohlendioxid trägt demnach 66 Prozent zum Treibhauseffekt durch Treibhausgase bei, Methan (CH4) kommt auf 16 Prozent. Methan entsteht unter anderem in der Landwirtschaft, beim Abbau fossiler Energieträger und auf Mülldeponien; auch hier erreicht die Konzentration laut WMO im vergangenen Jahr ebenfalls einen Rekordwert. Für das Bild der Gesamtentwicklung spielt außerdem Lachgas (Distickstoffoxid, N2O) eine Rolle, dessen Konzentration ebenfalls auf einem Rekordniveau lag. Die Kernaussage für Entscheidungsträger lautet: Selbst wenn einzelne Projekte zur Reduktion ansetzen, bleibt das Gesamtsystem bis zur deutlichen Verringerung mehrerer Quellen und bis zu einer Verbesserung der Senkenfunktion im Wachstumsmodus.
Auch in der globalen Klimapolitik ordnet die WMO den Befund ein: Mit der aktuellen Ausrichtung steuert die Erde den Angaben zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Die Weltgemeinschaft wollte den Anstieg eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen, unter anderem durch den Ausstieg aus Erdöl, Kohle und Gas. Für die Praxis bedeutet das, dass die Frage „Wie schnell sinken Emissionen?“ eng mit „Wie schnell werden Alternativen skaliert?“ zusammenhängt. Beim Umbau zu nicht fossilen Energieträgern treten nämlich neue Nebenwirkungen auf: Die WMO verweist etwa darauf, dass mit der globalen Elektrifizierung die Konzentration von Schwefelhexafluorid (SF6) in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen ist.
SF6 ist dabei zwar in geringerer Konzentration als viele andere Verbindungen vorhanden, wirkt aber über seine Treibhauswirkung besonders stark. Nach WMO-Angaben trägt ein Kilogramm SF6 rund 24.300-mal so viel zum Treibhauseffekt bei wie ein Kilogramm CO2. Der Bericht sieht SF6 daher nicht als Randthema, sondern als Handlungsfeld für eine klimaverträgliche Infrastruktur, beispielsweise in der Stromverteilung, wo SF6 unter anderem zur Funkenlöschung verwendet wird. Zusätzlich fordert die WMO einen stärkeren Blick auf molekularen Wasserstoff (H2), der als Energieträger in Transport und Stahlindustrie eingesetzt wird: Wasserstoff selbst ist kein Treibhausgas, doch der Austritt aus Pipelines oder Brennstoffzellen gibt der WMO zufolge zunehmend Anlass zur Sorge, weil er die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflussen kann und damit indirekt zur Erwärmung beitragen kann.
Für Unternehmen und Behörden liegt die praktische Relevanz der WMO-Zahlen vor allem in der Planungslogik: CO2- und Methan-Entwicklung zeigen, dass Zeitfenster eng sind und dass Maßnahmen entlang der gesamten Kette wirken müssen – von Emissionsquellen über Mess- und Monitoring-Ansätze bis hin zu der Frage, wie effektiv Senken wie Ozeane langfristig bleiben. Technisch wird damit auch der Bedarf klar, Dekarbonisierung nicht nur als Austausch von Energieträgern zu verstehen, sondern als Systemumbau, der Nebenwirkungen wie SF6-Anstiege früh mit berücksichtigt. Der Rekordwert von 426,8 ppm ist damit weniger eine Schlagzeile für einen einzelnen Monat, sondern ein Datensignal dafür, dass Klima- und Infrastrukturentscheidungen jetzt in deutlich beschleunigten Umsetzungspfaden zusammenlaufen müssen.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "CO2 erreicht 2025 Rekordwert: WMO warnt vor steigender Erwärmung" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "CO2 erreicht 2025 Rekordwert: WMO warnt vor steigender Erwärmung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »CO2 erreicht 2025 Rekordwert: WMO warnt vor steigender Erwärmung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!