PASADENA / LONDON (IT BOLTWISE) – In Pasadena kommt am 14. Oktober 2026 ein Panel zu Wasser, Energieverbrauch und neuen Klimatechnologien zusammen. Unter anderem stellen vier Startups Lösungen vor, von atmosphärischer Wassergenerierung bis zu Ansätzen für CO₂-Entfernung, Carbon Capture und kohlenstoffarmen Wasserstoff. Die Diskussion verbindet Perspektiven aus Forschung, öffentlichen Versorgern und Unternehmen. Der Abend findet von 6 bis 8 Uhr im FoundrSpace Coworking statt, der Eintritt ist frei, eine Registrierung ist erforderlich.

Wasser und Energie sind in vielen Regionen längst kein getrenntes Thema mehr: In Zeiten von Dürre, steigenden Lasten in der Stromversorgung und einer rasant wachsenden Zahl energieintensiver Rechenzentren verschieben sich die Abhängigkeiten. Genau an dieser Schnittstelle setzt eine Veranstaltung in Pasadena an, die am Mittwoch, dem 14. Oktober, von 6 bis 8 Uhr im FoundrSpace Coworking, 87 N. Raymond Ave., stattfindet. Organisiert wird der Abend von Pasadena Climate Commons und dem Resnick Sustainability Institute an der Caltech. Im Mittelpunkt stehen die praktische Kopplung von Wasserversorgung und Energienutzung sowie die Frage, wie sich neue Technologien unter realen Betriebsbedingungen überhaupt einsetzen lassen.
Die Programmlogik folgt dabei bewusst einer Kette aus Anwendung, Umsetzungshürden und technischer Machbarkeit. Zunächst startet um 6 Uhr die Startup-Showcase, anschließend beginnt um 6:30 Uhr die Paneldiskussion. Ab 7:15 Uhr sind Fragen aus dem Publikum vorgesehen, bevor ab 7:30 Uhr die Vernetzung und der Austausch mit den teilnehmenden Unternehmen wieder aufgenommen werden. Aus technischer Sicht ist diese Reihenfolge relevant, weil sie Erstkontakt (Showcase) direkt mit dem späteren „War-room“-Charakter der Panelrunde verknüpft: Wer eine Lösung im Kontext sieht, kann im Anschluss konkreter nach Skalierung, Betriebskosten, Infrastrukturkompatibilität und Datenanforderungen fragen. Das Veranstaltungsteam kündigt außerdem ausdrücklich an, Perspektiven aus wissenschaftlicher Forschung, öffentlichen Utilities und privaten Firmen zusammenzuführen.
Für die öffentliche Seite ist Stacie Takeguchi, Chief Assistant General Manager von Pasadena Water and Power, eingeplant. Laut Angaben aus dem Veranstaltungskontext verfügt sie über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Wasserbranche, unter anderem mit Arbeit an regionaler Dürreplanung beim Metropolitan Water District of Southern California. Damit adressiert der Abend eine klassische Lücke zwischen strategischen Plänen und der täglichen Anlagenpraxis: Dürreplanung ist nicht nur ein Thema für Speicher- und Bezugsstrategien, sondern auch für Energieverbräuche von Pumpen, Aufbereitungsprozessen und neuen Wasserquellen. Ergänzend soll Warren A. Teitz vom Metropolitan Water District über die Entwicklung neuer Wasserquellen sprechen, inklusive Desalination und der Frage, wie öffentliche Wasserbehörden Technologien übernehmen, die noch nicht „Standardbetrieb“ sind. Ein weiterer Programmpunkt kommt von einer Wissenschaftlerin bzw. einem Wissenschaftler des NASA Jet Propulsion Laboratory, womit auch Forschungskompetenz in den Austausch einfließt.
Besonders konkret wird es im Startup-Teil, der vier Unternehmen in den Fokus rückt. Captura arbeitet dem Eventkontext zufolge an oceanbasierter CO₂-Entfernung. Thiozen konzentriert sich auf die Produktion von kohlenstoffarmem Wasserstoff. Mitico wiederum beschäftigt sich mit Carbon Capture, also der Abscheidung von CO₂ aus geeigneten Quellen. Water from Air deckt ein anderes, für die Wasser-Energie-Debatte sehr direktes Feld ab: Die Technologie nutzt Abwärme aus Rechenzentren, um Wasser aus der Atmosphäre zu extrahieren. Genau diese Kopplung macht den Showcase aus technischer Sicht spannend, weil sie zwei sonst getrennte Infrastrukturen verbindet: Rechenzentren erzeugen Wärme im laufenden Betrieb, während Wasserknappheit häufig an Prozesse, Energiebedarfe und lokale Logistik gebunden ist. Nicht nur die Erzeugung selbst, sondern auch die Verfügbarkeit geeigneter Standorte und die Stabilität im Jahresverlauf werden damit zum Diskussionsthema.
Der Abend ordnet sich zugleich in eine breitere Tech-Woche ein: Er ist Teil einer sechsteiligen Pasadena-Serie, die vom 13. bis 16. Oktober im Rahmen der LA Tech Week läuft. Laut Ankündigung vom 23. September wurde die lokale Reihe von der Economic Development Division der Stadt und Innovate Pasadena organisiert. Neben dem Wasser-Energie-Panel sind Programme zu Health-Care-KI, Startup-Pitches und Space-Technologie angekündigt. Für Unternehmen, die an Pilotprojekten arbeiten oder auf Partnerschaften mit öffentlichen Stellen angewiesen sind, ist die Einbettung in eine solche Serie oft mehr als nur „Networking“: Sie reduziert die Reibung beim Aufbau von Kontakten, weil unterschiedliche Communities an einem Zeitfenster gebündelt werden. Veranstalterseitig heißt es außerdem, es handele sich um das zweite Jahr in Folge, in dem Pasadena und Innovate Pasadena während der LA Tech Week eine lokale Veranstaltungsreihe anbieten.
Auch die Rahmenbedingungen sind klar gesetzt: Der Eintritt ist frei, eine Registrierung ist laut Programminformation erforderlich, und die Verfügbarkeit soll über die Partiful-Registrierungsseite geprüft werden. Vor Ort werden zusätzlich Kontaktdaten zur Venue genannt, unter anderem eine Telefonnummer für organisatorische Fragen. Damit bleibt die Eintrittshürde niedrig, während die tatsächliche Teilnahme planbar gesteuert wird. Für die weitere Entwicklung der Branche ist das relevant, denn bei Lösungen rund um Wasserquellen, Desalination, CO₂-Entfernung oder carbonarmen Wasserstoff entscheidet sich der Fortschritt häufig daran, ob Technologieversprechen in Betriebsrealität überführt werden können. Insofern steht bei dieser Veranstaltung ein sehr praktisches Thema im Vordergrund: Welche Daten werden benötigt, welche Infrastruktur ist Voraussetzung, und wie lassen sich Energie- und Wasserströme so gestalten, dass Skalierung nicht an der Umsetzung scheitert.
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