WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Russische Hacker, die mit den Geheimdiensten des Landes in Verbindung stehen, haben eine großangelegte Phishing-Kampagne gestartet, um auf Konten von Signal und WhatsApp zuzugreifen. Ziel sind Personen mit hohem Geheimdienstwert, darunter Regierungsbeamte und Journalisten.

In einer alarmierenden Entwicklung haben russische Hacker, die mit den Geheimdiensten des Landes in Verbindung stehen, eine großangelegte Phishing-Kampagne gestartet, um auf Konten von Signal und WhatsApp zuzugreifen. Diese Kampagne zielt auf Personen mit hohem Geheimdienstwert ab, darunter aktuelle und ehemalige US-Regierungsbeamte, Militärpersonal, politische Persönlichkeiten und Journalisten. Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) und das Federal Bureau of Investigation (FBI) haben diese Bedrohung am Freitag bekannt gegeben.
Die Angreifer nutzen ausgeklügelte Social-Engineering-Methoden, um ihre Opfer dazu zu bringen, ihre Kontodaten preiszugeben. Dabei geben sie sich als vertrauenswürdige Kontakte oder Dienste aus, wie beispielsweise der nicht existierende ‘Signal Support Bot’. Sobald sie Zugang zu einem Konto erhalten haben, können sie Nachrichten lesen, Kontaktlisten einsehen und Nachrichten im Namen des Opfers versenden. Dies ermöglicht es ihnen auch, weitere Phishing-Angriffe von einem vertrauenswürdigen Identitätsstandpunkt aus durchzuführen.
Interessanterweise nutzen die Angreifer keine Sicherheitslücken in den Verschlüsselungssystemen der Plattformen aus. Stattdessen verlassen sie sich auf die Schwächen der Benutzer, um Zugang zu erhalten. Frühere Berichte von Microsoft und der Google Threat Intelligence Group haben solche Kampagnen mit mehreren russischen Bedrohungsclustern in Verbindung gebracht, die als Star Blizzard, UNC5792 und UNC4221 bekannt sind.
Die Cyber Crisis Coordination Center (C4) der französischen Nationalen Cybersicherheitsagentur ANSSI hat ebenfalls vor einem Anstieg der Angriffe auf Instant-Messaging-Konten gewarnt, die mit Regierungsbeamten, Journalisten und Wirtschaftsführern in Verbindung stehen. Diese Angriffe ermöglichen es den Angreifern, auf Gesprächsverläufe zuzugreifen oder sogar die Kontrolle über die Konten der Opfer zu übernehmen und Nachrichten in deren Namen zu versenden.
Um sich gegen diese Bedrohung zu schützen, wird den Nutzern geraten, niemals ihre SMS-Codes oder Verifizierungspins mit anderen zu teilen, Vorsicht bei unerwarteten Nachrichten von unbekannten Kontakten walten zu lassen, Links vor dem Klicken zu überprüfen und regelmäßig verknüpfte Geräte zu überprüfen und verdächtige zu entfernen. Signal betont, dass der Signal-Support niemals über In-App-Nachrichten, SMS oder soziale Medien Kontakt aufnehmen wird, um nach Verifizierungscodes oder Pins zu fragen.
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