WIESBADEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden in Deutschland erreichen 2025 mit rund 76,4 Milliarden Euro einen weiteren Rekord. Nach dem Rückgang 2020 stiegen die Einnahmen seit 2021 kontinuierlich bis in die Jahre 2021 bis 2024 auf Höchststände. Im Vorjahresvergleich fällt das Plus mit 1,5 Prozent moderat aus, während einzelne Länder deutlich stärker zulegen. Parallel dazu entwickeln sich die Grundsteuern unterschiedlich: Grundsteuer A schrumpft, Grundsteuer B und die Gewerbesteuer bleiben stabil bis freundlich.

Für Kommunalfinanzen ist das Jahr 2025 ein klarer Belastungstest mit positivem Ausgang: Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts summierten sich die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden auf rund 76,4 Milliarden Euro und erreichten damit einen weiteren Rekordstand. Der Verlauf davor wirkt wie eine Lehrstunde darüber, wie stark diese Steuer vom wirtschaftlichen Zyklus abhängt. Nachdem die Gewerbesteuer im ersten Corona-Jahr 2020 zurückgegangen war, schoben sich die Einnahmen in den Jahren 2021 bis 2024 wieder nach oben und lagen damit auf Höchstständen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. 2025 setzt die Entwicklung fort, allerdings nicht als Sprung, sondern als Fortsetzung: Im Vorjahresvergleich betrug das Plus 1,5 Prozent.
Interessant ist dabei vor allem die regionale Streuung, weil sie zeigt, wie unterschiedlich Unternehmen in den Bundesländern ihre Ertragslage und Investitionsbereitschaft gestalten. Besonders hohe Zuwächse meldeten Schleswig-Holstein und Saarland mit jeweils plus 13,0 Prozent sowie Hamburg mit plus 11,1 Prozent. Gleichzeitig stiegen in Summe die Einnahmen in elf Bundesländern. Die Gegenrichtung gibt es aber ebenso: Fünf Länder verzeichneten Rückgänge, darunter Bremen mit minus 12,0 Prozent, Baden-Württemberg mit minus 7,2 Prozent, Sachsen mit minus 6,9 Prozent, Brandenburg mit minus 6,8 Prozent und Rheinland-Pfalz mit minus 4,7 Prozent. Für kommunale Haushaltsplanungen ist diese Heterogenität praktisch bedeutsam, weil sie die Annahmen zu Erträgen und Liquidität oft stärker beeinflusst als ein bundesweiter Durchschnitt.
Beim Blick auf die Detailmechanik der Einnahmen rückt damit der zweite Hebel in den Vordergrund: die Hebesätze. Das Bundesamt ordnet die Entwicklung nicht nur den Steuersätzen zu, sondern betont den Zusammenhang, dass die Höhe der Gewerbesteuer und auch der Grundsteuer maßgeblich durch die kommunalen Hebesätze beeinflusst wird. Für 2025 lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden für die Gewerbesteuer bei 410 Prozent; das sind einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. In der Verteilung lag Hamburg vorne, Brandenburg hinten. Bei der Grundsteuer A, die auf das Vermögen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe erhoben wird, stieg der durchschnittliche Hebesatz um 15 Prozentpunkte auf 377 Prozent. Solche Änderungen wirken rechnerisch, aber sie überdecken häufig die wirtschaftliche Entwicklung, weshalb man die reinen Einnahmezahlen stets zusammen mit den Hebesatzbewegungen betrachten muss.
Die Grundsteuer zeigt 2025 dabei ein gespaltenes Bild: Während Grundsteuer A deutlich nachgibt, bleibt Grundsteuer B stabil bis leicht besser. Das Aufkommen aus Grundsteuer A belief sich demnach auf 0,3 Milliarden Euro und lag damit 19,6 Prozent unter dem Vorjahr. Dagegen konnten Gemeinden bei Grundsteuer B, also bei Grundstücken außerhalb der Land- und Forstwirtschaft, 15,8 Milliarden Euro einnehmen; das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent. Hinzu kommt die Grundsteuer C, die auf unbebaute baureife Grundstücke festgesetzt werden kann. In der Praxis wird diese Option jedoch offenbar zögerlich genutzt: Die Einnahmen aus Grundsteuer C betrugen insgesamt 5,8 Millionen Euro. Für Politik und Verwaltung ist das ein Hinweis darauf, dass die Umsetzung in der Fläche komplex ist – etwa bei der Abgrenzung betroffener Grundstücke oder bei der kommunalen Priorisierung gegenüber anderen Finanzbedarfen.
Ein Gesamtbild entsteht, wenn man Realsteuern zusammen betrachtet, also Grund- und Gewerbesteuer. Insgesamt erzielten die Gemeinden in Deutschland 2025 Einnahmen aus diesen Realsteuern in Höhe von rund 92,5 Milliarden Euro. Damit stieg das Aufkommen im Vorjahresvergleich um 1,3 Prozent. Diese Rate liegt unter dem Plus bei der Gewerbesteuer, was genau zu dem gegenläufigen Effekt bei der Grundsteuer A passt. Dass die Grundsteuer insgesamt nicht stark aus dem Rahmen fällt, wird außerdem dadurch unterstrichen, dass die Einnahmen aus Grundsteuern aller Gemeinden gegenüber dem Vorjahr in Summe unverändert bei 16,1 Milliarden Euro blieben. Für Fachleute in Kämmerereien ist das relevant, weil es die Planbarkeit verbessert: Wenn ein Teilbereich (Gewerbesteuer) wächst, der andere aber (Grundsteuer A) sinkt, entsteht häufig ein stabilerer Sockel – mit dem Risiko, dass sich Schwankungen bei einzelnen Positionen über Hebesatzänderungen und konjunkturelle Effekte trotzdem weiter verstärken können.
Für die weitere Einordnung lohnt sich ein Blick auf die Kombination aus Rekordniveau und moderatem Wachstum. Rekorde signalisieren in der Regel, dass der wirtschaftliche Rückenwind vorhanden ist, aber die kommunale Finanzlage hängt zugleich von der Geschwindigkeit ab, mit der diese Dynamik in künftige Haushaltsjahre übergeht. Gerade die regionalen Ausschläge – Hamburg deutlich im Plus, Baden-Württemberg oder Bremen dagegen klar im Minus – machen deutlich, dass ein einheitlicher Bundesblick kommunale Realitäten nur begrenzt trifft. Gleichzeitig zeigt der Befund zur Grundsteuer C, dass steuerpolitische Instrumente nicht automatisch zu einer schnellen Umverteilung der Einnahmen führen, sondern verwaltungs- und planungsseitige Umsetzung erfordern. Unterm Strich liefert 2025 damit ein differenziertes Bild: mehr Spielraum durch Gewerbesteuerwachstum, zugleich aber eine weiterhin sensible Abhängigkeit von Unternehmensgewinnen und lokalen Entscheidungsspielräumen über Hebesätze.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Gewerbesteuer 2025 auf Rekord: 76,4 Milliarden Euro sorgen für Aufwind" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Gewerbesteuer 2025 auf Rekord: 76,4 Milliarden Euro sorgen für Aufwind" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Gewerbesteuer 2025 auf Rekord: 76,4 Milliarden Euro sorgen für Aufwind« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!