SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – OpenAI hat seine Pläne für die Markteinführung von KI-Hardware unter dem Namen „io“ aufgegeben. Dies geschieht im Zuge eines laufenden Markenrechtsstreits mit dem Audiogeräte-Startup iyO. Die Entscheidung führt zu einer Verzögerung des Marktstarts der ersten Hardware bis mindestens Februar 2027.

OpenAI hat beschlossen, seine geplanten KI-Hardwareprodukte nicht unter dem Namen „io“ auf den Markt zu bringen. Diese Entscheidung resultiert aus einem laufenden Markenrechtsstreit mit dem Audiogeräte-Startup iyO, das OpenAI wegen Markenrechtsverletzung verklagt hat. IyO hatte die Klage eingereicht, nachdem OpenAI das von Jony Ive gegründete Startup io übernommen hatte. In einem aktuellen Gerichtsdokument wird deutlich, dass OpenAI seine Produktstrategie überarbeitet hat und den Namen „io“ nicht mehr verwenden wird.
Peter Welinder, Vizepräsident und General Manager bei OpenAI, erklärte, dass das Unternehmen weder „io“ noch „IYO“ oder andere Schreibweisen dieser Bezeichnungen für die Benennung, Bewerbung, Vermarktung oder den Verkauf von KI-fähigen Hardwareprodukten nutzen werde. Diese Entscheidung markiert einen deutlichen Kurswechsel von der bisherigen Markenführung rund um die Ive-Firma, die ursprünglich als Basis für eine Produktfamilie gedacht war.
Im gleichen Dokument legt OpenAI auch eine aktualisierte Zeitplanung für seine erste Hardware offen. Das erste Gerät soll nun nicht vor Ende Februar 2027 an Kund:innen ausgeliefert werden. Diese Verzögerung ist erheblich, da OpenAI zuvor angekündigt hatte, das KI-Gerät in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorstellen zu wollen. Der erste Prototyp soll ein bildschirmloses Gerät sein, das als Ergänzung zu Smartphone und Laptop dient.
Die Neuigkeiten treffen auf eine ohnehin aufgeheizte Gerüchteküche rund um OpenAIs Hardwarepläne. Kürzlich verbreitete sich ein inzwischen widerlegter Reddit-Beitrag viral, der behauptete, OpenAI habe einen Super-Bowl-Werbespot für sein kommendes Gerät kurzfristig zurückgezogen. In dem angeblichen Spot war der Schauspieler Alexander Skarsgård zu sehen, der silberne Kopfhörer trug und auf ein spiegelndes Gerät tippte. OpenAI-Sprecherin Lindsay McCallum stellte klar, dass das Unternehmen mit diesem Werbevideo nichts zu tun habe.
Bereits im Mai 2025 hatte OpenAI angekündigt, die geheim agierende Sparte für Verbraucherelektronik von Jony Ive für 6,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Diese Übernahme war die bisher größte des Unternehmens. Damals wurde io als neues Unternehmen präsentiert, das mit OpenAI zu einer Produktfamilie von KI-Geräten verschmelzen sollte. Seitdem steckt OpenAI in einem komplizierten Markenrechtsstreit, der mehr über die Hardwarepläne preisgegeben hat, als dem Unternehmen lieb sein dürfte.
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