HYDERABAD / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein ehemaliger Mitarbeiter von Coinbase wurde in Indien verhaftet, nachdem er Hackern geholfen hatte, sensible Kundendaten zu stehlen. Der Vorfall hat die Sicherheitspraktiken des Unternehmens in den Fokus gerückt und zeigt die Risiken, die mit der Auslagerung von Kundensupport verbunden sind.

In Hyderabad, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Telangana, wurde ein ehemaliger Mitarbeiter von Coinbase verhaftet, der Hackern geholfen hatte, sensible Kundendaten aus einer Unternehmensdatenbank zu stehlen. Diese Verhaftung ist Teil einer größeren Untersuchung, die weitere Festnahmen erwarten lässt, wie Coinbase-CEO Brian Armstrong mitteilte.
Coinbase, eine führende amerikanische Kryptowährungsbörse, ermöglicht den Handel mit Kryptowährungen und bietet digitale Wallet-Dienste an. Mit über 100 Millionen registrierten Nutzern weltweit und einem vierteljährlichen Handelsvolumen von mehr als 235 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen ein bedeutender Akteur im Finanzdienstleistungssektor.
Im Mai 2025 gab Coinbase bekannt, dass abtrünnige Kundensupport-Mitarbeiter Hackern Zugang zu sensiblen Daten gewährt hatten. Diese forderten ein Lösegeld von 20 Millionen US-Dollar, um die gestohlenen Informationen nicht zu veröffentlichen. Der Vorfall betraf etwa 69.500 Kunden und führte zur Offenlegung von Namen, Geburtsdaten, den letzten vier Ziffern der Sozialversicherungsnummern, physischen Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen.
Einige Kunden waren zusätzlich von der Offenlegung gescannter Dokumente betroffen, die im Rahmen der „Know Your Customer“-Prozesse (KYC) erhoben wurden. Im Juni gab Coinbase ein Update heraus, das den Vorfall auf TaskUs, eine in Indien ansässige Kundensupport-Outsourcing-Firma, zurückführte. Dort wurden Mitarbeiter von Hackern bestochen, um Zugang zu den Systemen zu erhalten.
TaskUs erklärte, dass der Vorfall nur zwei Personen betraf und die gesamte Abteilung mit 226 Mitarbeitern geschlossen wurde. Diese Entwicklungen folgen auf die Anklage gegen Ronald Spektor, einen Betrüger aus Brooklyn, der sich als Coinbase ausgab, um Gelder von ahnungslosen Kunden zu stehlen. Spektor erbeutete 16 Millionen US-Dollar von 100 Opfern, von denen nur 605.000 US-Dollar zurückgewonnen werden konnten.
Coinbase betonte in einer Stellungnahme, dass Krypto-Transaktionen nachvollziehbar sind und Ermittler in Zusammenarbeit mit Plattformen und Strafverfolgungsbehörden den Geldfluss verfolgen können. „Bei Coinbase arbeiten wir direkt mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, nutzen Blockchain-Tracking und andere Werkzeuge, um Täter zu identifizieren und Strafverfolgungen zu unterstützen“, so ein Unternehmenssprecher.
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