HALLE (SAALE) / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Cyberagentur startet mit IRIS eine neue Forschungsinitiative für robuste Interaktion autonomer robotischer Systeme in Schwärmen. Im Fokus steht, wie Roboter auch bei Kommunikationsausfällen, unzuverlässiger Lokalisierung oder Störungen im elektromagnetischen Spektrum zuverlässig kooperieren. Gefördert werden Beiträge aus Robotik, Kommunikation, Navigation, KI und Mensch-Schwarm-Interaktion. Die Ausschreibung läuft bis zum 6. Oktober 2026 und soll Ergebnisse in einem Demonstrator evaluieren.

Die Cyberagentur hat am 4. August 2026 die Ausschreibung für das Forschungsprogramm IRIS veröffentlicht. Adressiert wird damit ein Problem, das in der Robotik seit Jahren als „Stabilität unter Feldbedingungen“ diskutiert wird: Autonome Systeme sind im Labor oft gut kontrollierbar, im Einsatz dagegen wechseln Sensorik, Funkumgebung und Genauigkeit der Lagebestimmung. IRIS setzt deshalb nicht nur auf einzelne robuste Roboter, sondern auf das Zusammenspiel in heterogenen Verbänden – also auf die Frage, wie Systeme als Schwarm oder Verbund handlungsfähig bleiben, wenn Annahmen wie stabile Funkkanäle oder verlässliche Standortdaten wegfallen.
Im Kern geht es um die sichere Interaktion zwischen Roboter und Roboter sowie zwischen Mensch und Schwarm. Die zentrale Sicherheitsfrage lautet, wie autonome robotische Schwärme auch dann zuverlässig zusammenwirken, wenn Kommunikationskanäle ausfallen, Lokalisierung unzuverlässig wird oder äußere Einwirkungen die Koordination erschweren. Genau diese Abfolge macht IRIS technisch anspruchsvoll: Ohne robuste Kommunikationswege muss die gemeinsame Orientierung über dezentrale Zustandsmodelle, lokale Wahrnehmung und konsistente Entscheidungslogik stabilisiert werden. Sobald Navigations- oder Ortungsdaten drifteten, verschiebt sich der Fokus von „perfekter Koordination“ hin zu „fehlertoleranter Koordination“, bei der ein Systemverhalten auch dann sinnvoll bleibt, wenn einzelne Signale nur noch Teilinformationen liefern.
Programmleiter Tom Weber nennt als erwartete Disziplinen explizit Robotik, Kommunikation, Navigation, Künstliche Intelligenz und Mensch-Schwarm-Interaktion. Dabei ist die Breite bewusst: Robotik liefert die Plattformen und Verhaltensbausteine, Kommunikation und Navigation die technischen Pfade zu Wahrnehmungs- und Bewegungskoordination, und KI dient als Schicht, um aus unsicheren Eingaben handlungsfähige Entscheidungen abzuleiten. Ergänzend zielt Mensch-Schwarm-Interaktion darauf, dass Operatoren nicht jeden Einzelroboter steuern müssen, sondern Intentions- und Kontextinformationen auf Schwarmebene formulieren können. Genau hier wird der Unterschied zwischen „Autonomie“ und „kontrollierbarer Autonomie“ greifbar: Im Krisen- oder Katastrophenumfeld entscheidet sich der Nutzen nicht nur daran, ob Roboter selbstständig reagieren, sondern auch daran, ob sie für Menschen nachvollziehbar und steuerbar bleiben.
IRIS baut laut Programmangaben auf Erkenntnissen aus dem Ideenwettbewerb HAL2025 mit dem Titel „Autonome intelligente Systeme im Schwarm“ auf und überführt sie in ein Forschungsprogramm mit Anwendungs- und Umsetzungsperspektive. Dr. Eva-Maria Heinke, Referatsleiterin für Unbemannte Systeme und Robotik in der Cyberagentur, ordnet das Vorhaben so ein: „Aus konzeptionellen Ansätzen und Wettbewerbsideen soll nun anschlussfähige Forschung entstehen, die wissenschaftliche Originalität mit sicherheitsrelevanter Wirksamkeit verbindet“. Diese Formulierung ist mehr als ein Prozessversprechen, denn sie macht deutlich, dass die Ausschreibung nicht nur neuartige Ideen sucht, sondern solche, die in Richtung Demonstrator und Evaluationsfähigkeit überführbar sind. Für die Forschungslandschaft bedeutet das: Konzepte müssen so gestaltet werden, dass sie unter plausiblen Störszenarien getestet werden können, statt ausschließlich Simulationsergebnisse zu liefern.
Für den Bedarfsträger ergibt sich die strategische Relevanz aus typischen Einsatzprofilen heterogener Verbände. Solche Verbünde können perspektivisch Aufgaben wie Aufklärung, Schutz, Transport, Unterstützung und Lagebilderzeugung übernehmen, insbesondere in Umgebungen, in denen Menschen nicht oder nur unter hohem Risiko eingesetzt werden können. Besonders relevant wird das nach den Angaben zu IRIS dort, wo Störungen im elektromagnetischen Spektrum auftreten, GPS-Ausfälle drohen oder Umgebungen dynamisch und unvorhersehbar sind. Technisch heißt das: Ein Roboterverband muss seine Koordination ohne „perfekte“ Standort- und Kommunikationsannahmen aufrechterhalten und dabei gleichzeitig erkennen, welche Vertrauensgrade für Sensorik und Verbindung noch gelten. Damit rückt auch das Design von Redundanzen in den Vordergrund – etwa durch verteilte Zustandsabschätzung, lokale Konsensbildung und Verhaltensumschaltung, wenn Datenqualität sinkt.
Die Laufzeit des Programms liegt bei über drei Jahren; die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollen in Form eines Demonstrators evaluiert werden, um die Praxistauglichkeit der entwickelten Technologien sicherzustellen. Die Ausschreibung richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die Beiträge zur Weiterentwicklung robuster und autonomer Schwarmrobotik einreichen möchten. Interessierte konnten ihre Vorschläge bis zum 6. Oktober 2026 einreichen; veröffentlicht wurde die Ausschreibung zudem im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union unter der Auftragsbekanntmachungsnummer TED 539084-2026. Für potenzielle Antragsteller ist damit vor allem wichtig, wie sie Interoperabilität und Robustheit über Systemgrenzen hinweg adressieren: „heterogen“ bedeutet hier nicht nur unterschiedliche Robotertypen, sondern auch unterschiedliche Sensor- und Kommunikationsfähigkeiten, die im Verbund dennoch ein gemeinsames Verhalten ermöglichen müssen.
Für die KI- und Robotik-Industrie in Deutschland wirkt IRIS zudem wie ein klarer Fokus auf die Schnittstellen: Nicht nur Modellgüte steht auf dem Prüfstand, sondern die Fähigkeit, unter Ausfallzuständen sicher zu handeln. Das erhöht die Bedeutung von Engineering-Themen wie Daten- und Zustandsrepräsentationen, robusten Planungs- und Regelungsstrategien sowie der Ausgestaltung von Mensch-Schwarm-Kommandos. Wenn der Demonstrator die Praxistauglichkeit tatsächlich anhand realitätsnaher Störbedingungen überprüft, könnte das Programm auch für die Nachnutzung in anderen Einsatzdomänen Maßstäbe setzen – von industriellen Notfallszenarien bis hin zu sicherheitsrelevanten Monitoring-Aufgaben, bei denen zuverlässige Koordination auch bei unsicherer Lage nicht „wegoptimiert“ werden darf.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "IRIS: Cyberagentur fördert robuste KI-gestützte Schwarmrobotik bei Funk- und Ortungs-Ausfällen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "IRIS: Cyberagentur fördert robuste KI-gestützte Schwarmrobotik bei Funk- und Ortungs-Ausfällen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »IRIS: Cyberagentur fördert robuste KI-gestützte Schwarmrobotik bei Funk- und Ortungs-Ausfällen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!