CHICAGO / LONDON (IT BOLTWISE) – IBM hat Pläne zur Schaffung von 750 neuen Arbeitsplätzen in Chicago angekündigt, die sich auf Cybersicherheit, Datenwissenschaft und Quantencomputing konzentrieren. Trotz beeindruckender Quartalszahlen und neuer KI-Tools wie der Plattform ‘Bob’ und der Granite-4.1-Modellfamilie, zeigt die IBM-Aktie eine negative Kursreaktion. Analysten sehen dennoch Potenzial für zukünftiges Wachstum.

IBM hat kürzlich Pläne zur Schaffung von 750 neuen Arbeitsplätzen in Chicago bekannt gegeben, die sich auf die Bereiche Cybersicherheit, Datenwissenschaft und Quantencomputing konzentrieren werden. Diese Ankündigung erfolgt parallel zur Einführung neuer KI-Tools und beeindruckender Quartalszahlen, die jedoch nicht verhindern konnten, dass die IBM-Aktie an Wert verlor. Analysten sehen dennoch Aufwärtspotenzial für das Unternehmen.
Die neue KI-Plattform ‘Bob’, die am 29. April veröffentlicht wurde, richtet sich an den gesamten Software-Entwicklungszyklus und kombiniert IBMs eigene Granite-Modelle mit Drittanbieter-Modellen wie Claude und Mistral. Interne Daten zeigen, dass die Produktivität bei komplexen Workflows um bis zu 45 Prozent gesteigert werden kann, was Entwicklern eine Zeitersparnis von bis zu zehn Stunden pro Woche ermöglicht. Die Plattform ist in einer Pro-Variante für 20 Dollar monatlich und in einer Ultra-Version für 200 Dollar erhältlich.
Zusätzlich hat IBM Research die Granite-4.1-Modellfamilie vorgestellt, die in drei Größenvarianten verfügbar ist. Das mittlere 8B-Modell soll effizienter arbeiten als das bisherige 32B-Modell, was einen deutlichen Fortschritt in der Rechenökonomie darstellt. Diese Entwicklungen unterstreichen IBMs Engagement in der KI-Forschung und -Entwicklung.
In Zusammenarbeit mit dem MIT hat IBM das MIT-IBM Computing Research Lab in Cambridge, Massachusetts, eröffnet. Dieses Labor baut auf dem bestehenden Watson AI Lab auf und verbindet KI-Forschung mit Quantencomputing. CEO Arvind Krishna sieht fehlertolerante Quantencomputer bis 2029 als realisierbar an, was eine Lösung für Probleme darstellen könnte, die heutigen KI-Systemen zu komplex sind.
Obwohl IBM im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von 1,91 Dollar erzielte und der Umsatz um 9,5 Prozent auf 15,92 Milliarden Dollar stieg, reagierte der Aktienkurs negativ und fiel um 2,7 Prozent. Dies geschah in einem insgesamt schwachen Marktumfeld. Die Aktie notiert derzeit bei 196 Euro, was 21 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau liegt. Analysten prognostizieren jedoch ein Kursziel von 296 Dollar, was auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial hindeutet.
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