WIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – In Wien zeigen easyTherm und Bauherrenhilfe.org bei einer exklusiven B2B-Fachveranstaltung, wie Energieautarkie im Wohnbau wirtschaftlich funktionieren soll. Im Fokus stehen hochgradig energieautarke Wohngebäude, bei denen erneuerbare Energien, intelligente Speicherlösungen und moderne Gebäudetechnik zusammenspielen. Auf der Bühne referieren unter anderem Prof. Timo Leukefeld sowie DI Günther Hraby über Chancen für Versorgungssicherheit und planbare Energiekosten. Die Teilnahme ist limitiert; die Veranstaltung findet am 29.9.2026 statt.

Steigende Energiekosten der vergangenen Jahre wirken im Wohnbau wie ein Stresstest: Plötzlich rückt die Frage in den Vordergrund, wie sich Wohnungen und ganze Quartiere unabhängig von kurzfristigen Preisbewegungen betreiben lassen. Genau an dieser Stelle setzt die B2B-Fachveranstaltung „Wohnen ohne Energiekrise – Energieautarkie als neues Geschäftsmodell im Wohnbau“ an, die am 29.9.2026 in Wien stattfindet. Veranstalter sind die easyTherm GmbH und Bauherrenhilfe.org, und sie positionieren Energieautarkie nicht als Zukunftsvision, sondern als potenziell messbaren Wettbewerbsfaktor für Bauträger, Projektentwickler und Investoren.
Technisch betrachtet geht es bei energieautarken Gebäuden weniger um ein einzelnes Bauteil als um eine Systemarchitektur: Erzeugung aus erneuerbaren Quellen, steuerbare Lasten, ausreichende Speicherfähigkeit und eine Gebäude- bzw. Gebäudetechnik, die im Tages- und Jahresverlauf stabil bleibt. Laut Veranstaltungsbeschreibung sollen praxiserprobte Konzepte zeigen, wie erneuerbare Energien, intelligente Speicherlösungen und moderne Gebäudetechnik gemeinsam mehr Rendite und mehr Unabhängigkeit liefern. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass die Planung nicht nur die installierte Leistung betrachtet, sondern die zeitliche Kopplung von Stromerzeugung und Verbrauch optimiert – also etwa, wie sich Lastspitzen glätten lassen und welche Speicherkapazität erforderlich ist, um Autarkieziele über Stunden oder Tage hinweg realistisch zu stützen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich diese Technik in wirtschaftliche Geschäftsmodelle übersetzen lässt. Energieautarkie kann aus Investorensicht mehrere Hebel berühren: Erstens die Betriebs- und Nebenkostenstabilität, zweitens die Möglichkeit, Abhängigkeiten von externen Energiepreisen zu reduzieren, und drittens die Chance, sich über Versorgungssicherheit gegenüber Bauherren und Bewohnern zu profilieren. Die Veranstaltung adressiert deshalb ausdrücklich nicht nur Planer und Vertreter der Immobilienwirtschaft, sondern auch Investoren und Projektentwickler. Gerade für diese Gruppen ist entscheidend, dass die Konzepte nicht nur technisch funktionieren, sondern im Projektalltag kalkulierbar bleiben – etwa im Zusammenspiel von Bauqualitätsanforderungen, Gebäudetechnik und der Fähigkeit, Energieflüsse über das Jahr hinweg so zu steuern, dass die Systeme nicht zu häufig an ihre Grenzen geraten.
Auf der Bühne werden dazu mehrere Perspektiven zusammengeführt. Prof. Timo Leukefeld wird als Energie- und Solar-Pionier angekündigt, der das erste hochgradig energieautarke Wohnquartier Europas entwickelt haben soll, bevor er laut Programm als Vordenker für zukunftsfähige Wohnkonzepte auftritt. Ergänzend bringt Günther Nussbaum, Obmann der Bauherrenhilfe, langjährige Expertise aus Bauqualität und Gebäudesicherheit in die Diskussion ein – ein Punkt, der für die Umsetzung oft genauso relevant ist wie die Energietechnik selbst. Denn energieautarke Konzepte stehen oder fallen häufig an Details: Bauphysikalische Stabilität, Ausführungstoleranzen und die Qualität der Schnittstellen zwischen Gebäudehülle, Haustechnik und Regelungssystemen entscheiden mit darüber, ob theoretische Einspar- und Autarkieannahmen im Betrieb erreicht werden.
Mit DI Günther Hraby, CEO der easyTherm GmbH, wird zudem ein Fokus auf hocheffiziente Infrarotheizungssysteme gesetzt. In der Kommunikation geht es dabei um Chancen und Potenziale energieautarker Gebäude, wobei besonders die Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und langfristig stabile Wohnkosten genannt werden. Für viele Projekte ist gerade die Heiztechnik ein zentraler Lastfaktor: In energieautarken Konzepten muss sie so in die Energie- und Regelstrategie integriert sein, dass sie sich mit der verfügbaren Erzeugung und dem Speicherstatus synchronisieren lässt. Eine schlüssige Regelung kann dabei helfen, die Phasen der stärkeren Eigenstromnutzung zu nutzen, ohne Komfort oder Temperaturstabilität im Alltag zu kompromittieren. Entsprechend dürfte im Veranstaltungskontext vor allem die Frage diskutiert werden, wie sich Effizienzgewinne in der Heizperiode in ein Gesamtenergiesystem überführen lassen.
Für die Branche ist außerdem interessant, wie solche Initiativen den Markt verschieben können. Wenn Energieautarkie als Geschäftsmodell auftaucht, verschiebt sich die Rolle von Energieversorgung im Projekt: Statt nur „Technik nach Standard“ zu planen, müssen Konzepte zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie von Beginn an als Bestandteil des Wertversprechens behandelt werden. Das betrifft sowohl die technische Auslegung als auch die Verlässlichkeit für Bewohner, weil stabile Wohnkosten in der Praxis oft mehr bedeuten als reine Nachhaltigkeitsargumente. Zugleich ist die Ankündigung einer limitierten Teilnehmerzahl ein Hinweis darauf, dass die Veranstaltung offenbar stark auf Austausch in kleinerem Kreis ausgelegt ist – mit dem Ziel, aus konkreten Projekterfahrungen heraus zu erklären, warum autarke Systeme in der Planung und Umsetzung funktionieren können und wo die Grenzen typischer Fehlerbilder liegen.
Wer an der Fachveranstaltung teilnehmen möchte, soll sich laut Programm anmelden, und als Termin ist 29.9.2026 in Wien angegeben. Für Unternehmen aus der Immobilien- und Technikseite kann das ein sinnvoller Zeitpunkt sein, um die eigenen Planungsansätze gegen praxistaugliche Referenzen abzugleichen. Denn die eigentliche Frage hinter dem Format „Wohnen ohne Energiekrise“ lautet: Welche Kombination aus Erzeugung, Speicher und Gebäudetechnik reduziert nicht nur die Abhängigkeit vom Energiemarkt, sondern macht das auch in der Projektrealität planbar? Genau diese Kopplung aus Technik, Umsetzungserfahrung und wirtschaftlicher Einbettung steht im Zentrum – und sie wird für den Wohnbau in den kommenden Jahren voraussichtlich stärker zu einem Entscheidungskriterium werden, je schneller sich Energiepreise, Regulatorik und Nutzererwartungen gleichzeitig bewegen.
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