WIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) warnt vor der wachsenden Gefahr durch sogenannte Money Mules, die unbewusst in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Diese Personen stellen ihre Bankkonten für illegale Geldtransfers zur Verfügung und tragen so zur Verschleierung von Geldwäsche bei. Besonders junge Erwachsene sind gefährdet, über vermeintlich attraktive Jobangebote in diese Netzwerke zu geraten.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat in einem neuen Kurzvideo auf die Gefahren durch sogenannte Money Mules hingewiesen. Diese Personen stellen ihre Bankkonten für Geldtransfers zur Verfügung und werden so unbewusst Teil krimineller Netzwerke, die illegale Geldströme verschleiern. Besonders häufig werden Money Mules über soziale Medien, täuschend echte Jobangebote oder Betrugsmaschen wie Romance-Scams angeworben.
Money Mules spielen eine zentrale Rolle in cybergestützten Betrugsformen wie Phishing, Hacking und Authority Scams. In diesen Fällen müssen Täter gestohlene Gelder schnell weiterleiten, um ihre Spuren zu verwischen. Darüber hinaus sind Money Mules oft in organisierte Kriminalitätsformen eingebunden, die mit Erträgen aus Drogen- und Menschenhandel oder anderen illegalen Aktivitäten verbunden sind.
Die FMA betont die Bedeutung von Prävention und Bewusstseinsbildung, da grundsätzlich jeder – unabhängig von Alter oder Beruf – ins Visier solcher Netzwerke geraten kann. Eine konzertierte Aktion von Europol im Jahr 2023 führte zur Identifizierung von 10.759 Money Mules in Europa, wobei Schäden in Höhe von rund 100 Millionen Euro gemeldet wurden. Dies stellt nur die Spitze eines größeren Eisbergs dar.
Besonders junge Erwachsene werden überdurchschnittlich häufig über vermeintlich attraktive Jobinserate im Internet und auf Social Media angesprochen. Diese versprechen schnelles Geld ohne viele Vorkenntnisse und meist bequem von zu Hause. Die FMA warnt eindrücklich davor, solche Jobangebote leichtfertig anzunehmen, da oft die Rekrutierung als Money Mule dahintersteckt.
Die FMA empfiehlt, lukrative Jobangebote kritisch zu hinterfragen, niemals Kontodaten leichtfertig an Dritte weiterzugeben und kein Geld für andere zu überweisen – auch nicht einmalig. Bei Verdacht sollte man sich an die Polizei oder direkt an die FMA wenden. Mit ihrem Video startet die FMA die zweite Staffel ihrer Kurzvideoreihe „1 Minute – 1 Begriff“, in der wichtige Finanzbegriffe kurz und bündig erklärt werden.
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