LONDON (IT BOLTWISE) – Nordkoreanische Hacker der berüchtigten Lazarus-Gruppe haben JSON-Speicherdienste genutzt, um Malware zu verbreiten. Diese Angriffe zielen auf Entwickler ab und nutzen gefälschte LinkedIn-Profile, um Opfer mit vermeintlichen Jobangeboten zu ködern.

Die Lazarus-Gruppe, eine bekannte nordkoreanische Hackergruppe, hat erneut zugeschlagen. Diesmal nutzen sie JSON-Speicherdienste, um ihre Malware zu verbreiten. Diese Angriffe sind Teil der sogenannten Contagious Interview-Kampagne, die gezielt Entwickler ins Visier nimmt. Die Hacker erstellen gefälschte LinkedIn-Profile und locken ihre Opfer mit verlockenden Jobangeboten oder Anfragen zu Programmierprojekten.
Während des Austauschs mit den Opfern fordern die Angreifer diese auf, ein Demo-Projekt von Plattformen wie GitHub oder GitLab herunterzuladen. In einem dieser Projekte entdeckten Forscher von NVISIO einen Base64-codierten Wert, der wie ein API-Schlüssel aussieht, tatsächlich aber eine URL zu einem JSON-Speicherdienst ist. Dort fanden sie die Malware BeaverTail, einen Infostealer, sowie den Python-Backdoor InvisibleFerret und das Toolkit TsunamiKit.
TsunamiKit ist ein mehrstufiges Malware-Toolkit, das sowohl als Infostealer als auch als Kryptojacker fungieren kann. Es installiert XMRig auf dem kompromittierten Gerät und zwingt es, die Kryptowährung Monero zu schürfen. Einige Forscher berichteten auch, dass BeaverTail die Malware Tropidoor und AkdoorTea verbreitet.
Die Nutzung legitimer Websites wie JSON Keeper, JSON Silo und npoint.io zeigt das Bestreben der Angreifer, unentdeckt zu bleiben und sich in den normalen Datenverkehr einzufügen. Diese Taktik unterstreicht die Raffinesse und Hartnäckigkeit der Lazarus-Gruppe, die weiterhin eine Bedrohung für Entwickler weltweit darstellt.
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