LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Venture-Chefin ordnet die KI-Nähe großer Investmentbanken vor allem über Finanzierung, Beteiligungen und Deal-Strukturierung ein. Für Goldman Sachs und JPMorgan steht damit weniger ein „KI-Gewinn“ im Vordergrund, sondern die Frage, wann sich KI-bezogene Transaktionen in Gebühren und Orderbeständen sichtbar machen. Auf Basis der jüngsten Quartalszahlen zeigt sich: Emissionsgeschäfte ziehen an, der Auftragsbestand aber sinkt. Gleichzeitig wird ein möglicher Börsengang von Anthropic als Katalysator diskutiert.

Die KI-Erzählung rund um große Investmentbanken klingt oft so, als würde Künstliche Intelligenz unmittelbar in den Ergebniszeilen auftauchen. Genau an dieser Stelle setzt die Einschätzung von Momei Qu, Leiterin Venture Investments bei PSP Growth, an: Der KI-Ausbau binde Banken vor allem über Finanzierung und Beteiligungen an Transaktionen zusammen, die Gewinne entfalteten sich jedoch nicht automatisch in den gemeldeten Zahlen. Für Anleger wird daraus eine klassische Wertpapierfrage: Wie viel der „KI-Kopplung“ ist bereits real verdient – und wie viel bleibt vorerst eine Option, die erst bei bestimmten Deal-Triggern monetarisiert wird?
Qu verweist auf den Mechanismus, über den KI-Ökosysteme typischerweise Kapitalbewegungen auslösen: Kreditfinanzierungen für den Ausbau, außerdem Beteiligungen an möglichen Börsengängen und Übernahmen. Wenn sich bei einer KI-Welle mehr Übernahmen ergeben, könnten Banken laut dieser Logik besonders profitieren, weil sich dann nicht nur Emissions- und Handelsvolumen erhöht, sondern auch Beratung, Strukturierung und Platzierung komplexer werden. In das gleiche Bild passt die Einschätzung von Herman Chan, Analyst bei Bloomberg Intelligence: Der anstehende Börsengang von Anthropic wird als Ereignis betrachtet, das Goldman Sachs und Morgan Stanley potenziell Vorteile verschaffen könnte. Gleichzeitig kommt ein Gegenargument dazu, das eher aus der Finanzierungsecke stammt: Wenn Banken Anleihen zur Refinanzierung von Rechenzentrumsinvestitionen strukturieren, kann eine langsamere KI-Ausgabenlinie die gebührenrelevanten Aktivitäten dämpfen. Die These ist also nicht eindimensional – sie hängt davon ab, ob die KI-Investitionen stabil bleiben.
Schaut man auf die harten Quartalsdaten, rückt das Investmentbanking in den Mittelpunkt. Goldman Sachs meldete für das dritte Quartal Nettoerlöse von 18,68 Milliarden US-Dollar, 23 % mehr als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 17,01 US-Dollar nach 12,25 US-Dollar ein Jahr zuvor. Entscheidender für die „KI-Deal“-Debatte sind jedoch die Gebührenblöcke: Die Investmentbanking-Gebühren stiegen um 21 % auf 3,22 Milliarden US-Dollar. Vor allem das Geschäft mit Aktienemissionen wuchs um 43 %, getragen von höheren Erlösen aus Börsengängen und Folgeemissionen. Genau dieses Profil würde zu einem Börsengang-Impuls passen – wobei der Text auch eine Bremse nennt: Der Auftragsbestand im Investmentbanking sank gegenüber Ende des zweiten Quartals. Ob KI-bezogene Transaktionen diese Lücke füllen, bleibt damit ein Zeitpunktsthema und nicht nur ein Themen- oder Branchenargument.
Bei JPMorgan steht das Bild in Teilen ähnlich, aber mit einer anderen Gewichtung. Die Bank erhöhte im dritten Quartal den Gewinn je Aktie auf 5,57 US-Dollar nach 5,07 US-Dollar im Vorjahr. Die Investmentbanking-Gebühren lagen bei 3,0 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 14 %. Damit ist die Finanzierungskomponente im laufenden Betrieb sichtbar – doch die zentrale Frage bleibt dieselbe wie bei Goldman Sachs: Inwieweit sind die Aktivitäten bereits KI-getrieben, und wie stark spiegeln sie das klassische Kapitalmarktgeschäft wider, das ohnehin stark von Marktzyklen abhängt? Berichten zufolge soll Anthropic JPMorgan mit dem US-Privatanlegerverkauf im Rahmen des Börsengangs betraut haben; Goldman Sachs und Morgan Stanley sollen das Angebot führen. Für die Anlegerlogik bedeutet das: Eine mögliche KI-Katalyse würde voraussichtlich primär über das Emissions- und Platzierungsgeschäft in den Zahlen greifen, nicht als „KI-Software-Umsatz“.
Für die Bewertung der beiden Banken heißt das in der Praxis: Solange sich die KI-Verbindung nicht in den gemeldeten Zahlen abbildet, ruht die kurzfristige Einschätzung weit stärker auf dem klassischen Instrumentarium – Emissionen, Übernahmen und Handel. Das KI-Thema wirkt dann eher wie eine zusätzliche Option, die erst dann ins Spiel kommt, wenn konkrete Transaktionen realisiert werden. Wer sich über Goldman Sachs oder JPMorgan indirekt am KI-Ausbau beteiligen will, kauft damit vor allem ein kapitalmarkt- und zyklusabhängiges Plattformgeschäft. Entscheidend ist dabei, welche Hebel die Institute nutzen: Goldman Sachs zeigt im Text als stärker auf das Investmentbanking fokussiert und soll den Anthropic-Börsengang gemeinsam mit Morgan Stanley anführen. Ein erfolgreicher Großbörsengang würde dort besonders unmittelbar im Emissionsgeschäft ankommen, das im dritten Quartal bereits deutlich um 43 % zulegte.
JPMorgan erscheint demgegenüber breiter aufgestellt. Laut der Darstellung führt die Rolle beim US-Privatanlegerverkauf zu einem anderen Risikoprofil: Das Institut profitiert weniger konzentriert von einzelnen Transaktionen als ein stärker federführendes Haus. Das kann stabilisieren, wenn sich Deal-Aktivitäten strecken oder wenn einzelne Platzierungen weniger stark ausfallen. Gleichzeitig kann genau diese Breite bedeuten, dass das KI-Ereignis weniger „durchschlägt“ als bei einem Anbieter, der direkt in der Emissionsführung steht. Auffällig bleibt aber auch hier der Risikofaktor aus der Pipeline: Der gesunkene Auftragsbestand bei Goldman Sachs deutet darauf hin, dass Wachstum nicht automatisch aus dem Trend folgt. Wenn sich der Anthropic-Börsengang verschiebt oder Technologiekonzerne ihre Rechenzentrumsinvestitionen verlangsamen, könnten Gebühren aus Emissionen und aus der Anleihestrukturierung kurzfristig geringer ausfallen. Für die Investment-These heißt das: Nicht nur auf den KI-Narrativanteil schauen, sondern auf Timing, Auftragsbestand und die nächste Ergebnisberichterstattung.
Für die kommenden Quartale ergeben sich damit klare Prüfsteine, die sich aus dem Text ableiten lassen: Erstens die Bedingungen des Börsengangs und die tatsächliche Abwicklung, weil sich daraus ableiten lässt, wann Gebühren realisiert werden. Zweitens die Entwicklung des Auftragsbestands im Investmentbanking, weil er die Wahrscheinlichkeit neuer Deal-Aktivität in den Folgeperioden widerspiegelt. Drittens die Aussagen zur KI-Finanzierung und zu Rechenzentrumsrelevanten Finanzierungsstrukturen, weil diese die Verbindung zwischen Infrastruktur-Ausbau und Bankgebühren konkret machen. Insgesamt steht weniger die Frage „Gibt es KI?“ im Raum, sondern „Wann wird sie buchhalterisch relevant?“ – und diese Antwort hängt beim Investmentbanking erfahrungsgemäß stärker von Marktfenstern als von reinen Tech-Trends ab.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Goldman Sachs und JPMorgan: KI-Zugang über Deals – aber noch ohne sichtbare Ergebniswirkung" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Goldman Sachs und JPMorgan: KI-Zugang über Deals – aber noch ohne sichtbare Ergebniswirkung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Goldman Sachs und JPMorgan: KI-Zugang über Deals – aber noch ohne sichtbare Ergebniswirkung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!