LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Studie zeigt, dass 41% der Unternehmen, die Lösegeld an Ransomware-Angreifer zahlen, ihre Daten nicht vollständig wiederherstellen können. Trotz der Zahlung bleibt oft ein erheblicher Aufwand zur Systemwiederherstellung bestehen.

Die jüngste Studie eines führenden Cyberversicherers hat alarmierende Ergebnisse über die Effektivität von Lösegeldzahlungen bei Ransomware-Angriffen veröffentlicht. Laut der Untersuchung scheitern 41% der Unternehmen, die Lösegeld zahlen, daran, ihre Daten vollständig wiederherzustellen. Selbst wenn Entschlüsselungsschlüssel bereitgestellt werden, bleibt oft ein erheblicher Aufwand zur Systemwiederherstellung bestehen.
Die Studie, die auf Befragungen von 5.750 Organisationen in sieben Ländern basiert, zeigt, dass 27% der befragten Unternehmen in den letzten 12 Monaten Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden. Von diesen Unternehmen, die ein Lösegeld zahlten, konnten 60% zumindest einen Teil ihrer Daten wiederherstellen. Doch für 41% war die Bereitstellung eines Entschlüsselungsschlüssels nicht ausreichend, um die Systeme vollständig zu rekonstruieren.
Ein weiteres besorgniserregendes Ergebnis der Studie ist, dass 31% der Ransomware-Opfer, die zahlten, mit weiteren Lösegeldforderungen konfrontiert wurden. Zudem erlitten 27% der zahlenden Unternehmen zusätzliche Angriffe, die nicht unbedingt von derselben Gruppe stammten. Diese Zahlen verdeutlichen die Risiken und Unsicherheiten, die mit der Zahlung von Lösegeld verbunden sind.
Ein weiterer kritischer Punkt der Studie ist die Identifizierung von IoT-Geräten als häufigste Angriffsvektoren. 33% der Angriffe begannen über Schwachstellen in IoT-Geräten, gefolgt von Schwachstellen in der Lieferkette (28%) und cloudbasierten Unternehmensservern (27%). Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Sicherheitsmaßnahmen in diesen Bereichen zu verstärken.
Die Studie zeigt auch, dass Unternehmen, die bereits einen Cyberangriff erlebt haben, einem erhöhten Risiko für weitere Angriffe ausgesetzt sind. Größere Unternehmen oder solche mit höheren Umsätzen sind besonders gefährdet. Unternehmen mit mehr als einer Million US-Dollar Umsatz, die im letzten Jahr angegriffen wurden, erlebten im Durchschnitt sechs Cyberangriffe, während kleinere Unternehmen im Durchschnitt vier Angriffe verzeichneten.
Ein Lichtblick der Studie ist, dass 83% der Befragten eine Verbesserung ihrer Cyber-Resilienz in den letzten 12 Monaten berichteten. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, effektive Strategien zur Abwehr von Ransomware-Angriffen zu entwickeln und umzusetzen.
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