MADRID / LONDON (IT BOLTWISE) – Spanien plant ein Verbot sozialer Medien für Jugendliche unter 16 Jahren, inspiriert von Australien. Regierungschef Pedro Sánchez kündigte dies beim Weltregierungsgipfel in Dubai an. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Zugang zu sozialen Medien für Minderjährige einzuschränken und die Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber zu erhöhen.

Spanien plant, den Zugang zu sozialen Medien für Jugendliche unter 16 Jahren zu verbieten, ähnlich wie es Australien bereits umgesetzt hat. Diese Ankündigung machte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez auf dem Weltregierungsgipfel in Dubai. Ziel ist es, den Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum zu stärken und die Verantwortlichkeit der Plattformbetreiber zu erhöhen.
Die geplanten Maßnahmen umfassen nicht nur das Verbot für Minderjährige, sondern auch die Einführung von Sanktionen gegen Plattformbetreiber, die Löschungsanordnungen nicht nachkommen. Zudem soll ein System zur Rückverfolgbarkeit von Hasskommentaren etabliert werden. Diese Schritte sollen die digitale Sicherheit verbessern und die Straflosigkeit im Netz reduzieren.
Elon Musk, der Eigentümer der Plattform X, die früher als Twitter bekannt war, reagierte scharf auf die Ankündigung. In einem Post bezeichnete er Sánchez als “dreckigen Tyrannen” und kritisierte die geplanten Maßnahmen als Verrat am spanischen Volk. Diese Reaktion zeigt die Spannungen zwischen Regierungen und großen Tech-Unternehmen, wenn es um die Regulierung digitaler Plattformen geht.
In der spanischen Politik gibt es bereits Unterstützung für die Initiative, insbesondere von der konservativen Volkspartei PP. Dennoch sind viele Details noch ungeklärt, was die Umsetzung der Maßnahmen betrifft. Sollte Spanien die Pläne umsetzen, könnte dies auch Auswirkungen auf die großen US-Techkonzerne haben, die in Europa tätig sind.
Australien hat bereits ein ähnliches Verbot eingeführt, und auch in Großbritannien und Dänemark gibt es Bestrebungen, die Altersgrenzen für soziale Medien zu erhöhen. Diese internationalen Entwicklungen zeigen einen Trend hin zu strengeren Regulierungen im digitalen Raum, um die Sicherheit von Jugendlichen zu gewährleisten.
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