BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die energetische Stadtsanierung erlebt einen Neustart, der Kommunen und ihre Partner beim klimagerechten Umbau von Stadtquartieren unterstützt. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau das Förderprogramm KfW 432 wiederbelebt. Ziel ist es, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen und innovative Lösungen vor Ort zu fördern.

Das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ wird nach einem vorübergehenden Stopp wieder aufgenommen, um Kommunen bei der klimagerechten Umgestaltung ihrer Stadtquartiere zu unterstützen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Neuauflage des Programms initiiert. Ziel ist es, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, indem Konzepte für energetische Sanierungen und die Dekarbonisierung der Energieversorgung gefördert werden.
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, betont die Bedeutung des Programms für den Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit im Gebäudesektor. Durch serielle Sanierungen, den Ausbau von Nahwärmenetzen und die Nutzung von Abwärme aus benachbartem Gewerbe sollen innovative Lösungen vor Ort entstehen, die den Energieverbrauch senken und den Anteil erneuerbarer Energien steigern. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur CO2-Reduktion bei, sondern verbessern auch die Lebensqualität in den Stadtquartieren.
Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung verpflichtet, den Quartiersansatz zu stärken, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Mit der Neuauflage des Förderprogramms wird ein weiterer bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger und klimafreundlicher Städte unternommen. Neben der CO2-Reduktion werden auch städtebauliche, denkmalpflegerische, wohnungswirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt. Maßnahmen zur Klimaanpassung, der Ausbau von Stadtgrün und der Einsatz digitaler Technologien sind ebenfalls Teil des Programms.
Ab sofort können Kommunen, kommunale Unternehmen und weitere Akteure Förderanträge bei der KfW stellen. Geförderte Kommunen erhalten Zuschüsse von bis zu 75 %, in Haushaltsnotlagen sind sogar bis zu 90 % Förderung möglich. Für das Jahr 2025 stehen insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung, vorbehaltlich des Haushaltsbeschlusses für 2026. Das Programm bietet eine Chance, den notwendigen Umbau der Stadtquartiere für den Klimaschutz mit der Entwicklung nachhaltiger Quartiere mit hoher Lebensqualität zu verbinden.
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