DORTMUND / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine alarmierende Zunahme von Banking-Trojanern auf Android-Geräten stellt 2025 eine erhebliche Bedrohung für Nutzer dar. Experten berichten von über 14 Millionen Angriffen auf mobile Geräte, wobei der Trojaner Mamont besonders häufig vorkommt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt wichtige Tipps, um sich zu schützen.

Im Jahr 2025 hat die Bedrohung durch Banking-Trojaner auf Android-Geräten ein alarmierendes Niveau erreicht. Laut dem aktuellen Mobile Threat Report von Kaspersky wurden über 14 Millionen Angriffe auf mobile Geräte registriert, wobei mehr als 255.000 dieser Angriffe direkt auf Banking-Apps abzielten. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der neu installierten Banking-Trojaner, der sich im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht hat.
Der Trojaner Mamont ist dabei besonders häufig anzutreffen. Er gelangt meist über gefälschte Banking-Apps oder manipulierte Download-Links auf die Geräte der Nutzer. Sobald die Banking-App geöffnet wird, greift Mamont die Zugangsdaten ab und ermöglicht Kriminellen den Zugriff auf das Konto. Oft bemerken die Betroffenen den Angriff erst, wenn unbekannte Buchungen auf dem Kontoauszug erscheinen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher eine Reihe von Empfehlungen für Android-Nutzer veröffentlicht, um sich vor solchen Angriffen zu schützen. Dazu gehört unter anderem, dass Betriebssystem und Apps regelmäßig aktualisiert werden sollten, um Sicherheitslücken zu schließen. Zudem wird geraten, Banking-Apps ausschließlich aus offiziellen Quellen herunterzuladen und ein starkes Passwort zu verwenden.
Ein weiterer wichtiger Tipp ist, nach jeder Sitzung die Banking-App aktiv abzumelden und öffentliche WLAN-Netzwerke zu meiden. Auch das gezielte Steuern von Bluetooth, NFC und WLAN kann das Risiko eines Angriffs verringern. Regelmäßige Überprüfungen der Kontobewegungen helfen zudem, ungewollte Transaktionen frühzeitig zu erkennen.
Im Falle eines Geräteverlusts sollten Nutzer umgehend ihre SIM-Karte und alle Bankzugänge sperren lassen. Wer den Verdacht hat, dass sein Gerät bereits infiziert ist, sollte sofort seine Bank kontaktieren und den Online-Banking-Zugang sperren lassen. Die meisten Banken bieten hierfür einen 24-Stunden-Notfallservice an.
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