LONDON (IT BOLTWISE) – XRP ist im Juli 2025 nur knapp an seinem Allzeithoch vorbeigeschrammt, seitdem aber deutlich gefallen. Aktuell liegt der Kurs laut Quelle bei rund 1,05 US-Dollar, nachdem er zeitweise 3,65 US-Dollar erreicht hatte. Für ein neues ATH rechnet der Text vor allem mit einem besseren Zusammenspiel aus realer Nachfrage, einem aktivierten Lending-Protokoll und politischen Klarstellungen. Solange diese Bausteine ausstehen, werde der Kurs vorrangig vom Bitcoin-Zyklus mitgezogen.

Dass XRP sein Allzeithoch von 3,84 US-Dollar seit fast acht Jahren nicht mehr neu markieren konnte, wird in der Quelle nicht mit einer einzelnen Schwachstelle erklärt, sondern mit einem Bündel aus Marktmechanik und regulatorischer Zeitachse. Besonders anschaulich ist der Abstand zur letzten Annäherung: Im Juli 2025 lag der Kurs bei 3,65 US-Dollar und damit weniger als 5% unter dem ATH, anschließend rutschte der Preis jedoch um rund 71% ab und pendelt derzeit um etwa 1,05 US-Dollar. Damit steht nicht nur die Frage im Raum, ob XRP wieder in Richtung 3,84 US-Dollar ziehen kann, sondern ob es diese Marke dieses Mal „halten“ kann, statt wie zuvor nur eine kurze Nachrichtenreaktion zu liefern.
Technisch und strukturell führt der Text mehrere Gründe an, die das Durchbrechen der vorherigen Spitzenwerte erschweren. Der erste ist das Token-Angebot: Von rund 34 Milliarden XRP im Umfeld des ATH 2018 ist die zirkulierende Menge laut Quelle auf etwa 63 Milliarden gestiegen. Gleichzeitig erwähnt der Beitrag einen monatlichen Freisetzungsmechanismus aus Escrow, bei dem Ripple jeweils zum Monatsanfang bis zu eine Milliarde XRP freigeben und danach wieder einen Großteil re-locken soll. Für die Preisbildung heißt das: Selbst wenn kurzfristig Kaufdruck entsteht, trifft er auf ein dauerhaft präsentes Angebotswachstum, das sich nicht über Nacht abstellen lässt.
Der zweite, für Investoren besonders relevante Block dreht sich um das geplante Lending-Protokoll von Ripple. Laut Quelle basiert es auf Standards (XLS-65 und XLS-66) und soll es ermöglichen, XRP in Vaults zu hinterlegen, um daraus befristete Kredite zu finanzieren, wobei die Rendite als fest definierter Rückfluss an die Einleger gekoppelt wäre. Entscheidend ist dabei weniger die Idee als der Aktivierungsweg: Das Protokoll wartet dem Beitrag zufolge auf Validatoren, die über eine XRPL-Änderung abstimmen müssen. Anfang August lag die Unterstützung bei rund 20%, und für ein Umschalten werden 80% benötigt, die zudem über zwei aufeinanderfolgende Wochen stabil sein sollen. Dass ein Re-Audit im Juni keine kritischen oder hochgradigen Schwachstellen gefunden haben soll, verschiebt zwar das Sicherheitsrisiko, löst aber nicht das Governance-Problem.
Regulatorisch verweist die Quelle auf die Vorgeschichte der Kursverwerfungen: Nach einer SEC-Klage gegen Ripple im Dezember 2020 kam es dem Text zufolge zu Delistings in den USA, XRP verlor damit kurzfristig den Zugang zu einem wichtigen Handelsraum. Später, im Juli 2023, soll Judge Analisa Torres entschieden haben, dass XRP-Verkäufe auf öffentlichen Börsen nicht als Wertpapier zu bewerten seien; in der Folge wurden die Token nach Angaben des Textes wieder an US-Börsen gelistet. Diese Klarstellung sei zwar eine Voraussetzung gewesen, um überhaupt wieder höhere Kursniveaus zu erreichen, aber sie ersetze keine strukturellen Anreize wie das Lending-Protokoll und keine politische Rechtssicherheit für die nachgelagerten Finanzprodukte.
Im Marktteil wird genau das zur Begründung genutzt, warum die Kursentwicklung trotz ETF-Nachfrage bislang nicht in einen nachhaltigen Trend zur 3,84-US-Dollar-Marke überging. Der Text nennt XRP-ETFs, die laut Quelle rund 978 Millionen XRP halten, wobei diese Bestände nicht direkt verkauft werden können, weil die Fonds eigene Anteile ausgeben. Gleichzeitig stellt der Beitrag die Relation heraus: Das entspreche weniger als 2% der zirkulierenden Versorgung nach neun Monaten Handel. Zusätzlich wird das CLARITY Act erwähnt, das laut Quelle ins Stocken geraten sei und damit aus Investorensicht die dauerhafte Einordnung von XRP als Commodity nicht geliefert habe. Aus dieser Kombination leitet der Text ab, dass XRP ohne echte, dauerhaft wirkende Nachfrage vor allem mit dem Bitcoin-Zyklus schwankt, statt einen eigenen Preisimpuls aufzubauen.
Für die Bewertung liefert der Beitrag danach drei Szenarien, die vor allem die zeitliche Reihenfolge der Katalysatoren betonen. Im bullischen Fall müssten die Validatoren das Lending-Protokoll genehmigen, das CLARITY Act müsste verabschiedet werden und die ETF-Zuflüsse müssten so stark werden, dass ein neuer Zyklus-Top wahrscheinlicher wird. Der Text rechnet dafür mit einem möglichen Break des ATH erst um 2029 herum und nennt grob einen Zielbereich um 5 US-Dollar, also deutlich über 3,84. In einer „Base“-Variante könnte der Kurs dem Beitrag zufolge wieder nahe ans ATH heranlaufen, ohne es zu überschreiten, weil die Vaults erst über Jahre gefüllt würden und Institutionen Aufbauzeit benötigen. Das bearische Szenario ist wiederum ein „Stall“: Wenn Validatoren die 80%-Schwelle nicht erreichen und das Gesetzgebungsverfahren scheitert, bleibe XRP eher im Gleichlauf mit Bitcoin und tauche in späteren Erholungsphasen wieder ab.
Am Ende ergibt sich aus dem Text weniger eine einzelne Preisprognose als ein operatives Leitbild für alle, die aus XRP-Entwicklungen eine belastbare Erwartung ableiten wollen. Für ein neues Allzeithoch reicht dem Beitrag zufolge das Narrativ „Regulierung ist besser“ allein nicht aus; entscheidend sind Mechanismen, die Coins länger binden, und rechtliche Klarheit, die Kapital dauerhaft in Produkte lenkt. Genau hier liegt der Unterschied zwischen kurzfristigen Kursreaktionen und nachhaltigem Nachfrageaufbau: Ohne aktiviertes Lending-Protokoll und ohne belastbare Commodity-Einordnung fehlt ein struktureller Grund, warum Marktteilnehmer XRP in Phasen der Volatilität dauerhaft halten statt wieder zu handeln. Ob XRP in den kommenden Zyklen erneut an 3,84 heranreicht, hängt damit weniger von einzelnen Schlagzeilen ab, sondern von der Fähigkeit, Angebots- und Nachfragepfade gleichzeitig zu verändern.
Die Quelle schiebt diese Logik schließlich auch auf die persönliche Ebene, indem sie das bekannte 4%-Rentenmodell in den Hintergrund rückt und stattdessen auf ein Einkommen-fokussiertes Vorgehen verweist: Man solle die monatlichen Fixkosten um garantierte Einnahmen wie Social Security oder Renten bereinigen und den verbleibenden „Income Gap“ über portfolioerzeugtes Einkommen schließen. Das wird im Beitrag als Kontrast zu einem rein schrittweisen Anteilsverkauf im Abschwung beschrieben, inklusive Beispiel- und Zeitannahmen aus einer frei angebotenen Anleitung. Für Anleger, die den XRP-Kontext als Risiko- und Timing-Problem lesen, passt das Argument damit indirekt: Auch hier geht es nicht nur um erwartete Rendite, sondern um den Mechanismus, der Liquidität im falschen Moment erzwingt.
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