FRANKFURT AM MAIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Gisèle Pelicot spricht auf der Frankfurter Buchmesse über die Jahre, in denen sie von ihrem Ex-Mann betäubt, missbraucht und anderen Männern zur Verfügung gestellt wurde. Nach der Verurteilung ihres Ex-Partners zu 20 Jahren Haft und weiteren Strafen für Mitangeklagte berichtet sie, wie sie ihre Würde zurückerobern will. Im Zentrum steht für sie der Wunsch, Scham nicht beim Opfer anzusiedeln. Gleichzeitig fordert sie, Kinder und besonders Jungen sehr früh so zu erziehen, dass Respekt vor Frauen selbstverständlich wird.

Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht
Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Gisèle Pelicot nutzt die Bühne auf der Frankfurter Buchmesse, um zwei Ebenen miteinander zu verbinden: den persönlichen Weg aus jahrzehntelangem Kontrollverlust und die gesellschaftliche Frage, warum es überhaupt zu sexualisierter Gewalt kommen konnte. Die 73-Jährige beschreibt, dass sie ihren Ex-Mann und Peiniger „unbedingt irgendwann“ treffen möchte, auch wenn sie offenbar keine Antworten erwarten kann. Gerade dieses Nicht-Verstehen habe ihren weiteren Schritt nicht gebremst, sagt Pelicot sinngemäß: Die Entscheidung, den Prozess nicht hinter verschlossenen Türen zu führen, gehört für sie zu einem Lebensweg, der nicht mit dem Urteil endet.

Was sie aus dem Gerichtsalltag mitnimmt, ist vor allem die Konfrontation mit einer massiven Übermacht. Pelicot berichtet, sie habe „wie in Vollnarkose“ gelebt, über viele Stunden, über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren. In der Tat, die das Strafmaß bestimmt hat, ging es um eine wiederholte Betäubung und das Missbrauchen sowie darum, dass sie als Opfer für Vergewaltigungen durch andere Männer angeboten worden sei. 2024 wurde ihr Ex-Mann zu 20 Jahren Haft verurteilt; 50 weitere, zumeist wegen schwerer Vergewaltigung mitangeklagte Männer erhielten Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren. Damit wird aus einem Einzelschicksal juristisch ein Muster sichtbar – und aus Sicht von Pelicot auch gesellschaftlich ein Test, ob Öffentlichkeit im Kern zur Aufklärung beitragen kann.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur der Blick zurück, sondern auch die Art, wie Pelicot die Gegenwart beschreibt. Sie sagt, die Liebe habe sie nicht verlassen, und sie könne wieder vertrauen. Konkret verweist sie darauf, dass sie sich in ihrem Alter nochmals verliebt habe und dies als persönlichen Einschnitt erlebt. Zugleich bleibt sie „auf der Hut“ – Vertrauen ist für sie also kein naives Zurückdrehen der Vergangenheit, sondern eine bewusste Entscheidung im Hier und Jetzt. Diese Spannung zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Notwendigkeit, Grenzen zu setzen, erklärt auch, warum sie den Prozess öffentlich gemacht hat: Für sie hätte das Verstecken der eigenen Erfahrung im Gerichtssaal Scham erzeugen können – und zwar bei ihr, statt bei den Tätern.

Auf die Frage, was mit der Gesellschaft nicht stimme, reagiert Pelicot mit einem klaren Machtdiskurs. Sie ordnet die Gewalt in eine Macho-Gesellschaft ein und argumentiert, dass Frauen mehr Macht übernehmen und weniger Angst haben müssten. Der entscheidende Punkt kommt jedoch weniger als Forderung nach abstrakter Gleichberechtigung, sondern als Anleitung für frühe Sozialisation: Respekt müsse bereits in der frühen Erziehung vermittelt werden. Pelicot betont, man müsse „Kinder sehr früh erziehen“, insbesondere Jungen. Sie fordert, kleinen Kindern vorzuleben, dass eine Frau kein Objekt ist, dass auch die Freundin kein Objekt ist, und dass Respekt gegenüber Frauen von Anfang an in den Alltag gehört.

Dass Pelicot dabei auch den Blick in andere aktuelle Fälle richtet, zeigt, wie stark sie Öffentlichkeit als Teil der Prävention begreift. Sie nennt mit Blick auf einen bekannt gewordenen Missbrauchsfall an einer US-Elite-Universität die Frage nach gesellschaftlichen Strukturen, ohne den Fall im Detail zu bewerten. Ihr Ziel ist weniger die schnelle Empörung, sondern die Wiederholung derselben Leitlinie: Wo Machtgefälle mit Rollenbildern zusammenkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Grenzen verletzt werden. Für eine Medien- und Kulturperspektive heißt das: Öffentliche Debatten sind dann sinnvoll, wenn sie aus Einzelfällen verständliche Prinzipien ableiten – etwa die Frage, wie früh Aufmerksamkeit, Sprache und Verhalten so geprägt werden, dass Übergriffe erst gar keine „Normalität“ werden.

Aus dem technologischen Blickwinkel auf Informations- und Kommunikationsprozesse lässt sich Pelicots Haltung außerdem als Strategie gegen „Unsichtbarmachung“ lesen. Der Verzicht auf geschlossene Verfahren kann als Gegenmittel gegen Mechanismen wirken, die Betroffene in Schweigen drängen. In digitalen Zeiten wird diese Dynamik zusätzlich verstärkt oder abgefedert: Plattformen, Reichweitenmodelle und Kommentarwelten entscheiden mit darüber, ob Betroffene Unterstützung erfahren oder noch einmal entwürdigt werden. Pelicots Appell, Scham nicht dem Opfer zuzuschreiben, ist damit nicht nur moralisch, sondern auch praktisch relevant für jede Umgebung, in der Aussagen öffentlich werden.

Für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen folgt daraus eine klare Konsequenz: Prävention darf nicht bei Kampagnen stehen bleiben, sondern muss in Trainings, Führungskultur und Alltagsregeln verankert werden. Pelicot fordert frühe Erziehung – das lässt sich später in Programme für Schulen, Jugendarbeit und auch in die Erwachsenenwelt übertragen, etwa in Onboarding-Prozesse, in klare Meldestrukturen und in konsequente Reaktionen auf Grenzverletzungen. Entscheidend ist dabei der Ton: Nicht die Betroffenen müssen „richtig“ reagieren, sondern Systeme müssen so gestaltet sein, dass Verantwortung nicht verschoben wird. Genau in diese Richtung lässt sich Pelicots Botschaft einordnen: Sie will, dass der Blick auf Täter und Machtverhältnisse gerichtet bleibt – und dass Respekt nicht als moralischer Zusatz, sondern als Teil der Erziehung verstanden wird.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Buchmesse Frankfurt Gericht Gesellschaft Gewaltprävention KI KI-Entwicklung Kriminalität Künstliche Intelligenz Memoiren Vergewaltigung
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Gisèle Pelicot fordert frühen Respekt für Frauen – und mehr Macht« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    918 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs