BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Currenta treibt mit ELARA eine virtuelle Automatisierung von Umweltlaboren voran. Im Fokus steht die robotergestützte Analyse von Wasser- und Abwasserproben. Der erste Prototyp wird im Rahmen der NVIDIA GTC Berlin vom 20. bis 22. Oktober 2026 präsentiert. Technisch setzt das Vorhaben auf Simulationen mit NVIDIA Isaac Sim und die spätere Übertragung auf reale Robotersteuerung.

Currenta positioniert das Projekt ELARA als praxisnahen Testlauf dafür, wie sich Laborarbeit in der Umweltanalytik künftig stärker virtualisieren lässt. Das Unternehmen will Wasser- und Abwasserproben nicht nur mit Messsystemen verarbeiten, sondern Abläufe im Labor so vorbereiten und automatisiert ablaufen lassen, dass sich Bearbeitungszeiten verkürzen und die Anlagenverfügbarkeit steigt. Gleichzeitig ist das Sicherheitsargument zentral: Durch robotergestützte Schritte sinkt der direkte Kontakt des Laborpersonals mit potenziellen Gefahrstoffen, weil gefährliche Arbeitsanteile aus dem manuellen Prozess herausgezogen werden.
Im Kern geht es dabei nicht um einen „digitalen Zwilling“ als Visualisierung für Projektpräsentationen, sondern um die Nachbildung variantenreicher Laborabläufe. ELARA steht für „Environmental Laboratory Automation and Robotics for Analytics“ und zielt darauf ab, Laborwege virtuell durchzuspielen, bevor sie physisch ausgeführt werden. Genau diese Kopplung ist anspruchsvoll: Ein Umweltlabor arbeitet selten mit exakt identischen Proben und Randbedingungen. Der digitale Zwilling muss daher nicht nur Standardabläufe, sondern auch die Variantenlogik abbilden, damit Steuerbefehle im späteren Betrieb wirklich reproduzierbar bleiben.
Für die technische Umsetzung setzt Currenta auf eine Simulationskette, die gezielt auf Robotik-Übertragung ausgelegt ist. Der Prototyp basiert auf der Simulationsplattform NVIDIA Isaac Sim und nutzt dabei Omniverse, OpenUSD sowie die Physik-Engine PhysX. Diese Bausteine sind besonders relevant, weil Robotik-Programme in der Praxis an physikalischen Details hängen: Greiferkräfte, Kollisionen, Kontaktzustände und mögliche Abweichungen beim Timing müssen im Simulationstakt plausibel aussehen, sonst führt die spätere „Reality-Check“-Phase zu teuren Iterationen in der Werkhalle.
Damit aus der Simulation nicht nur eine Modellwelt bleibt, folgt im ELARA-Stack der nächste Schritt: Für die Übertragung der virtuellen Steuerungsbefehle auf physische Industrieroboter ist die Plattform Wandelbots NOVA vorgesehen. Parallel liefert T-Systems die nötige Rechenleistung über eine „Industrial AI Cloud“ an einem Rechenzentrumsstandort in München. Laut Angaben zur Cloud-Nutzung soll die Datenverarbeitung vollständig im europäischen Rechtsraum erfolgen; damit adressiert das Projekt auch das organisatorische Thema, das in Labor- und Industrieumgebungen häufig mindestens so relevant ist wie die reine Modellgüte.
ELARA fügt sich in einen breiteren Trend ein, der unter dem Schlagwort Physical AI zunehmend diskutiert wird: Unternehmen koppeln digitale Zwillinge und Simulationen stärker mit Robotik und realen Anlagen. NVIDIA hat bei Branchenformaten wie dem Invest in Germany Summit in Berlin betont, dass der nächste Schritt in Richtung gekoppelte Werke mit digitalen Zwillingen führen soll. Gleichzeitig wurde die Erwartung formuliert, dass Physical AI bestehende Mechatronik- und Fertigungskompetenz ergänzt, statt sie zu ersetzen. Für Produzenten bedeutet das: Der Wettbewerb verschiebt sich von reinem Modelltraining hin zu Engineering-Fähigkeiten, die Simulation, Regelungstechnik und Feldroboter praktisch zusammenbringen.
Aus Sicht vieler Betriebe bleibt dabei aber der Übergang von der Simulation in den produktiven Betrieb der Engpass. Branchenkenner verweisen auf die Leistungsdifferenz zwischen computergestützter Entwicklung und dem industriellen Alltag: In der Werkhalle wirken mehr Variablen gleichzeitig, etwa Toleranzen, Reibung, Verschleiß oder nicht vollständig vorhersehbare Mess- und Prozesszustände. Dazu kommen Integrationsaufwände und die zentrale Frage, wie schnell sich wirtschaftliche Renditen nachweisen lassen. Genau hier entscheidet sich, ob digitale Zwillinge in Laborumgebungen über Pilotprojekte hinauswachsen.
Für Entscheider in Umwelttechnik und Industrieautomation ist ELARA vor allem deshalb interessant, weil es einen konkreten Use Case für KI-gestützte Robotik in einem regulierungs- und sicherheitsnahen Umfeld anvisiert: die automatisierte Analyse von Wasser- und Abwasserproben. Die Demonstration eines ersten Prototyps auf der NVIDIA GTC Berlin vom 20. bis 22. Oktober 2026 signalisiert zudem, dass Currenta den Reifegrad bereits so weit treiben will, dass sich die Mechanik aus Simulation und Robotik-Steuerung erstmals öffentlich einordnen lässt. Wenn die Übertragung der virtuellen Steuerbefehle robust funktioniert, könnte ELARA als Blaupause dienen, um weitere Laborprozesse in Richtung „Simulation first“ zu industrialisieren – mit messbaren Effekten bei Durchlaufzeiten und Arbeitssicherheit.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Projekt ELARA: Currenta testet digitale Zwillinge für Umweltlabore" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Projekt ELARA: Currenta testet digitale Zwillinge für Umweltlabore" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Projekt ELARA: Currenta testet digitale Zwillinge für Umweltlabore« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!