LONDON (IT BOLTWISE) – Unternehmen stehen vor einer neuen Herausforderung: Die Nutzung von KI zur Erstellung gefälschter Spesenabrechnungen nimmt zu. Mit der Einführung neuer Bildgenerierungsmodelle durch führende KI-Unternehmen wie OpenAI und Google ist die Zahl der intern eingereichten KI-generierten Belege sprunghaft angestiegen.

In der heutigen digitalen Welt stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Erstellung gefälschter Spesenabrechnungen. Mit der Einführung neuer Bildgenerierungsmodelle durch führende KI-Unternehmen wie OpenAI und Google hat die Zahl der intern eingereichten KI-generierten Belege erheblich zugenommen. Diese Entwicklung stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Integrität von Unternehmensfinanzen dar.
Softwareanbieter wie AppZen berichten, dass im September etwa 14 Prozent der eingereichten betrügerischen Dokumente aus KI-generierten Belegen bestanden. Dies ist ein signifikanter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als solche Fälle noch nicht auftraten. Auch das Fintech-Unternehmen Ramp hat in den letzten 90 Tagen über eine Million Dollar an betrügerischen Rechnungen identifiziert. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der Unternehmen auf diese neue Form des Betrugs reagieren müssen.
Die Qualität der gefälschten Belege ist inzwischen so hoch, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern raten, ihren Augen nicht mehr zu trauen. Chris Juneau, Senior Vice President bei SAP Concur, einem führenden Anbieter von Spesenmanagement-Software, betont, dass die Belege so realistisch wirken, dass sie von menschlichen Prüfern kaum noch erkannt werden können. Daher setzen viele Unternehmen nun selbst auf KI, um gefälschte Belege zu identifizieren.
Die Software zur Erkennung von KI-generierten Belegen analysiert die Metadaten der Bilder, um festzustellen, ob sie von einer KI-Plattform erstellt wurden. Allerdings können diese Metadaten leicht entfernt werden, indem Nutzer ein Foto oder einen Screenshot des Bildes machen. Um dem entgegenzuwirken, berücksichtigt die Software auch kontextuelle Informationen wie die Wiederholung von Servicenamen und Zeiten sowie umfassendere Informationen über die Reise des Mitarbeiters.
Die steigende Zahl dieser realistischen Fälschungen hat dazu geführt, dass Unternehmen verstärkt auf KI setzen, um gefälschte Belege zu erkennen. Mason Wilder, Forschungsdirektor bei der Association of Certified Fraud Examiners, bezeichnet KI-generierte betrügerische Belege als ein bedeutendes Problem für Organisationen. Er betont, dass es keine Eintrittsbarrieren mehr gibt, um solche Fälschungen zu erstellen, da keine technischen Fähigkeiten mehr erforderlich sind, wie es noch vor fünf Jahren mit Photoshop der Fall war.
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