LONDON (IT BOLTWISE) – Samsung rollt mit der SmartThings-App ein deutlich überarbeitetes UI für Android-Geräte aus. Die Version 1.8.51.30 bringt ein leichteres Farbschema sowie eine kompakte Floating-Tab-Leiste am unteren Bildschirmrand. Auf dem Startscreen erscheinen größere, zusammengefasste Karten für Hinweise und Updates, während Geräte und Routinen übersichtlicher dargestellt werden. Für viele Nutzer betrifft das schon jetzt Galaxy Smartphones und Tablets mit einem möglichen regionalen Rollout-Tempo.

Mit der SmartThings-App bekommt die Steuerzentrale für Smart-Home-Geräte auf Android erstmals ein spürbar modernes Layout, das zuvor offenbar zunächst auf andere Plattformen beschränkt war. Der jetzt ausgerollte Schritt wirkt dabei weniger wie ein kosmetisches Feintuning, sondern wie eine Neuordnung der Interaktionsflächen: Die Oberfläche setzt auf hellere Farben, bündelt Funktionen und gestaltet typische Touch-Pfade für tägliche Routinen deutlich kürzer. Für Anwender heißt das vor allem, dass sich „Was mache ich als Nächstes?“ schneller beantworten lässt – vom Umschalten einzelner Geräte bis zum Aufruf von Detailansichten.
Im Kern des Updates steht die neue App-Version 1.8.51.30, die laut dem beschriebenen Rollout zunächst „ausgewählte“ Galaxy-Smartphones und -Tablets erreicht. Auffällig ist die floating Tab-Bar am unteren Rand: Statt dass Nutzer ständig zwischen mehreren Abschnitten wechseln müssen, bleiben die Hauptbereiche dauerhaft griffbereit. Oberhalb dieser Leiste führt die App außerdem eine kompakte Funktionszeile, in der sich direkt der QR-Code für den Standort, die Standortauswahl sowie die Kartenansicht wiederfinden. Dazu kommen Optionen zum Hinzufügen von Geräten und ein typisches Menüschema, wodurch die Einstiegshandlungen für die Ersteinrichtung weniger verstreut wirken.
Der zentrale Aufbau des neuen Home-Tab orientiert sich stärker an „Karten“ als an langen Listen. Standardmäßig sind die Karten für Geräte und Routinen kompakter als zuvor, lassen sich aber über ein langes Drücken wieder größer machen – ein Detail, das vor allem für unterschiedliche Bedienvorlieben auf Tablets und größeren Displays relevant wird. Tippt man nur auf ein Icon innerhalb der Karte, schaltet die App das Gerät unmittelbar ein oder aus; klickt man hingegen auf den übrigen Bereich der Karte, öffnet die Software weitere Details. Dieses Muster reduziert die Zahl der notwendigen Zwischenklicks und trennt bewusst die häufigste Aktion (ein/aus) von der weniger oft benötigten Tiefenansicht.
Im Devices-Tab fährt die App ein weiteres, klar strukturiertes Konzept: Kompatible Smart-Home-Geräte werden nach Räumen geordnet und dadurch stärker an die reale Umgebung gekoppelt. Besonders interessant ist, dass die Darstellung nicht nur für die Verwaltung der Geräte gedacht ist, sondern auch für die visuelle Anpassung des Haushaltslayouts. Nutzer können die Raumansicht bearbeiten und dabei zwischen 2D und 3D umschalten; zusätzlich ist es möglich, neben Smart-Geräten auch Möbel und andere Objekte wie Lichter, Sofas oder Garderoben in die jeweiligen Räume einzupflegen. Damit rückt SmartThings näher an eine „digitale Hausansicht“ heran, bei der sich sowohl die Erfassung als auch das spätere Navigieren innerhalb der Smart-Home-Umgebung leichter vermitteln lässt.
Optisch bleibt das Update zwar deutlich „frischer“ als frühere Android-Versionen, doch es übernimmt nicht 1:1 die Design-Sprache, die in der iOS-Variante bereits sichtbar war. Gerade diese Lücke deutet darauf hin, dass Samsung UI-Elemente schrittweise angleicht – etwa über Layout, Typografie und Interaktionslogik – während das Branding der einzelnen Plattformen weiterhin Unterschiede bewahrt. Für Entwickler und Produktteams ist das nachvollziehbar: UI-Redesigns auf Android müssen nicht nur visuelle Vorgaben erfüllen, sondern auch Touch-Targets, Navigationshierarchien und Bedienlogik an die jeweilige Plattform-Usability anpassen, damit die App im Alltag nicht „unruhig“ wirkt.
Aus Market- und Engineering-Sicht ist der Rollout besonders relevant, weil Smart-Home-Apps häufig über Monate hinweg als „Leitstelle“ im Hintergrund laufen. Wenn die App-Grundstruktur – also Tab-Navigation, Detailpfade und Kartenlogik – neu ausgerichtet wird, beeinflusst das indirekt auch Supportaufkommen, Onboarding-Erfolg und die Geschwindigkeit, mit der neue Geräte im Alltag eingebunden werden. Unternehmen und Power-User profitieren davon, wenn zentrale Kommandos schneller erreichbar sind; gleichzeitig steigt für sie der Nutzen bei größeren Geräteflotten, weil ein gut strukturiertes Devices-Modell (nach Räumen, mit 2D/3D-Ansicht und Layoutbearbeitung) die mentale Last reduziert. Ob Nutzer die Liquid-Glass-Ästhetik künftig auch auf Android sehen, bleibt offen – für den Moment verbessert Samsung vor allem die Bedienbarkeit, ohne das grundlegende Smart-Home-Prinzip der App infrage zu stellen.
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