BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der neue Bundesdatenschutzbeauftragte Moritz Hennemann sieht bei zwei Gesetzesvorhaben der Bundesregierung erheblichen Anpassungsbedarf. Beim geplanten Umbau des Informationsfreiheitsgesetzes kritisiert er, die Vorschläge könnten das IFG faktisch aushöhlen. Zugleich fordert er „Vorfahrtsstraßen und Stopp-Schilder“ für den Datenverkehr, damit Künstliche Intelligenz nicht zu Abhängigkeiten und Missbrauch führt. Für seinen Posten kündigt Hennemann zudem eine strategische, regulatorisch begleitete Vorausschau auf KI-Technologien an.

Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform
Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Mit dem Amtsantritt von Moritz Hennemann rückt der Datenschutz in Deutschland erneut in den Mittelpunkt politischer Detailarbeit. Im Gespräch bleibt er dabei nicht bei allgemeinen Appellen, sondern benennt zwei konkrete Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, die seiner Einschätzung nach die Balance zwischen Transparenz, Verwaltungspraxis und Grundrechten verschieben könnten. Besonders kritisch sieht er den geplanten Kurs beim Informationsfreiheitsgesetz, weil die aktuellen Vorschläge nach seiner Darstellung teilweise darauf hinauslaufen, den Charakter des IFG zu verändern, statt es gezielt zu modernisieren.

Seit dem Jahr 2006 gewährt das Informationsfreiheitsgesetz einen voraussetzungslosen Anspruch auf Informationen der Behörden des Bundes. Der Anspruch setzt also nicht voraus, dass Antragsteller ein besonderes Interesse nachweisen. Nach den im Text beschriebenen Plänen soll nun aber der Kreis der Frageberechtigten in Richtung Privatpersonen enger gezogen werden. Damit könnte sich der Zugang zu Akten und Informationen aus Sicht derjenigen verringern, die ihre Anträge typischerweise mit zivilgesellschaftlichem oder investigativem Interesse begründen. Dass solche Einschränkungen nicht ohne Widerstand bleiben, verdeutlichen Proteste zivilgesellschaftlicher Gruppen, die auf den Verlust an öffentlicher Kontrolle durch Transparenz hinweisen.

Neben der Einschränkung beim Kreis der Berechtigten adressiert Hennemann auch die vorgesehene Anpassung bei den Gebühren. Die Kosten für eine Auskunft sollen „im Einklang mit dem Kostendeckungsprinzip“ angepasst werden. Technisch klingt das nach einer Buchhaltungsfrage, praktisch kann es aber die Hürde für einzelne Anfragen spürbar erhöhen, wenn Gebühren konsequent mit dem Verwaltungsaufwand verknüpft werden. Zudem steht im Raum, dass Namen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörden in Antworten künftig geschwärzt werden. Genau hier treffen zwei Anliegen aufeinander: Für die demokratische Kontrolle ist Namensnennung ein wichtiges Element der Nachvollziehbarkeit, während die Verwaltung zugleich berechtigte Interessen an Datenschutz und Schutz vor unerwünschter Kontaktaufnahme verfolgt. Der Text macht deutlich, dass Hennemann diese Zielkonflikte offenbar nicht als sauber austariertes Gesamtpaket sieht.

Dass das IFG in der Praxis Wirkung entfaltet, belegt der Artikel über Beispiele aus der Vergangenheit: So seien Informationen rund um die Corona-Maskenaffäre um den damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugänglich gewesen; außerdem werden Angaben zu Nebeneinkünften von Abgeordneten sowie Kontakte zu Lobbyisten genannt. Solche Fälle zeigen, wie Transparenzgesetze nicht nur Verwaltungsvorgänge „öffentlich sichtbar“ machen, sondern auch den Recherche- und Kontrollraum für Medien, Zivilgesellschaft und betroffene Bürger erweitern. Gleichzeitig ist die im Text anklingende Sorge nachvollziehbar, dass eine Reform die Mechanik des IFG verändert, ohne die verfassungsrechtliche Tragweite ausreichend zu berücksichtigen. Hennemann äußert zudem verfassungsrechtliche Zweifel im Kontext der geplanten Reform von Gesetzen, die Aufgaben und Befugnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und des Bundesnachrichtendienstes (BND) regeln.

Über den Bereich Transparenz hinaus setzt der Datenschutzbeauftragte einen zweiten Schwerpunkt: den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Er beschreibt Handlungsbedarf bei der Stärkung der digitalen Souveränität Deutschlands und Europas, insbesondere dort, wo Abhängigkeiten und missbräuchliche Praktiken durch autoritäre Staaten befürchtet werden. Parallel kündigt sein Haus „technologische Sprünge“ in den Blick zu nehmen – ausdrücklich im Bereich KI. Entscheidend ist dabei die von ihm geforderte Vorausschau: Nicht erst im Nachhinein auf Vorfälle reagieren, sondern regulatorische Begleitung und strategische Planung als Teil der KI-Entwicklung etablieren. Seine Metapher „Vorfahrtsstraßen und Stopp-Schilder“ für den Datenverkehr übersetzt diese Idee in ein Bild für Governance: Klare Regeln dafür, wann Daten genutzt werden dürfen, wann Pflichten greifen und wo Grenzen gesetzt werden müssen, bevor aus einem technischen Prozess ein Risiko wird.

Für Unternehmen, die KI-Systeme in der Produktentwicklung oder im Betrieb einsetzen, lässt sich aus der beschriebenen Linie ein praktischer Handlungsdruck ableiten. Wer KI nutzt, verarbeitet in aller Regel personenbezogene Daten oder Daten, die in Kombination Rückschlüsse auf Personen ermöglichen können. In so einem Umfeld reichen reine Compliance-Dokumente oft nicht aus; gefragt sind belastbare technische und organisatorische Kontrollen entlang der Datenwege. Dazu gehören unter anderem klare Zweckbindung bei Trainings- und Evaluationsdaten, nachvollziehbare Zugriffsketten im Betrieb sowie eine Bewertung von Modell- und Datenrisiken vor dem Rollout. Gleichzeitig wirkt die Reformdebatte rund um das Informationsfreiheitsgesetz indirekt: Transparenz über Prozesse und Entscheidungen bleibt ein Hebel für externe Prüfung, aber die konkreten Änderungen bei Gebühren, Schwärzungen und Berechtigten beeinflussen, wie leicht sich diese Kontrolle organisieren lässt. In Summe entsteht damit ein Bild, in dem Datenschutz nicht als nachgelagertes „Pflichtenheft“ verstanden wird, sondern als Leitplanke für Technikgestaltung und demokratische Kontrolle zugleich.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Bundesdatenschutzbeauftragter Bundesnachrichtendienst Datenschutz Datenverkehr Digital Souveränität Gebühren Ifg Informationsfreiheitsgesetz KI Kostendeckungsprinzip Künstliche Intelligenz Regulatorik Transparenz Verfassungsschutz
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Salsa gegen depressive Symptome: randomisierte Studie bei jungen Erwachsenen


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Datenschutzbeauftragter fordert Stopp-Schilder für KI und kritisiert IFG-Reform« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.286 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs