LONDON (IT BOLTWISE) – Nimble bringt mit dem SharePower einen tragbaren Akku, der sich im Handumdrehen in zwei 5.000-mAh-Packs trennen lässt. Damit können zwei Personen ihre Smartphones, Tablets oder Handhelds laden, ohne schwere Zusatzpowerbanks mitzuschleppen. Der Hersteller nennt bis zu 35 Watt Gesamtleistung, im Einzeltest erreichte das Gerät jedoch maximal 20 Watt. Entscheidend ist außerdem das interne Ausgleichs-Design per Pogo-Pins, das beim Wiederzusammensetzen die Ladestände angleicht.

Nimble SharePower im Test: Teilbarer 10.000-mAh-Akku mit geteiltem Laden
Nimble SharePower im Test: Teilbarer 10.000-mAh-Akku mit geteiltem Laden (Foto: IT BOLTWISE)
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Auf Reisen zeigt sich ein wiederkehrendes Problem sehr schnell: Sobald mehrere Geräte gleichzeitig nach Strom verlangen, wird aus „ein Powerbank fürs Notfallladen“ schnell „warum schleppen wir nicht gleich zwei Akkus mit?“. Der Nimble SharePower setzt genau dort an und liefert eine Lösung, die nicht nur addiert, sondern teilt. Aus einem Akku mit 10.000 mAh wird durch eine Dreh- und Zugbewegung ein zweigeteilter Aufbau mit je 5.000 mAh. Für Situationen, in denen zwei Personen parallel ihre Mobilgeräte nachladen müssen, verspricht das einen handlicheren Komfort als der komplette Mitnahme-Ansatz mit separaten Powerbanks.

Der Aufbau ist dabei bewusst „hands-on“ gestaltet. Außen findet man ein rechteckiges Kunststoffgehäuse mit abgerundeten Kanten und einer Art Trageschlaufe, die sich bei näherem Hinsehen als fest verbautes Kabel entpuppt. Überdies gibt es eine digitale Leistungsanzeige: Ein Hexagon-Element wird per Knopfdruck aktiv und zeigt den aktuellen Ladestatus an. Interessant wird es, wenn man das Gehäuse auseinanderzieht: Dann kommen zwei eigenständig nutzbare Zellen zum Vorschein, die über Magnete miteinander verbunden bleiben. Auf der Innenseite verstecken sich außerdem Status-LEDs für die getrennte Seite; sie sind mit nur wenigen Leuchtpunkten weniger fein als die Ziffern der Hauptanzeige, reichen aber für eine grobe Orientierung im Alltag.

Was die Praxisfreundlichkeit angeht, entscheidet sich das Konzept am Kabel- und Port-Design. Der SharePower bringt an einer Hälfte einen klappbaren USB-C-Anschluss mit, der sich direkt mit der Unterseite eines Telefons oder Tablets verbindet. Die zweite Hälfte dient als eigenständige Ladeeinheit, inklusive USB-C-Kompatibilität über den integrierten Kabelbereich. Nimble positioniert das Produkt damit als Kit, das ohne externe Ladekabel auskommen soll – zumal laut Beschreibung ein Ersatzkabel im Lieferumfang enthalten ist. Mit 3,1 x 2,8 x 1 Zoll und 7,6 Unzen bleibt das Ganze im Bereich „passt in die Reiseausstattung“, vergleichbar mit einer Kartenkombination, nur eben mit deutlich mehr Energie in der Tasche.

Beim Thema Kapazität und Leistung zeigt sich, warum das „Teilbar“-Versprechen nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch gedacht ist. Im geschlossenen Zustand liegt eine Gesamtkapazität von 10.000 mAh vor. Die Herstellerangabe nennt bis zu 35 Watt Gesamtleistung, aufgeteilt über drei USB-C-Ports. Getrennt hält jede Hälfte 5.000 mAh und kann pro Seite bis zu 20 Watt liefern. Der Knackpunkt ist allerdings der integrierte Zell-Ausgleich: Dafür setzt Nimble auf Pogo-Pins, die beim Wiederzusammensetzen dafür sorgen, dass die Energie in beiden Hälften angleicht. Das adressiert ein typisches Randproblem bei geteilten Akkus – nämlich dass man beim nächsten Trennen ungleichmäßige Restladungen hätte und dadurch eine Person „mit weniger Saft“ dasteht.

Genau hier liefert der Testlauf ein wichtiges Detail für die Einordnung. Nimble wirbt mit bis zu 35 Watt, diese Spitzenleistung hängt jedoch davon ab, ob mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden. In der Messung mit einem USB-C-Power-Tester und nur einem angeschlossenen Endgerät lag die maximale Ladegeschwindigkeit dagegen bei 20 Watt. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt schlecht skaliert – im Gegenteil: Wer zwei Gadgets nachlädt, dürfte typischerweise keine massiven Einbrüche gegenüber dem „normalen“ Leistungsniveau erleben. Gleichzeitig macht es den Zielkonflikt sichtbar: Wer allein lädt, bekommt nicht die theoretische Maximalzahl aus dem Datenblatt. Hinzu kommt ein weiteres Auswahlkriterium für bestimmte Anwendergruppen: Der SharePower unterstützt keine drahtlose Ladetechnik, was bei der 2-in-1-Mechanik nachvollziehbar ist, aber für Nutzer mit MagSafe-ähnlichen Setups trotzdem ein Ausschlussgrund sein kann.

Beim Fazit zählt dann nicht nur die nackte Zahl, sondern die Art, wie sich die Energie im Alltag organisieren lässt. Dass ein Drittanbieter auf einer Zubehörseite eines großen Smartphone-Ökosystems auftaucht, wirkt in vielen Einkaufsroutinen wie eine Art Qualitätsanker – für Käufer reduziert das zumindest den initialen Vertrauensaufwand. Der SharePower deckt in der Grundausstattung viele Punkte ab: 10.000 mAh sind für die Größe angemessen, zudem kann das Gerät bis zu drei Geräte gleichzeitig versorgen, was besonders bei „Familien-Device-Logistik“ unterwegs relevant wird. Zusätzlich liefert das System zwei separate Ladestandsanzeigen, sodass man die Ausgabesituation nicht erst nach Gefühl ermitteln muss. Gerade für Haushalte und Reisegruppen ist das ein praktischer Komfort, weil es Fehlannahmen über „wer hat noch wie viel?“ vermeidet.

Die eigentliche Stärke entfaltet sich jedoch im Zwei-Personen-Szenario. Wenn zwei Personen spontan Energie benötigen, lässt sich der SharePower teilen und jede Hälfte übernimmt die Versorgung für „das eigene Gerät“. Damit reicht die Restladung laut Produktbeschreibung für ein Nachladen der meisten modernen Smartphones, für Geräte wie einen Handheld-Konsolenanspruch reicht es eher knapp an eine volle Aufladung heran. Am Ende kann man das Setup wieder zusammenfügen und mit nur einem Kabel nachladen, statt zwei separate Powerbanks zu managen. Genau dieses Zusammenspiel aus geteiltem Mechanismus, internem Ladeausgleich und praktischen Anschlüssen macht den SharePower zu einem Kandidaten, der sich besonders für Paare, Freunde oder Familien eignet, die nicht nur „irgendeinen Akku“, sondern eine wirklich gruppentaugliche Reise-Ladestation mitnehmen wollen.


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