LONDON (IT BOLTWISE) – Activision macht die Teilnahme an der PC-Beta von Modern Warfare 4 an TPM 2.0 und Secure Boot gekoppelt. Die Sicherheitsfunktionen werden als Voraussetzung für den Anti-Cheat-Mechanismus RICOCHET genannt. Für den PC nennt der Publisher konkrete Mindest- und empfohlene Hardware, inklusive CPU-, RAM- und GPU-Standards. Außerdem startet der Preload zur Open Beta bereits vor dem zweiten Beta-Wochenende mit definierten Zeitfenstern nach PT.

Die PC-Beta von „Modern Warfare 4“ startet laut Plan am 20. August um 9:00 Uhr PT – doch der eigentliche Einstieg für viele Spieler beginnt nicht mit dem Download, sondern mit den Systemanforderungen. Activision nennt für die Teilnahme zwingend ein aktiviertes TPM 2.0 sowie Secure Boot. Beide Funktionen sollen die Basis für den Anti-Cheat-Mechanismus RICOCHET bilden, der im Shooter zum Einsatz kommt. Damit rückt die Betriebssystem- und Hardware-Validierung in den Fokus: Wer auf dem PC zwar grundsätzlich leistungsfähig ist, aber die Sicherheits-Bausteine nicht einschaltet oder nicht unterstützt, steht vor einer Blockade noch bevor ein Testmatch gestartet werden kann.
Technisch wichtig ist dabei, dass es sich um ein separates Installationspaket handelt und der Preload je nach Plattform unterschiedlich abläuft. Auf Battle.net setzt der Prozess bereits mit der Installation ein, während Steam den Shader-Preloading als einmalige Kompilierung ausführt. Diese Unterscheidung ist vor allem für Spieler relevant, die mit begrenztem Internetvolumen oder festen Spielplanfenstern arbeiten, weil die Ladezeiten im Alltag damit variieren können. Außerdem zeigt sich hier ein Muster, das man aus vielen großen PC-Titeln kennt: Spiele-Assets und Shader werden möglichst früh vorbereitet, damit das eigentliche Betatest- oder Matchmaking-Szenario reibungsloser abläuft – allerdings nur, wenn das System die Sicherheitschecks besteht.
Activision hat zugleich konkrete technische Mindest- und Empfehlungsvorgaben für die PC-Beta veröffentlicht. Als Mindestvoraussetzungen nennt der Publisher Windows 10 (64-Bit), eine CPU auf Ryzen-5-1600- oder Core-i5-8400-Niveau, dazu 12 GB Arbeitsspeicher und als GPU eine GTX 970 oder GTX 1060. Ergänzend wird eine SSD erwartet. Auf der Grafikkartenseite werden auf niedrigerem Niveau außerdem eine RX 470 sowie eine Arc A580 unterstützt. Wer auf „empfohlen“ spielen will, soll laut Vorgaben auf Windows 11 setzen, mit Ryzen 5 3600 oder Intel i7-8700, 16 GB RAM und einer RTX 3060 Ti mit mindestens 8 GB VRAM.
Im empfohlenen Bereich nennt Activision als weitere unterstützte Karten außerdem eine RX 6700 XT sowie eine Arc B580. Für einen stabilen Betrieb empfiehlt der Publisher zudem die Nutzung aktueller Treiberversionen mit konkreten Versionsnummern: NVIDIA 610.47, AMD 26.7.1 und Intel 32.0.101.8861. Das ist im Vergleich zu vagen „latest drivers“-Hinweisen deutlich praxisnäher, weil Probleme in der Testphase häufig auf Treiber-Reifegrad und Shader-Kompatibilität zurückzuführen sind. Gleichzeitig verdeutlicht die TPM- und Secure-Boot-Pflicht, dass hier nicht nur Leistungsfähigkeit zählt, sondern auch die Fähigkeit des Systems, einen bestimmten Vertrauensanker bereitzustellen – ein Schritt, der Anti-Cheat-Mechanismen strukturell absichern soll.
Auch der Zeitplan macht klar, dass Activision die Beta in mehrere Phasen zerlegt. Der Preload für die Beta beginnt am 20. August um 9:00 Uhr PT auf allen Plattformen – mit Ausnahme der Switch 2. Vorbesteller erhalten am 21. August um 11:00 Uhr PT Early Access, der bis zum 25. August um 10:00 Uhr PT läuft. Direkt davor findet um 9:00 Uhr PT am 21. August die Veranstaltung „Call of Duty: NEXT“ statt. Für die Open Beta startet der Preload am 26. August um 9:00 Uhr PT, während das zweite Beta-Wochenende am 28. August um 9:00 Uhr PT beginnt und laut Zeitplan bis zum 1. September um 10:00 Uhr PT läuft – einschließlich der Switch 2.
Inhaltlich beschreibt Activision für das erste Beta-Wochenende eine Mischung aus klassischem Multiplayer und neuen Akzenten. Dazu gehören der klassische 6v6-Multiplayer, der Modus „Ground War“ und der neue Modus „Kill Block“. Auffällig ist außerdem, dass erstmals in der Geschichte der Franchise eine Kampagnen-Mission im Rahmen der Beta spielbar sein soll: „Losing Ground“, in der eine koreanische Einheit im Bodenkampf gezeigt wird. Der Early Access auf diesen Kampagnen-Ausschnitt bleibt Vorbestellern vorbehalten. Begleitet wird die Ankündigung von einem neuen Trailer, der den Song „C.R.E.A.M.“ des Wu-Tang-Clans verwendet.
Der reguläre Launch ist für den 23. Oktober vorgesehen – auf PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie Switch 2. Wer das Spiel vorbestellt, bekommt zudem eine Woche früher Zugriff auf die vollständige Kampagne: Die Mission „Losing Ground“ soll für diese Käufergruppe bereits ab dem 16. Oktober spielbar sein. Für Unternehmen, die in der IT-Betriebsorganisation von Unternehmensrechnern oder in der Gaming-Umgebung vieler Beschäftigter planen, bedeutet das praktisch: TPM 2.0 und Secure Boot sind nicht nur „Optionen“, sondern werden zum Gatekeeper. Das kann die Standardisierung von Build-Prozessen für Endgeräte beschleunigen oder den Support-Aufwand in der Übergangsphase erhöhen, wenn Geräteprofile bislang ohne diese Aktivierung ausgerollt wurden.
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