BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug in bestimmten Gewichtssegmenten fällt bei der TÜV-Hauptuntersuchung durch erhebliche oder sogar gefährliche Mängel. Der neue Nutzfahrzeug-Report basiert auf 2,37 Millionen Untersuchungen aus den Jahren 2024 und 2025. Auffällig sind vor allem Probleme rund um Ölverlust und Beleuchtung, insbesondere hinten. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf 8,9 Jahre deutlich an.

Etwas mehr als jedes fünfte Nutzfahrzeug kommt im aktuellen TÜV-Nutzfahrzeug-Report in einem Zustand zur Hauptuntersuchung, der mit „erheblichen“ oder sogar „gefährlichen“ Mängeln verbunden ist. Der Verband beschreibt damit ein Kernthema, das in der Praxis oft erst später auffällt: Viele Schwachstellen entwickeln sich schleichend mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge. Dass die grundlegende Mängelquote zuletzt „kaum verändert“ blieb, heißt aber nicht, dass das Risiko sinkt. Im Gegenteil: Wenn der Fahrzeugpark älter wird, verschiebt sich die Verteilung zwangsläufig in Richtung Verschleiß und Folgefehler.
Die Datenbasis ist groß und erlaubt damit eine Segmentierung nach Fahrzeugklassen. Der neue Report stützt sich auf 2,37 Millionen Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2024 und 2025. Gleichzeitig weist der Report darauf hin, dass die durchschnittliche Nutzfahrzeugflotte im Schnitt „immer älter“ wird: Das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei 8,9 Jahren. Das sind ein Jahr mehr als noch im TÜV-Report 2017. Für Fuhrparkverantwortliche und Werkstätten bedeutet das vor allem eines: Wartungs- und Prüfzyklen lassen sich zwar planen, aber sie müssen mit realen Alterseffekten Schritt halten, sonst steigt das Risiko, dass Mängel erst bei der HU sichtbar werden.
Welche Bauteile dabei besonders häufig auffallen, bleibt ebenfalls zentral. Laut Joachim Bächler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, nehmen „Ölfeuchte und Ölverlust“ mit steigendem Alter zu. Er nennt gleich zwei Wirkungen: „Austretendes Öl“ belastet die Umwelt, und im Unfall kann es „brandbeschleunigend“ wirken. Damit rückt ein Klassiker der Fahrzeuginstandhaltung in den Fokus, der sich aus Sicht der Prüfpraxis nicht nur auf einzelne Defekte reduziert. Hinter Ölverlusten stecken oft undichte Stellen an Dichtungen, Anschlüssen oder Lagerbereichen, die sich über Zeit durch thermische Lastwechsel und Materialermüdung verschärfen. Besonders relevant ist das auch deshalb, weil sich Öl-Themen selten auf einen einzigen Reparaturpunkt beschränken: Wird eine Ursache gefunden, müssen häufig Folgeschäden und das Umfeld ebenfalls überprüft werden.
Neben dem Thema Schmierstofflecks kommt es nach dem Report besonders häufig zu Beanstandungen an der Beleuchtung – vor allem hinten. Genau diese Kombination ist für den Betrieb aus technischer Sicht heikel, weil sie sowohl die Sichtbarkeit als auch die Erkennbarkeit im Straßenverkehr beeinflusst. Der Report macht außerdem die Gewichtsabhängigkeit der Mängelquote deutlich: In den Kategorien Kleintransporter bis 3,5 Tonnen sowie schwere Lkw über 18 Tonnen wurden bei fast 22 Prozent der Hauptuntersuchungen „erhebliche“ oder sogar „gefährliche“ Mängel festgestellt. Bei mittleren Lkw (7,5 bis 18 Tonnen) lag der Wert bei 16,3 Prozent. Leichte Lkw (3,5 bis 7,5 Tonnen) fielen in 19,8 Prozent der HU-Fälle mit solchen Mängeln auf. Diese Spannbreite legt nahe, dass nicht nur die Fahrleistung, sondern auch Einsatzprofile, Instandhaltungsrealität und bauliche Unterschiede in den Klassen zusammenwirken.
Um das Ganze in Relation zur Marktlage zu setzen, liefert der Report auch einen Blick auf den Bestand. Laut TÜV steigt die Zahl der in Deutschland gemeldeten Nutzfahrzeuge Jahr für Jahr. Mit Beginn des laufenden Jahres waren demnach knapp 3,9 Millionen Nutzfahrzeuge gemeldet – das entspricht einem Plus von 34 Prozent seit 2017. Davon entfallen 3,38 Millionen auf Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Während der Bestand an Lastwagen zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zwischen 2017 und 2026 um 13 Prozent gesunken ist, ging er bei Fahrzeugen über 7,5 Tonnen im gleichen Zeitraum um sechs Prozent nach oben. Diese Aufstellung zeigt: Es gibt gleichzeitig Wachstum und strukturelle Verschiebungen. Wenn dann, wie im Report beschrieben, das Durchschnittsalter steigt, trifft eine größere Gesamtzahl an Fahrzeugen auf ein System aus Wartung, Prüfkapazitäten und Reparaturketten, das zunehmend durch Alterseffekte belastet wird.
Für die Praxis ergibt sich daraus ein klarer Handlungsrahmen, der über „HU vorbereiten“ hinausgeht. Wer den Blick nur auf den Prüftermin richtet, verschiebt Risiken in den nächsten Zyklus; wer hingegen die wiederkehrenden Schwachstellen in den Mittelpunkt stellt, kann mit vergleichsweise überschaubaren Maßnahmen die Fehlerwahrscheinlichkeit senken. Ölfeuchte, Ölverlust und Beleuchtungsprobleme sind dabei gute Kandidaten für eine systematische Qualitätssicherung: Sie lassen sich durch Sichtprüfungen und regelmäßige Zustandskontrollen früh erkennen, bevor sich Lecks verfestigen oder Lampen/Leuchtenbereiche so weit degradieren, dass sie bei der HU auffallen. Daneben ist der Segmentunterschied zwischen mittleren und schweren Klassen ein Hinweis, dass Wartungsstrategien nicht überall gleich sein sollten. In Unternehmen mit gemischten Flotten lohnt es sich daher, die Prüf- und Instandhaltungsplanung stärker an den spezifischen Risikoprofilen der jeweiligen Gewichtsbereiche auszurichten.
Technisch betrachtet ist das Ganze auch ein Plädoyer für eine konsequente Instandhaltung entlang von Lebenszyklus-Parametern. Ein Durchschnittsalter von 8,9 Jahren heißt in vielen Fuhrparks: Komponenten sind häufiger im Bereich von Verschleißgrenzen, Dichtungen verlieren Reserven, und Einstell- und Funktionswerte driften. Das erklärt, warum sich einzelne Themen wie Ölverlust oder Beleuchtungsbeanstandungen über Jahre hinweg wiederholen, auch wenn sich die Gesamtmängelquote laut Report „kaum verändert“ hat. Der Markt steht dabei zusätzlich unter Druck: Ersatzinvestitionen konkurrieren mit wirtschaftlichen Entscheidungen im Fuhrparkmanagement. Umso wichtiger wird es, das Risiko im laufenden Betrieb zu reduzieren, statt es in die HU zu verlagern.
Unterm Strich zeigt der TÜV-Report keine überraschende Trendwende, sondern eine stabile, operationale Realität: In mehreren Nutzfahrzeugklassen liegt der Anteil erheblicher oder gefährlicher HU-Mängel bei rund 20 Prozent, und das bei einer Flotte, die im Schnitt älter wird. Für Werkstätten und Flottenmanager entsteht daraus eine konkrete Priorisierungsliste, auch wenn der Report nicht nur diese Punkte betrachtet. Wer Ölthemen und Beleuchtung konsequent und frühzeitig in die Wartungsroutine integriert, kann nicht nur die HU-Quote verbessern, sondern auch umwelt- und sicherheitsrelevante Folgen von Defekten reduzieren. Die Zahlen aus 2024 und 2025 liefern dafür einen belastbaren Ausgangspunkt und machen deutlich, dass die entscheidende Stellschraube weniger im Zufall liegt als in der Regelmäßigkeit der Instandhaltung.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "TÜV-Report: 22 % der Nutzfahrzeuge scheitern an der Hauptuntersuchung" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "TÜV-Report: 22 % der Nutzfahrzeuge scheitern an der Hauptuntersuchung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »TÜV-Report: 22 % der Nutzfahrzeuge scheitern an der Hauptuntersuchung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!