BOSTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass ein spezielles Gehirntraining das Risiko, an Demenz zu erkranken, um 25 Prozent senken kann. Die Forschung, die über zwei Jahrzehnte hinweg durchgeführt wurde, hebt die Bedeutung von visueller Geschwindigkeitsschulung hervor, um die kognitive Gesundheit im Alter zu fördern.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass ein gezieltes Gehirntraining das Risiko, an Demenz zu erkranken, um bis zu 25 Prozent senken kann. Diese Forschung, die über einen Zeitraum von 20 Jahren durchgeführt wurde, untersuchte die Auswirkungen von visueller Geschwindigkeitsschulung auf die kognitive Gesundheit älterer Erwachsener. Die Teilnehmer, die regelmäßig an diesem Training teilnahmen, zeigten signifikant geringere Raten von Alzheimer und anderen Formen der Demenz.
Die Studie, bekannt als ACTIVE, begann in den späten 1990er Jahren und umfasste 2.800 gesunde Erwachsene im Alter von 65 Jahren und älter aus sechs US-Bundesstaaten, darunter Massachusetts. Die Teilnehmer wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, wobei eine Gruppe ein spezielles Training zur visuellen Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit durchführte. Diese Gruppe zeigte die bemerkenswertesten Ergebnisse in Bezug auf die Reduzierung des Demenzrisikos.
Interessanterweise zeigte das Training, das sich auf Gedächtnis und logisches Denken konzentrierte, keine signifikante Verringerung des Demenzrisikos. Forscher vermuten, dass das Geschwindigkeitstraining eine spezifische Veränderung im Gehirn hervorruft, die als prozedurales Lernen bekannt ist. Diese Art des Lernens, ähnlich wie das Erlernen des Fahrradfahrens, führt zu einer dauerhaften Umstrukturierung des Gehirns, die auch nach vielen Jahren wieder aufgenommen werden kann.
Die Ergebnisse dieser Studie sind besonders relevant angesichts der alternden Bevölkerung und der steigenden Zahl von Menschen, die an Alzheimer erkranken. Laut der Alzheimer’s Association wird erwartet, dass sich die Zahl der Betroffenen in den USA bis 2060 fast verdoppeln wird. Daher sind solche präventiven Maßnahmen von großer Bedeutung, um die kognitive Gesundheit zu fördern und die Lebensqualität im Alter zu verbessern.
Die Forscher betonen jedoch, dass Gehirntraining nicht die einzige Maßnahme zur Reduzierung des Demenzrisikos ist. Andere Faktoren wie ausreichender Schlaf, körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Dennoch bietet das Geschwindigkeitstraining eine vielversprechende Ergänzung zu bestehenden Präventionsstrategien und könnte in Zukunft eine größere Rolle in der Gesundheitsförderung älterer Menschen spielen.
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