DORTMUND / LONDON (IT BOLTWISE) – Im Fantasy-Managerspiel Kickbase werden BVB-Profis über ihre reale Leistung im Spiel bewertet und anschließend auf dem virtuellen Transfermarkt neu bepreist. Für Manager mit knappem Budget zeigen sich in dieser Saison vor allem bei einzelnen Rollen deutliche Preisunterschiede. Während Serhou Guirassy aktuell stark verbilligt ist, wirken andere Top-Spieler im Verhältnis zu erwartbaren Punkten eher zu teuer. Der Artikel ordnet die Kickbase-Logik hinter Ballaktionen, Torchancen und Gegenthorvermeidung ein und leitet daraus konkrete Kaufüberlegungen ab.

Kickbase-Schnäppchen beim BVB: Welche Spieler zu günstig sind – und wo Preisfallen lauern
Kickbase-Schnäppchen beim BVB: Welche Spieler zu günstig sind – und wo Preisfallen lauern (Foto: IT BOLTWISE)
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Wer im beliebten Fantasy-Managerspiel Kickbase Borussia Dortmund aufstellt, merkt schnell: Nicht jeder BVB-Star ist auch ein gutes Investment. In der App zählen Spielerwerte zwar mit Blick auf die reale Performance, aber die Marktpreise folgen nicht starr dem Ruf eines Profis, sondern dem Kaufverhalten der Community. Das ist der Kern für das, was im Dortmunder Kader gerade besonders spannend wird: Sobald Manager vermehrt zu einem Spieler greifen, steigt der Preis – obwohl die Leistungsdaten im nächsten Spieltag erst die nächste Aufwertung liefern. Damit wird „teuer“ bei Kickbase nicht nur zur Statusfrage, sondern zur Frage nach dem richtigen Zeitpunkt.

Zur Einordnung lohnt ein Blick auf die Budgets. Je nach Modus starten Manager mit rund 150 bis 200 Millionen Euro, und im Bieterwettkampf liegt der Zuschlag in der Regel über dem reinen Marktwert. Besonders Harry Kane ist derzeit mit etwa 68,5 Millionen Euro der teuerste Kandidat. Wer dafür einen Großteil des Etats aufbringt, muss zwangsläufig an anderer Stelle kompensieren – und genau dort entstehen die Schnäppchen: bei Spielern, deren Marktwert noch nicht dort angekommen ist, wo der Punktehebel aus den Kickbase-Kennzahlen sein dürfte. Die Bewertung bleibt dabei relativ mechanisch: Viele Ballaktionen, Tore, Vorlagen, aber auch verhinderten Treffer und „zu Null“-Phasen übersetzen sich in Punkte. Je näher die Aktionen am gegnerischen Tor passieren, desto stärker fällt der Effekt in der Spielbewertung aus.

Technisch betrachtet ist das Punktesystem eine Mischung aus Ereignislogik und Positionierungswirkung: Kickbase belohnt nicht nur direkte Offensivfolgen wie Treffer und Vorlagen, sondern auch das gesamte Aktionsband rund um die Gefahrentstehung. Erfolgreiche Pässe in der gegnerischen Hälfte, kreierte Großchancen, aber auch defensive Gegenmaßnahmen wie Klärungen oder Rettungstaten auf der Torlinie schlagen direkt in Plus- bzw. Minuspunkte um. Dadurch verschiebt sich das Risiko im Kaderbau: Ein teurer Star ohne „Punkteflächen“ kann in der Gesamtwertung weniger bringen als ein günstiger Spieler, der in einem erwartbar dominanten Spiel seine Aktionen häufiger abarbeitet. Umgekehrt ist ein Schnäppchen dann besonders wertvoll, wenn die Mannschaftsrolle planbar ist und der Spieler genügend Spielzeit und Wiederholungen für die Punktemetriken bekommt.

Genau deshalb sind in den aktuellen Marktpreisen drei Profile besonders auffällig. Joane Gadou etwa wird offenbar auf der rechten Innenverteidigerposition eingeordnet und dürfte Teil der Dreierkette bleiben, sobald Nico Schlotterbeck wieder zurückkehrt. Seine Kombination aus Körpergröße (1,95 Meter) und der Fähigkeit, viele Bälle zu klären, passt zur Kickbase-Logik, und bei Offensivstandards sind zusätzliche Passaktionen zu erwarten. Mit 22,7 Millionen Euro wirkt der Preis im Verhältnis zur potenziellen Rollenwirkung vergleichsweise fair. Konstantinos Karetsas wird dagegen mit 20,7 Millionen Euro als echtes Unterpricing beschrieben: Als offensives Mittelfeld dürfte über ihn viel Angriffsspiel laufen, was in Kickbase besonders dann zählt, wenn die Aktionen regelmäßig in die gefährlichen Zonen gelangen. Der Text nennt als Richtwert, dass Karetsas bei erfüllter Erwartung eher Richtung 35 Millionen Euro tendieren würde – aktuell bleibt er also ein „Geheimtipp“ im Sinne eines Marktmissverhältnisses.

Am deutlichsten wird das Missverhältnis bei Serhou Guirassy. Der Stürmer gilt keineswegs als unbekannt, aber der aktuelle Marktpreis wirkt historisch niedrig: Vor einem Jahr lag sein Wert nach einer Top-Saison noch bei 50,8 Millionen Euro, jetzt werden 28,1 Millionen Euro genannt. Guirassy bleibt dabei als „Finisher“-Typ im Sturmzentrum verankert und soll weite Teile der Saison in der Startelf verbringen. Entscheidender Hebel für Manager: Wenn er nur an die eigene Torquote aus 2024/25 anknüpft (21 Tore in 33 Bundesligaspielen, plus vier Vorlagen), wird der Preis in Kickbase-Logik praktisch „unter Marktwert“ bewertet. Gleichzeitig macht der Artikel klar, dass ein gutes Timing im Spiel gegen die Preis-Fallen hilft: Dort, wo die Community bereits alles einkalkuliert hat, steigt der Zuschlag oft über den reinen Nutzen der nächsten Wochen.

Die Preisfalle zeigt sich allerdings auch auf der anderen Seite. Im Text werden gleich mehrere Spieler genannt, bei denen der aktuelle Preis aus Sicht der zu erwartenden Punktleistung eher ungünstig wirkt. Gregor Kobel kostet knapp 23,2 Millionen Euro; zwar sei er einer der besten der Liga und wehre viel ab, aber Manager bekämen Punkte nach Erwartungswerten auch rund sechs bis zehn Millionen Euro günstiger. Noch klarer fällt die Empfehlung beim Blick auf Schlotterbeck aus: Wenn er fit ist, zählt er zu den stärkeren Kickbase-Verteidigern, dennoch kostet er aktuell 34,3 Millionen Euro, obwohl er noch Wochen ausfällt. Statt sofort zuzugreifen, lautet die Strategie „abwarten“ und erst zuschlagen, wenn eine Rückkehr bevorsteht – als konkreter denkbarer Zeitpunkt wird die Länderspielpause Ende September genannt. Auch Jobe Bellingham wird als Beispiel für Budgetdruck aufgeführt: Mit 19 Millionen Euro ist er teuer, während Marcel Sabitzer und Carney Chukwuemeka als Konkurrenz auf Slots warten. Felix Nmecha wiederum wird mit 25,7 Millionen Euro gelistet; der Text empfiehlt, die „fehlenden“ sieben Millionen eher zu investieren, wenn man langfristig die Rollen-Punkte am stabilsten abdecken will.

Unterm Strich ist Kickbase damit weniger ein Spiel um Namen als ein Spiel um Rollen, Punktprofile und Kaufzeitpunkte. Die Marktwerte reagieren auf das Verhalten der Nutzer in der App und können deshalb in beide Richtungen abweichen: Bei einem unterbewerteten Spieler steigt der Wert erst, wenn viele Manager denselben Hebel entdecken. Bei bereits stark nachgefragten Profilen zahlen Manager oft nicht nur die Qualität, sondern auch die Erwartung für die nächsten Spieltage. Für BVB-Fans bedeutet das: Wer gezielt dort kauft, wo Marktpreis und Kickbase-Punktmechanik auseinanderlaufen, kann mit dem gleichen Budget mehr „Punktefläche“ im Kader erzeugen – und sich zugleich die typischen Überzahlungen sparen, die entstehen, sobald die Auktion einmal „zu heiß“ läuft.


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