MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der Grafikkarten sorgt eine Empfehlung für Aufsehen: Zwei Spielstudios raten Besitzern von NVIDIA RTX-4000-Grafikkarten, auf ältere Treiberversionen zurückzugreifen. Diese Empfehlung basiert auf Berichten über Instabilitäten und Performance-Probleme mit den neuesten Treibern.

Die neuesten Grafiktreiber von NVIDIA, insbesondere die 572er-Serie, stehen im Verdacht, auf RTX-4000-Grafikkarten instabil zu laufen. Zwei Entwicklerstudios, Inzoi Studio und Neople, haben nun öffentlich empfohlen, auf den älteren GeForce-Treiber 566.36 aus dem Dezember 2024 zurückzugreifen. Diese Empfehlung wird auf den Steam-Seiten der Spiele ‘Inzoi’ und ‘The First Berserker: Khazan’ veröffentlicht, wo die Studios übereinstimmend berichten, dass der aktuelle Treiber 572.83 zu Rucklern und Framedrops führen kann. Der ältere Treiber soll diese Probleme nicht aufweisen, unterstützt jedoch nicht den KI-Upscaler DLSS 4. Interessanterweise sind RTX-3000-Grafikkarten von diesen Problemen nicht betroffen, während sich die Studios zu älteren Modellen wie der RTX-2000-Serie nicht äußern. Wer bereits den neuen Treiber installiert hat, kann diesen deinstallieren und die ältere Version neu aufspielen. Hierbei empfiehlt sich die Nutzung des Display Driver Uninstaller (DDU) für eine saubere Deinstallation. Zudem sollten automatische Treiber-Updates in der NVIDIA App deaktiviert werden, um ungewollte Aktualisierungen zu vermeiden. Seit Monaten häufen sich Berichte über Probleme mit RTX-4000-Grafikkarten in Verbindung mit aktuellen Treibern. In Foren wie dem offiziellen NVIDIA-Forum und auf Reddit wird von gelegentlichen Abstürzen berichtet, bei denen Windows-Bluescreens auf die NVIDIA-Datei nvlddmkm.sys verweisen. Teilweise stürzen Spiele auch ohne Fehlermeldung ab. Anwender berichten, dass ein Downgrade der Treiber in vielen Fällen Abhilfe schaffen konnte, auch wenn die Fallzahlen zu klein sind, um ein grundlegendes Problem zu bestätigen. NVIDIA hat sich bisher nicht zu diesen Berichten geäußert, was bei betroffenen Nutzern für Unmut sorgt. Die Empfehlung der Studios, ältere Treiber zu verwenden, zeigt, wie wichtig es ist, dass Hardware- und Softwarehersteller eng zusammenarbeiten, um eine optimale Performance zu gewährleisten. Die Problematik verdeutlicht auch die Herausforderungen, die mit der ständigen Weiterentwicklung von Treibern und der Integration neuer Technologien einhergehen. Es bleibt abzuwarten, ob NVIDIA in naher Zukunft ein Update veröffentlicht, das die aktuellen Probleme behebt, oder ob Nutzer weiterhin auf ältere Treiberversionen angewiesen sind.
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