WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat ein Importverbot für ausländische Router verhängt. Diese Maßnahme soll die Cybersicherheit und die nationale Sicherheit der USA stärken. Die Entscheidung folgt einer Einschätzung von Regierungsbehörden, die ausländische Router als potenzielle Bedrohung für kritische Infrastrukturen identifiziert haben.

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat kürzlich ein Importverbot für neue, im Ausland hergestellte Router verhängt. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Cybersicherheit und die nationale Sicherheit der USA zu stärken. Laut FCC-Vorsitzendem Brendan Carr stellen ausländische Router ein inakzeptables Risiko dar, da sie Schwachstellen in der Lieferkette aufweisen, die die US-Wirtschaft und kritische Infrastrukturen gefährden könnten.
Die Entscheidung der FCC basiert auf einer nationalen Sicherheitsbewertung durch Regierungsbehörden, die ausländische Router als potenzielle Bedrohung identifiziert haben. Diese Geräte könnten von staatlich und nicht-staatlich gesponserten Bedrohungsakteuren ausgenutzt werden, um in amerikanische Haushalte einzudringen, Netzwerke zu stören und Cyber-Spionage zu erleichtern. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, dass diese Router in Botnetze integriert werden könnten, um massive Cyberangriffe durchzuführen.
Einige bekannte Bedrohungsakteure, die mit China in Verbindung gebracht werden, wie Volt Typhoon und Salt Typhoon, haben bereits Botnetze aus ausländischen Routern genutzt, um Angriffe auf kritische amerikanische Infrastrukturen durchzuführen. Diese Angriffe zielen darauf ab, langfristigen Zugang zu Netzwerken zu erlangen und sensible Daten zu exfiltrieren. Die FCC betont, dass die bestehenden Sicherheitslücken in ausländischen Routern inakzeptabel sind und dringend behoben werden müssen.
Interessanterweise sind Starlink-Wi-Fi-Router von dieser Regelung ausgenommen, da sie in Texas, USA, hergestellt werden. Die FCC erlaubt es Herstellern von ausländischen Routern, eine bedingte Genehmigung zu beantragen, wenn sie nachweisen können, dass ihre Produkte keine Sicherheitsrisiken darstellen. Diese Genehmigungen werden vom Department of War oder dem Department of Homeland Security erteilt.
Das Verbot betrifft nur neue Modelle ausländischer Router, die noch nicht auf dem Markt sind. Bereits gekaufte Router können weiterhin genutzt werden, und Einzelhändler dürfen bestehende Modelle, die zuvor genehmigt wurden, weiterhin verkaufen. Diese Maßnahmen unterstreichen die Entschlossenheit der US-Regierung, die Cybersicherheit zu verbessern und die nationale Infrastruktur zu schützen.
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