LONDON (IT BOLTWISE) – Naomi Bashkansky, bis vor Kurzem bei OpenAI in der Modell-Sicherheits- und Alignment-Arbeit, wechselt als founding researcher zum Startup Conduit. Das Unternehmen verfolgt Brain-Computer-Interfaces, die Gedanken nicht-invasiv in Text umwandeln sollen. Bashkansky nennt als Zeithorizont einen spezialisierten Kopfbügel bis 2027 und eine direkte Gedankenkommunikation mit KI-unterstützten Modellen bis 2030. Im Kern setzt Conduit auf eine neue Interaktionslogik: statt Tastatur und Sprache soll der Denkstrom als natürlicher Kanal dienen.

KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz
KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Der Wechsel von Naomi Bashkansky von OpenAI zu dem Startup Conduit ist mehr als ein Karriereschritt: Er markiert den Versuch, die Interaktion mit KI von Eingaben über Text oder Sprache auf einen direkten Gedankenkanal zu verschieben. Conduit arbeitet dabei an Brain-Computer-Interfaces, die „Gedanken“ in Text übertragen sollen – nicht-invasiv, also ohne einen chirurgischen Eingriff. Gerade weil Bashkansky zuvor in der Modell-Sicherheits- und Alignment-Sparte tätig war, wirkt die Neuausrichtung bemerkenswert: Ausgerechnet in einem Umfeld, das sich häufig mit Kontrollmechanismen, Fehlverhalten und Robustheit von KI-Systemen beschäftigt, rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie Menschen KI überhaupt sinnvoll steuern.

Bashkansky, 23 Jahre alt und als Schach-Talent mit internationalen Titeln beschrieben, begründet ihre Entscheidung mit einer klaren Vision für die nächsten Jahre: In „ein paar Jahren“ werde der wichtigste Kommunikationsweg mit KI die Gedankenübertragung sein. Sie stellt dabei explizit die Erwartung in den Raum, dass KI nicht wie ein „super-smarter automatisierter Praktikant“ wirken müsse, den man ständig nachhalten muss, sondern als natürliche Erweiterung der eigenen Intuition. Technisch liest sich diese Aussage wie eine Verschiebung des Bedienmodells: Wenn ein System Signale aus dem Gehirn in lesbaren Output transformiert, wird der Nutzer weniger zum „Prompt-Schreiber“, sondern stärker zum aktiven Modellierer seiner Absichten – mit dem Risiko, dass eben diese Absichten vorher in ein maschinell interpretierbares Format übersetzt werden müssen.

Conduit positioniert dafür einen möglichen Hardware-Einstieg: Bashkansky beschreibt, dass Nutzer bis 2027 einen spezialisierten Headband tragen könnten, der in der Lage ist, Gedanken zu decodieren und in Text umzuwandeln. Der Knackpunkt liegt dabei nicht nur im Signalverständnis, sondern auch in der Pipeline zwischen Decoder und KI-Modell. Für den Zeitraum um 2030 nennt sie ein Szenario, in dem KI-Unternehmen ihre Modelle so trainieren, dass sie direkt mit Conduits Technologie kommunizieren können. In ihrer Darstellung wird der Weg verkürzt: Ihre „encoded thoughts“ sollen dem KI-Modell (sie nennt Codex) direkt zugestellt werden, ohne dass erst ein separates Decoder-Modell dazwischenliegt. Das ist konzeptionell interessant, weil es die Latenz senken und die semantische Konsistenz erhöhen könnte – vorausgesetzt, dass das gesamte System Ende-zu-Ende oder zumindest eng abgestimmt trainiert wird.

Aus technischer Sicht gehört zu so einem Ansatz zwangsläufig mehr als nur ein einzelner Klassifikator. Brain-Computer-Interfaces bewegen sich typischerweise in einem Grenzbereich zwischen Signalverarbeitung (Rauschen, Drift, individuelle Unterschiede), Mustererkennung (Modellierung unscharfer mentaler Zustände) und Sprach- bzw. Symbol-Generierung (Übersetzung in Text). Wenn Conduit non-invasiv startet, sind die Signale wahrscheinlich vergleichsweise „leise“ und schwankend – was die Genauigkeit stark davon abhängig macht, wie robust die Vorverarbeitung ist und wie konsequent man das System an die Nutzerprofile anpasst. Gleichzeitig steckt in der Idee „Gedanken wie mentale Bilder“ inhaltliche Sprengkraft: Mentale Bilder sind nicht automatisch in jedem Sprachsystem direkt abbildbar. Genau deshalb dürfte Conduits Ansatz mittelfristig darauf hinauslaufen, dass das KI-System nicht nur „Texte aus Signalen“ macht, sondern in einer gemeinsamen semantischen Richtung trainiert wird, damit mehrdeutige Encoder-Ausgaben sinnvoll in verständliche Texte überführt werden.

Der Markt-Kontext wirkt dabei wie ein zusätzlicher Beschleuniger: KI wird in Unternehmen zunehmend als Bedien- und Entscheidungsstapel betrachtet, aber die Eingabegrenzen bleiben. Tastatur, Maus und Sprache sind zwar zuverlässig, doch sie zwingen Nutzer oft in relativ formale Ausdrucksformen. Ein Gedankenkanal könnte diese Barriere umgehen – allerdings nicht ohne neue Arten von Fehlern. Sobald das System Absichten aus Gehirn-/Kopfband-Signalen ableiten muss, entsteht eine Interaktionskategorie zwischen „Kommunikation“ und „Interpretation“, bei der das Modell aktiv rekonstruieren muss, was der Nutzer gemeint hat. Genau hier wird auch das Alignment-Thema praktisch: Nicht-invasives BCI heißt nicht automatisch „sicher“, aber es erweitert den Angriffs- und Fehlbedienbereich. Das macht den Hintergrund von Bashkansky plausibel, denn Modell-Sicherheits- und Alignment-Erfahrung kann dabei helfen, Training, Evaluierung und Fehlerfälle stärker in Richtung Nutzerwohl zu verschieben.

Historisch betrachtet ist das Projekt kein völlig neuer Gedanke. Seit Jahren wird an Schnittstellen geforscht, die aus Gehirnaktivität interpretierbare Ausgaben ableiten. Was sich jedoch in den letzten Jahren spürbar verändert hat, ist die Rechenleistung und die Verfügbarkeit von KI-gestützten Trainingsverfahren, die mehrstufige Modelle effizient an große Datenmengen anpassen können. Dazu kommen Fortschritte in der Mustererkennung über Deep-Learning-Architekturen, die nicht nur einfache Zustände klassifizieren, sondern auch komplexere Sequenzen in eine interpretierbare Struktur bringen können. Conduit setzt genau an diesem Punkt an: Das Startup beschreibt eine Roadmap mit konkreten Zeitmarken, bei der zuerst ein decodierbarer Hardware-Kanal etabliert wird und danach die KI-Systeme selbst so trainiert werden, dass die Kommunikation ohne zusätzliche Zwischenübersetzung funktioniert.

Für Unternehmen ergeben sich daraus mehrere praktische Implikationen. Erstens verschiebt sich die Erwartung von „KI als Softwaretool“ zu „KI als neue Schnittstelle“, was Produktdesign und User-Testing stark beeinflusst. Zweitens wird die Frage nach Usability zentral: Wenn die Gedankenkommunikation natürlicher werden soll, müssen Nutzer Vertrauen aufbauen, dass das System ihre Intentionen konsistent interpretiert – auch in Stresssituationen oder bei Müdigkeit. Drittens dürfte der technische Schwerpunkt auf Datenflüssen und Modell-Integration liegen: Ein System, das „encoded thoughts“ direkt in ein KI-Modell einspeist, braucht saubere Schnittstellen, Monitoring und Evaluationsmethoden, die nicht nur Textqualität, sondern auch Stabilität der Interpretation messen. Dass Bashkansky dabei die Vision eines „human-in-the-loop“-Ziels betont, deutet zudem darauf hin, dass Conduit den Nutzer nicht aus der Schleife nehmen will, sondern die Mensch-KI-Kopplung bewusst gestaltet.

Unterm Strich ist Conduit mit seinem Telepathie-in-natürlichen-Spracheingaben-Ansatz ein Zukunftsthema, das kurzfristig vor allem als Forschungs- und Produktentwicklungsprojekt bewertet werden sollte. Gleichzeitig zeigt die Personalie Bashkansky, wie stark sich KI-Know-how aus der Modell-Sicherheit heraus in Richtung neuer Mensch-Maschine-Interfaces bewegt. Wenn bis 2027 ein Headband als Decoder-Kanal realistisch wird und die KI-Systeme bis 2030 enger mit dieser Schnittstelle trainiert sind, könnte sich die Interaktion mit KI tatsächlich grundlegend verändern. Bis dahin bleibt die entscheidende Frage: Wie gut gelingt die Übersetzung – nicht im Labor, sondern in wiederholbaren, alltagstauglichen Bedingungen, bei denen Menschen ihre Gedanken formulieren wollen, ohne sich an ein starres Eingabesystem anpassen zu müssen.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz".
Stichwörter AI Alignment Artificial Intelligence Brain-computer-interface Codex Gedanken Headband KI Künstliche Intelligenz Modell-training Text
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »KI per Gedanken: OpenAI-Insiderin Bashkansky startet Conduit mit BCI-Ansatz« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.139 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs